Sicherheitsdienstleister unter Konjunkturdruck

Sicherheitsdienstleister wachsen nur um 4,6 Prozent

Die führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland wachsen 2025 schwächer. Trotz Konjunkturflaute erwartet die Branche durch Kritis neue Nachfrage.

Sicherheitsdienstleister wachsen 2025 langsamer. Die Top 25 legen um 4,6 Prozent zu, erwarten durch Kritis aber neue Impulse.

Summary: Die 25 führenden Sicherheitsdienstleister steigerten ihren Umsatz 2025 im Mittel
um 4,6 Prozent. Gemeinsam erzielen sie 5.628,1 Millionen Euro und beschäftigen 97.400 Mitarbeitende. Bis 2030 erwartet die Branche jährlich 6,7 bis 7,6 Prozent Wachstum, unter anderem durch die Kritis-Regulatorik.

Die 25 umsatzstärksten Sicherheitsdienstleister in Deutschland haben ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 durchschnittlich um 4,6 Prozent gesteigert. Damit bleibt die Entwicklung unter dem Vorjahreswert. Die schwache Konjunktur ist somit auch im Sicherheitsdienstleistungsmarkt angekommen.

Zusammen erwirtschafteten die Unternehmen einen sicherheitsrelevanten Umsatz von 5.628,1 Millionen Euro. Das entspricht rund 40 Prozent des Marktvolumens ohne Geld- und Wertlogistik. Im Sicherheitssegment beschäftigen sie 97.400 Mitarbeitende und damit rund ein Drittel aller Beschäftigten der deutschen Sicherheitswirtschaft. Die Zahlen stammen aus der neuen Lünendonk-Studie „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland“, die im September 2026 erscheint.

Securitas bleibt mit Abstand Marktführer

Securitas führt das Ranking mit 1.239,1 Millionen Euro Umsatz und einem Plus von 2,4 Prozent an. Als einziges Unternehmen überschreitet der Sicherheitsdienstleister die Milliardenmarke und bildet knapp neun Prozent des deutschen Marktes ab.
Auf Rang zwei folgt die Kötter Unternehmensgruppe. Der Umsatz mit Sicherheitsdienstleistungen stieg um 8,6 Prozent
auf 659,0 Millionen Euro. Die Kieler Wach- und Sicherheitsgesellschaft erreicht einschließlich Sicherheit Nord geschätzte 558,0 Millionen Euro und Rang drei.

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Wisag knackt 300-Millionen-Euro-Marke

Dahinter folgen die Niedersächsische Wach- und Schließgesellschaft mit VSU sowie Wisag. Wisag überschritt mit 310,4 Millionen Euro erstmals die Marke von 300 Millionen Euro. Pond kam auf 292,2 Millionen
Euro. Klüh, Piepenbrock, W.I.S. und Apleona komplettieren die Top 10. Apleona erzielte mit einem Plus von 20,6 Prozent einen Umsatz von 145,9 Millionen Euro.

Wo verschieben sich die Positionen?

Im Mittelfeld liegen die Unternehmen eng beieinander. ICTS Germany bleibt mit 136,5 Millionen Euro auf Rang elf. Stölting folgt mit 135,0 Millionen Euro, Dussmann mit 124,0 Millionen Euro. Die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft erreicht 118,6 Millionen Euro, Siba geschätzte 117,0 Millionen Euro. All Service verbessert sich mit einem Wachstum von 13,0 Prozent auf 87,0 Millionen Euro von Rang 21 auf Position 17. Secura protect verzeichnet mit 24,2 Prozent das stärkste Wachstum der Top 25 und erreicht 78,4 Millionen Euro. Ardor schließt das Ranking nach einem Rückgang von 6,5 Prozent mit 65,7 Millionen Euro ab.

Kritis-Regulatorik stärkt Wachstumsperspektiven

Sechs der 25 führenden Unternehmen verzeichneten 2025 einen Umsatzrückgang. Dennoch erwarten die Dienstleister bis 2030 ein jährliches Wachstum zwischen 6,7 und 7,6 Prozent. Zusätzliche Impulse sollen steigende Anforderungen an Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen liefern. „Im Zuge des Kritis-Dachgesetzes steigen nicht nur die Anforderungen an die Sicherheit und Resilienz kritischer Infrastrukturen, sondern auch der Kreis der Unternehmen, die eine Resilienzstrategie entwickeln müssen, hat sich deutlich erweitert“, kommentiert Stefan Schubert, Consultant bei Lünendonk & Hossenfelder. 

Technologieintegration stärkt die Kritis-Resilienz

„Technologiegestützte integrierte Sicherheitsstrategien werden zu einem wichtigen Baustein der Resilienzstrategie kritischer Infrastrukturen. Sicherheitsdienstleister übernehmen dabei die Rolle eines Partners für Beratung, Technologieintegration und operative Umsetzung“, betont Stefan Schubert.

Quelle: Mit Material von Lünendonk & Hossenfelder

FAQ zu Sicherheitsdienstleistern

1. Wie stark sind Sicherheitsdienstleister 2025 gewachsen? 

Die Top 25 steigerten ihren Umsatz im Durchschnitt um 4,6 Prozent.

2. Welcher Sicherheitsdienstleister führt das Ranking an?

Securitas liegt mit 1.239,1 Millionen Euro Umsatz auf Rang eins.

3. Wie groß ist der Marktanteil der führenden Sicherheitsdienstleister?

Die Top 25 repräsentieren rund 40 Prozent des Marktvolumens ohne Geld- und Wertlogistik.

4. Welche Rolle spielt Kritis für Sicherheitsdienstleister?

Die Regulierung erhöht die Anforderungen an Sicherheit, Resilienz und integrierte Sicherheitsstrategien.

5. Welche Prognose gilt für Sicherheitsdienstleister bis 2030?

Erwartet wird ein jährliches Umsatzwachstum zwischen 6,7 und 7,6 Prozent.