TGA-Fachplanung wird zum Schlüssel für flexible Fertigung: Im neuen SEW-Eurodrive-Werk in Graben-Neudorf verantwortete die big.bechthold-Gruppe zentrale Infrastruktur der Smart Factory.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
big. engineering services verantwortet die TGA-Fachplanung für die „Fabrik des Jahres“ der SEW-Eurodrive für die neue „Halle Nord“ am Standort Graben.SEW-Eurodrive
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Summary: Die big. bechtold-gruppe aus Karlsruhe übernahm die elektrotechnische Infrastruktur für die neue „Halle Nord“ von SEW-Eurodrive in Graben-Neudorf. Das Werk wurde im März bei „Fabrik des Jahres“ im Bereich „Hervorragende Serienfertigung“ ausgezeichnet. Die TGA-Fachplanung soll Versorgungssicherheit, Flexibilität, Gebäudeautomation und eine hohe Verfügbarkeit der Fertigung unterstützen.
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Warum TGA-Fachplanung für flexible Fertigung wichtiger
wird
Produktionsumgebungen werden flexibler, komplexer und
zugleich empfindlicher gegenüber Unterbrechungen. Damit steigt auch der
Anspruch an die technische Gebäudeausrüstung. Wie anspruchsvoll solche Projekte
im industriellen Umfeld werden können, zeigt die neue „Halle Nord“ von
SEW-Eurodrive am Standort Graben-Neudorf. Dort fertigt das Unternehmen Wellen und Verzahnteile. Im
März wurde das Werk beim Wettbewerb „Fabrik des Jahres“ im Bereich
„Hervorragende Serienfertigung“ ausgezeichnet. Ein zentraler Baustein der
modernen Industriehalle ist die elektrotechnische Infrastruktur für Stark- und
Schwachstromtechnik der flexiblen Smart Factory. Verantwortlich dafür war die big. bechtold-gruppe mit
Sitz im benachbarten Karlsruhe. Das Unternehmen übernahm außerdem
Kommunikationsschnittstellen in der Fördertechnik, Teile der Gebäudeautomation
sowie die Photovoltaikanlage.
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TGA-Fachplanung von der Planung bis zur Bauüberwachung
Die Engineering-Dienstleister begleiteten das Projekt
über alle Leistungsphasen hinweg. Dazu gehörten die Planung ebenso wie die
Überwachung der Bauausführung. Der Neubau in Graben-Neudorf umfasst nicht nur die
Produktionshalle. Zum Werk gehören außerdem ein Hochregallager, eine Härterei,
ein Bürogebäude und verschiedene Technikbauten. Entsprechend breit war der
Umfang der technischen Gebäudeausrüstung ausgelegt. Im gesamten Neubau wurden mehr als 700 km Stromleitungen
verlegt. Das entspricht etwa der Distanz von Hamburg bis zum Bodensee. Hinzu
kamen Planung und Verlegung von 10 km Hochstromschienen.
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Wie wird die Versorgungssicherheit im SEW-Werk umgesetzt?
Die Energieversorgung der intelligenten Fabrik basiert
auf 15 Transformatoren. Sie stellen eine Leistung von bis zu 24 MW bereit.
Damit bildet die elektrotechnische Infrastruktur eine wesentliche Grundlage für
die Versorgungssicherheit der Produktion. Das Versorgungskonzept ist dabei nicht nur auf Leistung
ausgelegt. Es unterstützt auch die Möglichkeit, flexibel auf Änderungen im
Prozesslayout zu reagieren. Gerade in modernen Serienfertigungen wird diese
Anpassungsfähigkeit zu einem wichtigen Faktor. Eine ausgelegte Energieversorgungs-Infrastruktur soll
zudem die hohe Verfügbarkeit der Netzwerkkommunikation unterstützen. Das ist
relevant für IT-Systeme, Maschinensteuerungen und Gebäudeautomation.
Photovoltaikanlage ergänzt das Energiekonzept
Zur TGA-Fachplanung gehörte auch eine Photovoltaikanlage
mit rund 2,5 MWp. Der erwartete jährliche Ertrag liegt bei 2.250 MWh. Die Anlage trägt zu einer CO2-Reduktion
von mehr als 1.550 Tonnen pro Jahr bei. Das entspräche mehr als acht Millionen
nicht gefahrenen Autokilometern.
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Welche Rolle spielt die Gebäudeautomation in der Smart
Factory?
Die Gebäudeautomation übernimmt im neuen Werk mehrere
Funktionen. Eine SPS steuert unter anderem die helligkeitsabhängige
Lichtregelung. Außerdem werden Jalousien abhängig von Sonneneinstrahlung, Wind
und Temperatur geregelt. Auch für die Instandhaltung ist die Automation relevant.
Anlagenzustände werden auf die Gebäudeautomation aufgeschaltet und
visualisiert. Störungen lassen sich dadurch schneller lokalisieren. Das erleichtert Servicemaßnahmen im laufenden Betrieb.
Die Infrastruktur ist damit auf Skalierbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und hohe
Verfügbarkeit ausgelegt.
SEW-Eurodrive und big. im industriellen Kontext
SEW-Eurodrive hat seinen Stammsitz seit 1931 im
baden-württembergischen Bruchsal nahe Karlsruhe. Das Familienunternehmen zählt
laut Mitteilung zu den global führenden Spezialisten der Antriebs- und
Automatisierungstechnik. Genannt werden rund 22.700 Mitarbeitende, 18
Fertigungswerke und 92 Montagewerke in 57 Ländern. Die big. bechtold-gruppe ist auf Beratung, Planung und
Betrieb von Immobilien und Liegenschaften spezialisiert. Das
Familienunternehmen beschäftigt mehr als 3.000 Mitarbeitende und bündelt 27
Gesellschaften in den Bereichen Engineering, Facility und Security Services. Für die ausgezeichnete „Halle Nord“ von SEW-Eurodrive
lieferte die big. bechtold-gruppe damit einen zentralen Beitrag: eine
skalierbare, wartungsfreundliche und hochverfügbare elektrotechnische
Infrastruktur für eine moderne Serienfertigung.
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FAQ zur TGA-Fachplanung bei SEW
Was umfasst die TGA-Fachplanung im SEW-Werk? – Sie
umfasst die elektrotechnische Infrastruktur für Stark- und Schwachstromtechnik,
Kommunikationsschnittstellen, Teile der Gebäudeautomation und die
Photovoltaikanlage.
Warum ist die TGA-Fachplanung für die Smart Factory
wichtig? – Sie unterstützt Versorgungssicherheit, hohe Verfügbarkeit, flexible
Prozesslayouts und den Betrieb zentraler IT- und Steuerungssysteme.
Welche Rolle spielt die TGA-Fachplanung bei der
Energieversorgung? – Im Werk wurden mehr als 700 km Stromleitungen, 10 km
Hochstromschienen und 15 Transformatoren für bis zu 24 MW umgesetzt.
Wie trägt die TGA-Fachplanung zur Gebäudeautomation
bei? – Eine SPS regelt Licht und Jalousien; Anlagenzustände werden
visualisiert, um Störungen schneller zu lokalisieren.
Welche Auszeichnung erhielt das Werk mit dieser
TGA-Fachplanung? – Die „Halle Nord“ von SEW-Eurodrive wurde bei „Fabrik des
Jahres“ im Bereich „Hervorragende Serienfertigung“ ausgezeichnet.