Mit der geplanten Übernahme von Rofa Industrial Automation baut Spie seine Position im deutschen Industrieservice gezielt aus. Die Transaktion erweitert das Portfolio um Industrieautomation, Fördersysteme und Intralogistik – mit klarem Fokus auf Wertschöpfungstiefe.
Spie hat eine Vereinbarung zum Erwerb der Rofa Industrial Automation AG unterzeichnet, wie das Unternehmen mitteilt. Ziel ist die Stärkung des Leistungsportfolios im Bereich Industrieservices in Deutschland – dem größten strategischen Markt der Gruppe.
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Mit der Akquisition erweitert Spie seine Kompetenzen gezielt in den wachstumsstarken Segmenten Industrieautomation, Fördersysteme und Intralogistik. Damit verschiebt sich die Positionierung deutlich in Richtung höherwertiger System- und Integrationsleistungen entlang der industriellen Wertschöpfungskette.
Rofa Industrial Automation als Systemintegrator
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Die Rofa Industrial Automation AG mit Sitz in Kolbermoor zählt zu den führenden Industriedienstleistern in Deutschland. Das Unternehmen realisiert schlüsselfertige Lösungen in der Fabrikautomation sowie in der Lager- und Logistikautomation. Das Portfolio deckt den gesamten Projektlebenszyklus ab – von der Beratung über Software- und Hardware-Entwicklung bis hin zu Fertigung, Inbetriebnahme sowie Service- und Supportleistungen.
Mit mehr als 1.200 Mitarbeitenden erzielte Rofa im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 430 Millionen Euro. Die EBITA-Marge liegt im hohen einstelligen Bereich. Das Kundenportfolio gilt als langjährig und stabil, insbesondere in den Branchen Logistik, Automobil, Lebensmittel, Retail und Healthcare.
Seit der Gründung im Jahr 1967 entwickelte sich Rofa von einem regionalen Anbieter für Fördertechnik zu einem international tätigen Systemintegrator. Der Schwerpunkt der Kundenbasis liegt in Deutschland, wird jedoch weltweit betreut.
Gauthier Louette, Chairman und CEO von Spie, betont die strategische Tragweite der Transaktion: “Die Akquisition von ROFA stärkt die Position von SPIE als führender Anbieter von Industriedienstleistungen in Deutschland. Sie ist ein wichtiger Schritt im größten strategischen Markt von SPIE und steht im Einklang mit dem Ziel der Gruppe, das Leistungsspektrum zu erweitern. Die Transaktion dürfte einen erheblichen Mehrwert schaffen, unterstützt durch attraktive Wachstums- und Rentabilitätsaussichten.“
Auch aus regionaler Perspektive unterstreicht Spie die Bedeutung des Zukaufs. Markus Holzke, Geschäftsführer/CEO von Spie Germany Switzerland Austria, erklärt: „Wir freuen uns sehr, mit ROFA die Entwicklung unserer Aktivitäten in den Industrieservices voranzutreiben. Die Verstärkung mit ROFA ermöglicht es SPIE, in industrielle Automatisierungs- und Intralogistiklösungen zu expandieren und damit deutlich in der Wertschöpfungskette aufzusteigen. Wir freuen uns, das Managementteam sowie seine hochqualifizierten Mitarbeitenden bei SPIE willkommen zu heißen und gemeinsam die Entwicklung des Geschäfts weiter zu beschleunigen.“
Gemeinsame Perspektive in Technologie und Kultur
Auch Rofa sieht in der Integration in die Spie-Gruppe einen strategischen Hebel. Andreas Bauer, CEO von Rofa, ordnet den Schritt ein: „ROFA hat sich in den vergangenen Jahren als einer der führenden Anbieter für industrielle Automatisierungslösungen etabliert und unterstützt Kunden weltweit bei der Realisierung effizienter und intelligenter Produktions- und Logistiksysteme. Als Teil von SPIE können wir diese Position weiter ausbauen und stärken. SPIE und ROFA passen in Technologie, Kultur und Ambition ideal zusammen – wir freuen uns darauf, dieses nächste Kapitel gemeinsam zu gestalten.“
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Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2026 erwartet. Voraussetzung ist die Zustimmung der Kartellbehörden. Spie wird rund 99 Prozent der Anteile übernehmen, während etwa ein Prozent beim Managementteam verbleibt, das das operative Geschäft weiterhin verantworten wird.
Mit Material von Spie
FAQ zur Übernahme von Rofa Industrial Automation durch Spie
Was bedeutet die Übernahme von Rofa Industrial Automation für Spie? – Spie erweitert sein Portfolio im Bereich Industrieautomation, Fördersysteme und Intralogistik und stärkt seine Position im deutschen Markt.
Welche Kennzahlen weist Rofa Industrial Automation auf? – Das Unternehmen erzielte 2025 rund 430 Millionen Euro Umsatz, beschäftigt mehr als 1.200 Mitarbeitende und erreicht eine EBITA-Marge im hohen einstelligen Bereich.
Welche Leistungen bietet Rofa Industrial Automation an? – Das Spektrum reicht von Beratung über Software- und Hardware-Entwicklung bis zu Fertigung, Inbetriebnahme sowie Service- und Supportleistungen.
Wann soll die Transaktion abgeschlossen werden? – Der Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.