Jenoptik verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 ein deutliches Auftrags- und Ergebnisplus. Besonders die OEM-Geschäfte treiben die Nachfrage. Auch das Halbleiterausrüstungsgeschäft legt zu.
Jenoptik meldet für das erste Halbjahr 2026 ein deutliches Plus bei Auftragseingang und Ergebnis. Besonders die Geschäfte mit der Halbleiterausrüstungsindustrie tragen zur Entwicklung bei.Jenoptik AG
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Summary: Jenoptik steigert im ersten Halbjahr 2026 den Auftragseingang um 53 % auf 723,4 Mio. EUR und das EBITDA um 25,5 % auf 98,9 Mio. EUR. Der Umsatz wächst um 1 % auf 503,2 Mio. EUR. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun Umsatzwachstum und EBITDA-Marge in der oberen Hälfte der bisherigen Prognosespannen.
Der Photonik-Konzern Jenoptik hat im ersten Halbjahr 2026 bei Auftragseingang und Ergebnis deutlich zugelegt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 % von 498,4 Mio. EUR auf 503,2 Mio. EUR, wie das Unternehmen mitteilt.
Stärker entwickelte sich die Profitabilität. Das EBITDA verbesserte sich um 25,5 % von 78,8 Mio. EUR auf 98,9 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge erhöhte sich von 15,8 % auf 19,7 %. Positiv wirkten sich nach Angaben von Jenoptik unter anderem die bessere Auslastung bei Semiconductor & Advanced Manufacturing, 2025 eingeleitete Kostensenkungsmaßnahmen und ein veränderter Produktmix aus.
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Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte 39,7 Mio. EUR nach 25,3 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,42 EUR auf 0,69 EUR.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Neugeschäft. Der Auftragseingang legte im ersten Halbjahr um 53 % von 472,7 Mio. EUR auf 723,4 Mio. EUR zu. Ausschlaggebend waren laut Unternehmen insbesondere die OEM-Geschäfte.
„Wir haben im 1. Halbjahr eine besonders starke Nachfrage vor allem in unseren OEM-Geschäften gesehen, die auf die Bereiche Halbleiterausrüstung und Medizintechnik & Life Science sowie Verteidigung ausgerichtet sind. Da diese Entwicklung zum Teil durch einige Großaufträge getragen war, wird sich diese sehr hohe Dynamik voraussichtlich im 2. Halbjahr so nicht fortsetzen“, sagt Dr. Ralf Kuschnereit, Chief Technology Officer und Chief Operating Officer der JENOPTIK AG.
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Die Book-to-Bill-Rate erreichte 1,44 nach 0,95 im Vorjahreszeitraum. Der Auftragsbestand erhöhte sich von 590,8 Mio. EUR zum Jahresende 2025 auf 824,8 Mio. EUR.
Welche Bereiche treiben das Wachstum bei Jenoptik?
Ein wichtiger Treiber ist Semiconductor & Advanced Manufacturing. Die strategische Business Unit steigerte ihren Umsatz um 10,2 % auf 230,4 Mio. EUR. Jenoptik führt dies auf ein stärkeres Geschäft im Lithografie- und Inspektionsbereich der Halbleiterausrüstungsindustrie zurück.
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Noch deutlicher fiel das Plus beim Auftragseingang aus: Dieser stieg in der Business Unit um 85,3 %. Dabei wirkte sich auch ein bereits im ersten Quartal gemeldeter Großauftrag aus.
Biophotonics erzielte 113,9 Mio. EUR Umsatz und damit 4,5 % weniger als im Vorjahr. Höhere Umsätze im Verteidigungsbereich konnten den erwarteten Rückgang gegenüber dem sehr starken Vorjahresgeschäft in der Medizintechnik nicht ausgleichen. Beim Auftragseingang verbuchte die Einheit dagegen ein Plus von 44,9 %. Darin enthalten ist ein mehrjähriger Medizintechnik-Großauftrag im niedrigen zweistelligen Mio.-EUR-Bereich.
Automobilindustrie belastet Messtechnikgeschäft
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Unterschiedlich entwickelten sich auch die weiteren Geschäftsbereiche. Metrology & Production Solutions erreichte einen Umsatz von 79,7 Mio. EUR nach 92 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Als einen Grund nennt Jenoptik die weiterhin schwierige Marktsituation in der Automobilindustrie.
Smart Mobility Solutions steigerte den Umsatz dagegen aufgrund eines guten Geschäftsverlaufs in fast allen Regionen um 10,7 % auf 68,3 Mio. EUR.
Die Investitionen lagen im ersten Halbjahr mit 19,7 Mio. EUR noch deutlich unter dem Vorjahreswert von 32,6 Mio. EUR. Investiert wurde vor allem in technische Anlagen und Maschinen.
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Wie sieht die Jenoptik-Prognose für 2026 aus?
Nach dem ersten Halbjahr präzisiert Jenoptik seine Prognose für das Gesamtjahr. Der Vorstand erwartet beim Umsatz nun ein Wachstum in der oberen Hälfte der bisherigen Prognosespanne. Bislang war ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Jahresumsatz 2025 von 1.046 Mio. EUR prognostiziert worden.
Auch bei der Profitabilität konkretisiert Jenoptik die Erwartungen. Die EBITDA-Marge soll zwischen 20 % und 21 % und damit in der oberen Hälfte der bisher genannten Spanne von 19 % bis 21 % liegen.
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„Ungeachtet dessen erwarten wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2026 und haben dementsprechend unsere Prognose in der oberen Hälfte der bisherigen Bandbreite präzisiert“, sagt Finanzvorstand Dr. Prisca Havranek-Kosicek.
Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern.
Jenoptik will Optikkapazitäten in Jena ausbauen
Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand damit, dass die Investitionen leicht unter dem Vorjahresniveau von 77,4 Mio. EUR bleiben. Insbesondere am Standort Jena soll die Kapazität für Optiken ausgebaut werden.
Finanziell sieht sich der Konzern weiterhin solide aufgestellt. Der Free Cashflow vor Zinsen und Steuern erhöhte sich auf 47,2 Mio. EUR nach 43,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote lag bei 58,4 %, die Nettoverschuldung bei 307,5 Mio. EUR.
mit Material von Jenoptik
Im Fokus: Jenoptik
• Wie hoch ist der Auftragseingang bei Jenoptik? – Im ersten Halbjahr 2026 erreichte der Auftragseingang 723,4 Mio. EUR. Das entspricht einem Plus von 53 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
• Wie hat sich das Ergebnis von Jenoptik entwickelt? – Das EBITDA stieg um 25,5 % auf 98,9 Mio. EUR, die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 19,7 %.
• Welche Bereiche treiben das Geschäft von Jenoptik? – Eine hohe Nachfrage verzeichnet Jenoptik insbesondere in den OEM-Geschäften. Semiconductor & Advanced Manufacturing profitierte vom Lithografie- und Inspektionsgeschäft.
• Welche Prognose gibt Jenoptik für 2026? – Der Vorstand erwartet das Umsatzwachstum in der oberen Hälfte der bisherigen Prognosespanne und eine EBITDA-Marge zwischen 20 % und 21 %.
• Wo investiert Jenoptik in zusätzliche Kapazitäten? – Insbesondere am Standort Jena soll die Kapazität für Optiken ausgebaut werden.