Google treibt die Idee von Rechenzentren im All voran. Vier KI-Chips sollen im Orbit zeigen, wie Prozessoren, Elektronik und ein neues Kühlsystem mit den Bedingungen im Weltraum zurechtkommen.
Rechenzentren im All sind bislang Zukunftsmusik. Google testet nun erstmals KI-Chips unter realen Bedingungen im Weltraum. Das Schmuckbild zeigt eine mögliche Darstellung weltraumgestützter Infrastruktur.dimazel - stock.adobe.com (mit Material der Nasa)
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Google schickt vier KI-Chips in die Umlaufbahn, um die technische Machbarkeit von Rechenzentren im All zu untersuchen.
Der Satellit soll kommende Woche mit einer SpaceX-Rakete starten.
Im Fokus stehen Belastungen durch Start, Strahlung und die Kühlung der Hardware im Vakuum.
Zusätzlich gilt die Übertragung großer Datenmengen zwischen schnell bewegten Rechenzentren-Satelliten als Herausforderung.
Warum Google Rechenzentren im All testet
Google macht einen ersten Schritt, um die Machbarkeit von Rechenzentren im All zu untersuchen. Der Internet-Konzern will vier seiner KI-Chips in die Umlaufbahn schicken. Dort soll getestet werden, wie gut die Prozessoren mit den besonderen Belastungen im Weltraum zurechtkommen.
Schon der Start stellt die Hardware vor Herausforderungen. Die Prozessoren werden dabei Erschütterungen und einem Vielfachen der Erdanziehungskraft ausgesetzt, wie Google in einem Blogeintrag erläutert. Bei Vibrationstests auf der Erde hätten die Chips diesen Belastungen standgehalten.
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Der Satellit mit den Google-Chips soll kommende Woche starten. Er wird laut der Meldung als einer von vielen Satelliten mit einer Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk ins All gebracht.
Wie widerstandsfähig sind die KI-Chips gegen Strahlung?
Eine weitere technische Herausforderung für Rechenzentren im All ist die starke Strahlung außerhalb der Erdatmosphäre. Sie kann Elektronik beschädigen. Um ihre Auswirkungen zu simulieren, wurden die TPU-Chips (Tensor Processing Unit) im Labor mit einem Protonen-Strahl beschossen.
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Nach diesen Versuchen sei Google überzeugt, dass die Technik einen geplanten fünfjährigen Einsatz in Weltraum-Rechenzentren überstehen könne. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf die Grenzen von Labortests: "Aber einige Dinge können nur im All getestet werden."
Der geplante Einsatz im Orbit soll deshalb Erkenntnisse liefern, die sich unter irdischen Testbedingungen nicht gewinnen lassen.
Rechenzentren im All und die Energieversorgung
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Auch SpaceX beschäftigt sich mit Rechenzentren in der Umlaufbahn. Musk kündigt immer wieder an, mit seinem Raumfahrtunternehmen entsprechende Anlagen aufbauen zu wollen. Er verweist dabei vor allem auf die Möglichkeit, im All große Mengen Solarstrom für deren Betrieb zu erzeugen.
Gleichzeitig stößt der Ausbau immer größerer Rechenzentren für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz vor allem in den USA auf zunehmenden Widerstand. Die Verlagerung entsprechender Infrastruktur in den Weltraum wird von Musk als mögliche Lösung ins Spiel gebracht.
Google betont allerdings, dass bei Rechenzentren im All noch zahlreiche Fragen offen sind.
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Wie funktioniert die Kühlung von Rechenzentren im All?
Zu den zentralen technischen Problemen gehört die Kühlung. Rechenzentren erzeugen im Betrieb große Mengen Wärme. Die niedrigen Temperaturen im Weltraum lösen dieses Problem nicht automatisch.
Im Vakuum fehlt ein Luftstrom, über den Wärme abgeführt werden könnte. Deshalb muss die entstehende Hitze über Kühlelemente abgegeben werden. Das erfordert einen anderen Ansatz als bei Rechenzentren auf der Erde.
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Wie Google erklärt, soll der bevorstehende Test unter anderem zeigen, wie das neu entwickelte Kühlsystem unter realen Bedingungen im Weltraum funktioniert.
Neben Strahlung, mechanischen Belastungen und Kühlung stellt auch die Kommunikation zwischen möglichen Rechenzentren-Satelliten eine technische Aufgabe dar.
Große Datenmengen müssten zwischen einzelnen Satelliten übertragen werden, während diese sich mit hoher Geschwindigkeit bewegen. Damit gehört die Datenübertragung zu den offenen Punkten, die bei der Entwicklung von Rechenzentren im All gelöst werden müssen.
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mit Material der dpa
Was Sie zum Thema Rechenzentren im All wissen müssen
Warum testet Google Rechenzentren im All? – Google will untersuchen, ob KI-Chips und weitere Technik den Bedingungen im Weltraum standhalten und entsprechende Rechenzentren technisch machbar sind.
Welche KI-Chips nutzt Google für Rechenzentren im All? – Für den Test schickt Google vier TPU-Chips (Tensor Processing Unit) in die Umlaufbahn.
Welche Herausforderungen haben Rechenzentren im All? – Genannt werden Belastungen beim Raketenstart, Strahlung, die Kühlung im Vakuum und die Übertragung großer Datenmengen zwischen Satelliten.
Wie werden Rechenzentren im All gekühlt? – Die Wärme muss über Kühlelemente abgeführt werden, da im Vakuum kein Luftstrom für die Kühlung zur Verfügung steht.
Wann startet Googles Test für Rechenzentren im All? – Der Satellit mit den vier Google-Chips soll laut der Meldung kommende Woche mit einer SpaceX-Rakete starten.