Reinraumtechnik

Reinraum-Aufbau: Tipps für eine effiziente Planung

Anforderungen an einen sicheren Reinraum-Aufbau erfüllen.

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Reinräume ermöglichen streng kontrollierte Produktionsprozesse, indem unter anderem eine entsprechende Luftqualität und Temperatur gewährleistet werden. Im Aufbau sind daher zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen.

In Reinräumen wird die Anzahl luftgetragener Teilchen auf einem definierten, niedrigen Level gehalten. Sie kommen in Forschung und Industrie zum Einsatz. Konstruktion, Bau und Betrieb von Reinräumen haben das Ziel, die Einschleppung, Entstehung und Ablagerung von Partikeln zu reduzieren. Daher sind im Reinraum-Aufbau höchste Präzision und Sicherheit entscheidend.

Hier kommt der item Systembaukasten ins Spiel: Auf Basis der Aluminiumprofile von item Industrietechnik aus den Baureihen X und XMS sowie weiterer spezieller Komponenten realisieren Sie perfekt auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmte Reinraum-Lösungen. Dank minimalem Kantenradius und geschlossenen Außenflächen sind die item Profile leicht zu reinigen, während das modulare Baukastenprinzip eine flexible Anpassbarkeit an individuelle Anforderungen gewährleistet.

Wie groß sollte ein Reinraum sein?

Die Größe eines Reinraums ist abhängig von der Nutzung, der Anzahl der Mitarbeitenden und den benötigten Zugängen. Beim Layout gilt folgende Devise: Er sollte so groß wie nötig und so klein wie möglich sein. Denn je größer der Raum, desto höher sind die laufenden Kosten, beispielsweise für Wartungsmaßnahmen, Reinigung oder Energie.

Ein großer Reinraum benötigt eine höhere Anzahl von Filter-Fan-Units (FFUs), damit er die benötigte Luftwechselrate und Reinraumklasse erreicht. Als Alternative können je nach Anwendungsfall Mini-Environments geeignet sein – kompakte Lösungen für reine Bedingungen. Sie kommen etwa zum Einsatz, wenn der Platz in der Produktion begrenzt ist oder nur einzelne Produktionsbereiche Reinraumtechnik benötigen.

Worauf muss man bei Böden im Reinraum-Aufbau achten?

Bei der Auswahl des Reinraumbodens ist es wichtig, dass Sie einen abriebfesten Belag wählen, der für die Reinigung mit den vorgeschriebenen Reinigungsmitteln geeignet ist. Für die Arbeit mit empfindlichen Elektronikbauteilen sollte ein ESD-sicherer Bodenbelag verwendet werden.

Zudem muss der Übergang zwischen Boden und Gestell luftdicht und spaltfrei ausgeführt werden. Eine Möglichkeit ist das Verlegen einer Hohlkehle, eine andere der Einsatz von U-Profilen, in die das Gestell eingesetzt wird. Für manche Fälle reicht die Verwendung eines selbstausdehnenden Dichtbandes aus.

Damit das Gestell lot- und waagerecht ausgerichtet ist, sollte es nivelliert werden. Hierfür bieten sich verstellbare Sockelstellfüße an. Durch die Ausrichtung des Gestells lassen sich Lücken zwischen Boden und Gestell schließen, was kostengünstiger ist als eine Nivellierung des Bodens.

Im Video werden alle wichtigen Faktoren des effizienten Reinraum-Aufbaus für Sie zusammengefasst und illustriert:

Schritt für Schritt zum Reinraum-Aufbau: Lernen Sie einige Grundlagen für die Konstruktion reiner Umgebungen kennen.

Wie Sie sehen, ist eine sorgfältige Planung notwendig. Dabei sind zusätzlich zu den geltenden Normen wie der DIN EN ISO 14644 häufig branchenspezifische Vorgaben zu berücksichtigen, beispielsweise in der Halbleiterfertigung oder optischen Industrie. Zu den relevanten Aspekten zählen unter anderem Luftrückführung, Klimatisierung, Material- und Personenzugänge sowie spezielle Reinigungsmaßnahmen.

In einem speziellen Modul der item Academy erfahren Sie im Detail, worauf es beim Reinraum-Aufbau ankommt. Richten Sie für die Nutzung einfach ein kostenloses item Benutzerkonto ein. Wenn Sie eingeloggt sind, können Sie direkt in das Modul „Planung von technischen Reinräumen“ einsteigen.

Sie möchten noch mehr zu diesem Thema erfahren? Entdecken Sie auf dem item Blog weitere passende Artikel über Reinraum-Arbeitsplätze – wie Anwenderberichte und Beiträge zu unterschiedlichen Reinraum-Grundlagen. Seit über zehn Jahren ist der Blog eine zentrale Anlaufstelle für Entscheiderinnen und Entscheider aus der Industrie.

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