Satellitenhardware aus Europa

Satellitenhardware: Schaeffler kooperiert mit Spire

Satellitenhardware rückt bei Schaeffler in den Fokus: Gemeinsam mit Spire soll ein europäisches Geschäftsfeld für Raumfahrthardware und Missionen entstehen.

Schaeffler und Spire Global kooperieren beim Aufbau einer eigenständigen europäischen Raumfahrtinfrastruktur.

Summary: Schaeffler und Spire haben eine Absichtserklärung zur Entwicklung von Satellitenhardware, Plattformen sowie Hochfrequenz- und Umweltsensorik unterzeichnet. Die Zusammenarbeit soll bis Ende des Jahrzehnts in Deutschland industrialisierte Raumfahrtlösungen für Europa ermöglichen. Ziel sind skalierbare Anwendungen für Verteidigung, Wetter, zivile Sicherheit und kritische Infrastruktur.

Schaeffler und Spire Global haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um Subsysteme für Raumfahrthardware, Satellitenplattformen sowie fortschrittliche Hochfrequenz- und Umweltsensorik zu entwickeln.

Die Partnerschaft kombiniert das Präzisionstechnik- und Fertigungs-Know-how von Schaeffler mit der Expertise von Spire bei Satellitenplattformen sowie dessen Erfahrungen in der Luft- und Raumfahrt. Ziel ist ein neuer Standard für die europäische Raumfahrtindustrie. Die Unternehmen beabsichtigen, bis zum Ende dieses Jahrzehnts ein eigenständiges europäisches Geschäftsfeld für Hardware und Missionen im Raumfahrtbereich aufzubauen. Dieses soll in Deutschland industrialisiert, im Orbit erprobt und in großem Maßstab für Missionen nutzbar sein.

Satellitenbusse: Schaeffler und Spire skalieren kritische Lieferketten

Im Fokus stehen Anwendungen in Verteidigung, Wetter, ziviler Sicherheit und kritischer Infrastruktur. Die Zusammenarbeit soll zunächst Lieferketten für kritische Subsysteme von Satelliten sichern und skalieren. Parallel prüfen Schaeffler und Spire Wege zur Industrialisierung von Satellitenbussen für eigenständige Konstellationsprogramme. Schaeffler soll dabei die Skalierung der Präzisionsfertigung führen, während Spire Plattformarchitektur, Bordsoftware und operatives Know-how einbringt.

Satellitenhardware als strategisches Wachstumsfeld

Schaeffler hat Raumfahrt und Verteidigung im Rahmen seiner „Strategic Ambition 2035“ als strategische Wachstumsfelder definiert. In die Partnerschaft bringt das Unternehmen jahrzehntelange Erfahrung aus Automobil- und Industriegeschäft, Fertigungsexzellenz sowie etablierte Beziehungen zu europäischen Rüstungskunden und staatlichen Auftraggebern ein. Spire wiederum hat seit 2013 mehr als 240 Satelliten im Rahmen von über 40 Raketenstarts entwickelt, gebaut und ins All gebracht. Das Unternehmen verfügt derzeit über Kapazitäten zur Fertigung von 300 bis 400 Satelliten pro Jahr an Standorten in den Vereinigten Staaten und Europa.

Europäische Raumfahrtindustrie: Schaeffler und Spire
mit gemeinsamer Vision

„Mit Schaeffler verbindet uns eine langfristige Vision für eine eigenständige europäische Raumfahrtindustrie, die in Europa selbst entwickelt, aufgebaut und betrieben wird“, betonte Theresa Condor, CEO von Spire Global. „Dies ist ein bedeutender Schritt hin zu einem Weg für kritische Dual-Use-Missionen und einer eigenständigeren, verlässlichen europäischen Industriebasis, mit der sich Geschwindigkeit und Größenordnung erreichen lassen, die moderne Missionen in der Raumfahrt erfordern.“

Schaeffler will Einstieg in
New Space beschleunigen

Für Schaeffler soll die Kooperation den Einstieg in den Raumfahrtsektor beschleunigen. Spire festigt damit sein Engagement in Deutschland. Im Mai 2025 eröffnete Spire eine Produktionsstätte für Satelliten in München. Auf dieser Grundlage baut das Unternehmen durch die Zusammenarbeit mit Schaeffler seine europäische Produktionspräsenz aus. „Als Motion Technology Company ist Schaeffler ideal positioniert, um in den New-Space-Bereich einzusteigen. Wir erkennen eine starke industrielle Logik im Kern dieser Kooperation“, erläuterte Klaus Rosenfeld, CEO von Schaeffler.

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Schaeffler bringt weltraumtaugliche Hardware in den industriellen Maßstab

Klaus Rosenfeld führte weiter aus: „Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Präzisionsfertigung, in Motor- und Lagertechnologien sowie unseren Kompetenzen in der Leistungselektronik bietet Schaeffler der wachsenden europäischen Satellitenindustrie genau das, was sie an weltraumtauglicher Hardware im industriellen Maßstab benötigt. Dank unserer industriellen Kompetenzen kann Schaeffler mit Spire als Partner für Raumfahrt-Know-how und als Mission-Enabler einen vergleichbaren Kurs auf dem europäischen Markt einschlagen.“ Zudem erhält Spire über die Kooperation Zugang zu nationalen Rüstungskunden und staatlichen Auftraggebern auf dem europäischen Kontinent.

Quelle: Schaeffler

FAQ zur Satellitenhardware von Schaeffler und Spire

1. Was umfasst die Satellitenhardware-Kooperation von Schaeffler und Spire?

Geplant sind Subsysteme für Raumfahrthardware, Satellitenplattformen sowie Hochfrequenz- und Umweltsensorik.

2. Warum ist Satellitenhardware für Schaeffler relevant?

Schaeffler hat Raumfahrt und Verteidigung als strategische Wachstumsfelder definiert.

3. Wo soll die Satellitenhardware industrialisiert werden? 

Die geplanten Lösungen sollen in Deutschland industrialisiert und im Orbit erprobt werden.

4. Welche Anwendungen soll die Satellitenhardware unterstützen? 

Vorgesehen sind Missionen in Verteidigung, Wetter, ziviler Sicherheit und kritischer Infrastruktur.

5. Wie stärkt Satellitenhardware die europäische Raumfahrtindustrie?

Die Kooperation soll ein eigenständiges europäisches Geschäftsfeld für Raumfahrthardware und Missionen unterstützen.

6. Welche Rolle spielt Schaeffler bei der Satellitenhardware? 

Schaeffler soll seine Kompetenzen in Präzisionsfertigung, Motor- und Lagertechnologien sowie Leistungselektronik einbringen.

7. Welche Rolle spielt Spire bei der Satellitenhardware? 

Spire steuert Plattformarchitektur, Bordsoftware, operatives Know-how und Erfahrung aus mehr als 240 Satelliten bei.