Höchste Sauberkeit – nicht nur ein Reinigungsprozess
So lassen sich anspruchsvolle Sauberkeitsspezifikationen prozesssicher, reproduzierbar und wirtschaftlich realisieren.
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Die in Hightech-Branchen sehr hohen Anforderungen an die Fertigungspräzision schließen die Sauberkeit der Bauteile ein. Diese teils extrem strengen Vorgaben erfordern entsprechend ausgelegte Reinigungsprozesse und -anlagen sowie eine angepasste Fertigungsumgebung.Ecoclean)
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Im
Zuge der industriellen Transformation setzen immer mehr Unternehmen auf die
Fertigung hochwertiger Produkte und Komponenten mit guten Margen. Der Fokus liegt
auf Hightech-Branchen, die auch in Zukunft eine stabile Nachfrage durch Wachstum
versprechen. Die in diesen Industriebereichen, beispielsweise
Halbleiter-Zulieferindustrie, Elektronikfertigung, E-Mobility, optischen und
optoelektronischen Industrie, Sensortechnik, Photonik, Dünnschichttechnologie,
Vakuum-, Laser- und Analysetechnik, Luft- und Raumfahrt, sehr hohen
Anforderungen an die Fertigungspräzision schließen die Sauberkeit der Bauteile
ein. Und das unabhängig davon, ob es sich um kaum sichtbare Elektronikteile,
millimeterkleine Verbindungselemente, Präzisionsoptiken oder metergroße Strukturkomponenten
handelt und aus welchen Materialien sie gefertigt werden.
Sauberkeit bedarfsgerecht definieren
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Dieser
Trend stellt die Teilereinigung vor herausfordernde Aufgabenstellungen. Denn im
Gegensatz zur klassischen Bauteilreinigung, bei der üblicherweise größere
Mengen an Fertigungsrückständen, beispielsweise Späne und Bearbeitungsmedien,
abzureinigen sind, geht es in der Feinst- und High Purity-Reinigung darum,
minimale Restverunreinigungen zu entfernen. Die Spezifikationen zur
partikulären Sauberkeit reichen bis in den Submikrometer-Bereich. Bei
filmischen Restkontaminationen sind je nach Branche, Bauteil und dessen Einsatz
bis zu Nanolagen von beispielsweise organischen und anorganischen Rückständen,
ionischen Residuen und Reste von Mikroorganismen prozesssicher und
reproduzierbar zu entfernen. In High Purity- Anwendungen, beispielsweise der
Herstellung von Komponenten für die EUV-Lithographie, sind darüber hinaus noch
sogenannte Hydrogen Induced Outgassing (HIO)-Stoffe zu berücksichtigen.
Die bei der Reinigung zu erfüllenden Vorgaben zur
partikulären Sauberkeit erfolgt durch Angabe der entsprechenden
Oberflächenreinheitsklasse (ORK) nach EN ISO 14644-9 (SCP – surface cleanliness
by particle concentration) beziehungsweise der korrespondierenden
VDI-Richtlinie 2083, Blatt 9.1. Die filmisch-chemische, organische und
anorganische Oberflächenreinheit wird meist durch individuelle Spezifikationen
beziehungsweise Werksnormen definiert. Hinzu kommen gegebenenfalls
Ausgasungsraten, die über Massenspektrometer ausgewertet werden.
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Diese anspruchsvollen Aufgabenstellungen erfordern
anlagenseitig einen Partner, der einerseits über umfassendes
Technologie-Knowhow sowie Wissen über die Anwendungen und die physikalischen
Zusammenhänge verfügt. Andererseits sollten Erfahrungen in diesem
Reinigungsbereich und entsprechende Testmöglichkeiten für Reinigungsversuche
unter produktionsnahen Bedingungen vorhanden sein. Als versierter
Komplettanbieter zukunftsorientierter und weltweit verfügbarer Lösungen für die
Feinst- und High Purity-Reinigung erfüllt Ecoclean diese Anforderungen.
Reinigungsverfahren
und Anlagentechnik passend auswählen
Verschiedene Verfahrenstechnologien wie Spritz- und Ultraschallreinigung, Injektionsflutwaschen und Pulsated Pressure Cleaning (PPC) verstärken die Wirkung des Reinigungsmediums und sorgen dafür, dass Verunreinigungen auch aus schwer erreichbaren Werkstückgeometrien schnell und prozesssicher entfernt werden.Ecoclean)
Um
diese sehr strengen Sauberkeitsspezifikationen prozesssicher, reproduzierbar
und nachhaltig zu erfüllen, sind üblicherweise mehrere Reinigungsschritte
entlang der Fertigungskette erforderlich. Bei der Auswahl der für den
jeweiligen Reinigungsprozess optimalen Lösung spielen folgende Fragestellungen
eine Rolle: Aus welchem Werkstoff ist das Teil gefertigt? Wie sind Geometrie,
Abmessungen und Gewicht des Bauteils? Welche Verunreinigungen sind zu
entfernen? Welche Sauberkeitsvorgaben müssen erreicht werden? Welches
Reinigungsverfahren und welche -chemie eignen sich dafür? Auf dieser Basis
lässt sich festlegen, welche und wie viele Reinigungsschritte mit welchem Medium
und welchen Verfahrenstechnologien erforderlich sind. Als weitere Aspekte
fließen in die Betrachtung die erforderliche Qualität des Spülmediums und die
geeignete Trocknungstechnologie ebenso ein wie das sauberkeitsgerechte
Teilehandling und die Umgebungsbedingungen, beispielsweise Anschluss oder
Integration in einen Sauber- oder Reinraum.
Reinigen
entlang der Fertigungskette
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Grundlage
für eine Feinst- oder High Purity-Reinigung sind „öl- und fettfreie“ Teile. Um
dieses Sauberkeitsniveau zu erreichen und aufrechtzuerhalten, erfolgt nach den
verschiedenen Bearbeitungsschritten, beispielsweise Zerspanen, Umformen,
Schleifen oder Polieren, ein Reinigungsprozess. Die Wirkung des eingesetzten Reinigungsmediums wird durch verschiedene,
nahezu beliebig kombinierbare Verfahrenstechnologien, beispielsweise Dampfentfetten,
Spritz-, Hochdruck-, Tauch-, Ultraschall- und Megaschall-, sowie Plasmareinigung,
Injektionsflutwaschen, Pulsated Pressure Cleaning (PPC) beziehungsweise
Ultraschall Plus verstärkt. Diese Verfahrensoptionen stellen sicher, dass auch
bei geometrisch komplexen Werkstücken die geforderte Sauberkeit stabil erreicht
wird.
Bei Kammeranlagen, wie diesem Zweikammer-Reinigungssystem für wasserbasierte Prozesse, werden Konstruktion, Anlagentechnik, Medienführung und-aufbereitung speziell an die spezifischen Anforderungen in der Feinst- und High Purity-Reinigung angepasst.Ecoclean)
Für
Zwischenreinigungsprozesse beziehungsweise Teile, deren
Sauberkeitsspezifikation nicht zu streng ist, kommen üblicherweise unter
Vollvakuum arbeitende, modular konzipierte Ein- oder Mehrkammeranlagen,
beispielsweise EcoCstretch oder EcoCvela zum Einsatz, die je nach verwendetem
Bearbeitungsmedium mit einem umweltgerechten Lösemittel, z. B.
Kohlenwasserstoff oder modifizierten Alkohol, beziehungsweise einem
abgestimmten wasserbasierten Reiniger betrieben werden. Die Konstruktion,
Anlagentechnik, Medienführung und-aufbereitung dieser Anlagen werden speziell
auf Feinstreinigungs- und High Purity-Anwendungen ausgelegt. Durch die in der
Arbeitskammer konzentrierte Verfahrensmechanik, z. B. Injektionsflutwaschen,
Ultraschall und PPC, bietet dieser Anlagentyp auch bei der Reinigung großer und
komplexer Werkstücke Vorteile.
Bei
Teilen mit großer Materialvielfalt, hohen Durchsatzanforderungen und/oder
strengen Sauberkeitsspezifikationen sind Ultraschall-Mehrbadtauchanlage
die optimale Lösung. Neben individuell konzipierten Reinigungssystemen für
Highend-Anwendungen bietet der Anlagenbauer mit den aus standardisierten
Modulen bestehenden Anlagen der Modellreihen UCMSmartLine und
UCMPerformanceLine eine effiziente Lösung. Die Elektro- und Steuerungstechnik ist
in die jeweiligen Module für die Verfahrensschritte Reinigen, Spülen, Trocknen,
Be- und Entladen sowie für das Transportsystem integriert. Dadurch und durch
die Ausstattung mit anforderungsgerechter Verfahrensmechanik wie PPC lassen
sich die Anlagen optimal an die jeweilige Aufgabenstellung anpassen. Für
Zukunftssicherheit bei gestiegenen Anforderungen sorgt die Möglichkeit einer
späteren Erweiterung des Reinigungssystems.
Test
Center für die Prozessauslegung oder Lohnreinigung
Das
für die jeweilige Anwendung passende Anlagenkonzept sowie den optimalen
Reinigungsprozess ermittelt Ecoclean im eigenen High Purity-Test Center. Es
verfügt über einen Reinraum der Klasse 7 mit Zonen Klasse 6 sowie verschiedene
Mess- und Analyseverfahren (z. B. Mikroskopie, Restgasanalyse, UV-Licht und
Fluoreszenzmessung). Ergänzend zur produktspezifischen Entwicklung der
Reinigungsprozesse und -parameter nutzt der der Anlagenbauer das Test Center
auch für die Durchführung von Lohnreinigungsaufträgen. Dabei gewährleistet eine
Verpackungsstation für gereinigte Teile, dass die erzielte hohe Sauberkeit auch
beim Kunden ankommt.