Thyssenkrupp-Umbau nimmt Fahrt auf

Thyssenkrupp: Umbau zeigt operative Fortschritte

Der Thyssenkrupp-Umbau macht Fortschritte: Im dritten Quartal steigen Umsatz und bereinigtes Ebit. Gleichzeitig treibt der Industriekonzern die Neuaufstellung seiner Geschäfte weiter voran.

Wie kommt der Thyssenkrupp-Umbau voran? Höhere Ergebnisse, Fortschritte bei Steel Europe und TK Accelis sowie eine angehobene Prognose.

Umbau bei Thyssenkrupp - Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Thyssenkrupp hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessert und die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst.

  • Effizienzmaßnahmen, Steel Europe, TK Accelis und höhere Gewinnbeiträge von TKMS prägen den laufenden Umbau zur Finanzholding.


Thyssenkrupp hat seine Ergebnisse im dritten Quartal trotz eines verhaltenen Marktumfelds verbessert. Dabei profitierte der Industriekonzern insbesondere von seinem laufenden Effizienzprogramm. Dieses ließ die Ergebnisse in der Stahlsparte sowie beim vor der Abspaltung stehenden Materialhandelsgeschäft TK Accelis steigen.

Auch der Marineschiffbauer TKMS lieferte höhere Gewinnbeiträge. Schwächer entwickelte sich hingegen der Automotive-Bereich, wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorgeht.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich in den drei Monaten bis Ende Juni um 18 % auf 183 Mio. EUR. Analysten hatten allerdings mit einer stärkeren Verbesserung gerechnet.

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Thyssenkrupp kehrt nach Steuern in die Gewinnzone zurück

Nach Steuern verdiente Thyssenkrupp 34 Mio. EUR. Im entsprechenden Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 255 Mio. EUR angefallen.

Dabei profitierte das Unternehmen von einem positiven bilanziellen Effekt in Höhe von 131 Mio. EUR. Dieser steht im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile am Stahlhersteller HKM an Salzgitter. Nach Anteilen Dritter schrieb Thyssenkrupp eine schwarze Null.

Beim Umsatz verzeichnete der Industriekonzern ebenfalls einen Zuwachs. Die Erlöse verbesserten sich um 8 % auf rund 8,8 Mrd. EUR. Der Materialhandel profitierte dabei von steigenden Mengen und Preisen.

Warum setzt Thyssenkrupp den Konzernumbau fort?

„Thyssenkrupp gewinnt weiter an operativer Stärke und an strategischer Klarheit“, kommentierte Konzernchef Miguel López die Entwicklung.

Der Industriekonzern befindet sich derzeit in einem weitreichenden Umbau. Perspektivisch soll Thyssenkrupp zu einer reinen Finanzholding werden. Mehrere Geschäftsbereiche befinden sich deshalb in einer strategischen Neuordnung.

„Die geplante Börsennotierung von TK Accelis, die Fortschritte bei der Neuaufstellung von Steel Europe und die starke Position von TKMS zeigen, dass unser Zukunftsmodell nicht nur Gestalt annimmt, sondern auch trägt“, zeigt sich der Manager überzeugt.

Ergebnisprognose wird nach oben eingegrenzt

Für das laufende Geschäftsjahr hat Thyssenkrupp seine Ergebnisprognose nach oben eingegrenzt. Beim bereinigten Ebit hob der Konzern das untere Ende der bisherigen Spanne um 100 Mio. EUR an. Erwartet werden nun 600 bis 900 Mio. EUR.

Analysten rechnen bereits mit einem bereinigten Ebit von 833 Mio. EUR. Auch beim Konzernverlust fällt die Prognose günstiger aus. Dieser soll nun höchstens 700 Mio. EUR betragen, nachdem zuvor mit bis zu 800 Mio. EUR gerechnet worden war.

Wie entwickelt sich der Umsatz beim Thyssenkrupp-Umbau?

Beim Umsatz fällt der Ausblick dagegen zurückhaltender aus. Thyssenkrupp erwartet im besten Fall ein Minus von 1 %. Zuvor hatte der Industriekonzern noch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau gerechnet.

Damit gehen die operativen Verbesserungen und die Fortschritte beim Thyssenkrupp-Umbau mit einem weiterhin verhaltenen Marktumfeld einher. Gleichzeitig werden die geplante Börsennotierung von TK Accelis, die Neuaufstellung von Steel Europe und die Entwicklung von TKMS weiter vorangetrieben.

Mit Material von dpa.

Fragen & Antworten zur aktuellen Lage bei Thyssenkrupp

Wie hat sich das Ergebnis beim Thyssenkrupp-Umbau entwickelt?

Das bereinigte Ebit stieg im dritten Quartal um 18 % auf 183 Mio. EUR. Nach Steuern erzielte Thyssenkrupp einen Gewinn von 34 Mio. EUR.

Welche Rolle spielt TK Accelis beim Thyssenkrupp-Umbau?

Das Materialhandelsgeschäft profitierte von steigenden Mengen und Preisen. Für TK Accelis ist eine Börsennotierung geplant.

Welche Bedeutung hat Steel Europe für den Thyssenkrupp-Umbau?

Die Neuaufstellung von Steel Europe gehört zu den zentralen Bausteinen des Konzernumbaus. Das laufende Effizienzprogramm verbesserte die Ergebnisse der Stahlsparte.

Wie wirkt sich TKMS auf den Thyssenkrupp-Umbau aus?

TKMS lieferte im dritten Quartal höhere Gewinnbeiträge. Konzernchef Miguel López verweist zudem auf die starke Position des Marineschiffbauers.

Welche Prognose gibt Thyssenkrupp für den Thyssenkrupp-Umbau?

Für das bereinigte Ebit erwartet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr 600 bis 900 Mio. EUR. Der Konzernverlust soll höchstens 700 Mio. EUR betragen.