Industrial Metaverse/Fabrik des Jahres

Das Industrial Metaverse als Zukunftshebel für die Fabrik des Jahres

Ausgezeichnet als GEO-Award-Sieger beim Benchmarkwettbewerb „Fabrik des Jahres“ – und trotzdem oder gerade deswegen auf Zukunftskurs: Jan Niklas Toews von der Jacob Gruppe erklärt, warum Metaverse, digitaler Zwilling und Simulation entscheidend sind, um Produktion, Kundenlösungen und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

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Jan Niklas Toews, Jacob Group: „Der Fabrik-des-Jahres-Award basiert im Wesentlichen auf Dingen, die wir schon geschafft haben". Das Metaverse hingegen sei klar ein Zukunftsthema.

Ausgezeichnet mit dem GEO Award im Rahmen des Wettbewerbs „Fabrik des Jahres“ – und trotzdem auf einem Metaverse-Kongress unterwegs: Für Jan Niklas Toews von der Jacob Gruppe ist das kein Widerspruch, sondern konsequente Strategie. Im Video-Interview erklärt der Produktionsverantwortliche, warum operative Exzellenz allein nicht reicht, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Der Fabrik-des-Jahres-Award basiert im Wesentlichen auf Dingen, die wir schon geschafft haben“, sagt Toews offen. Die Auszeichnung würdige bestehende Leistungsfähigkeit – doch wer auch in Zukunft eine Chance haben wolle, müsse sich frühzeitig mit neuen Technologien auseinandersetzen. „Das Metaverse ist sicherlich eher ein Zukunftsthema.“

Digitaler Zwilling als konkreter Hebel

Für den Hersteller modularer Rohrsysteme ist das Metaverse kein abstraktes Buzzword, sondern ein Werkzeugkasten mit klaren Anwendungsfällen. Toews nennt vor allem zwei Stoßrichtungen: die interne Optimierung der eigenen Produktion und neue Mehrwerte für Kunden.

Intern sieht er Potenzial im digitalen Zwilling – etwa zur Optimierung von Fabriklayout, Materialfluss und Produktdesign. „Wie baue ich meine Fabrik auf? Wie optimiere ich meinen Materialfluss? Wie verbessere ich mein Produkt – von der Wiege bis zur Ware?“ Die virtuelle Simulation ermögliche es, Szenarien frühzeitig durchzuspielen und fundiertere Entscheidungen zu treffen.

Gerade in einem Werk, das sowohl klassische Katalogprodukte als auch hochindividuelle Kundenlösungen fertigt, entsteht dadurch ein zusätzlicher Effizienzhebel.

Zwischen Baukasten und Losgröße 1

Die Jacob Gruppe bewegt sich in einem Spannungsfeld: Einerseits Standardprodukte aus dem Baukastensystem, andererseits kundenspezifische Lösungen bis hin zur Losgröße 1 – und das im selben Werk. „Das ist durchaus immer eine Herausforderung“, so Toews.

Digitale Simulationsumgebungen könnten helfen, diese Komplexität beherrschbarer zu machen. Vor allem bei individuellen Rohrsystemlösungen eröffnen virtuelle Modelle neue Möglichkeiten: Schon vor der realen Umsetzung ließe sich darstellen, wie ein System optimal ausgelegt werden muss. Ziel sei es, schneller, agiler und am Ende auch qualitativ noch besser zu werden.

Damit verschiebt sich der Einsatz digitaler Technologien zunehmend in Richtung Kundenschnittstelle. Das Metaverse wird nicht nur zum internen Effizienztool, sondern zum Vertriebs- und Engineering-Instrument.

Wettbewerbsvorteil durch Vernetzung

Neben technologischen Impulsen hebt Toews einen weiteren Aspekt hervor: den persönlichen Austausch. „Impulse nimmt man ja immer mit, spannender noch ist sogar das Netzwerk“, sagt er mit Blick auf den Kongress. Der Austausch mit Unternehmen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, sei oft ebenso wertvoll wie die Fachvorträge.

Gerade im Kontext von Zukunftstechnologien, deren konkrete Ausprägung noch im Fluss ist, gewinnen Dialog und Erfahrungswerte an Bedeutung. Wer frühzeitig lernt, Best Practices adaptiert und Partnerschaften aufbaut, kann schneller skalieren.

Auszeichnung als Ansporn – nicht als Ziel

Die Botschaft des Interviews ist klar: Eine Auszeichnung wie „Fabrik des Jahres“ markiert keinen Endpunkt, sondern einen Zwischenstand. Operative Exzellenz bildet die Basis. Doch strategische Zukunftsfähigkeit entsteht durch die Bereitschaft, neue Technologien zu testen, Kompetenzen aufzubauen und Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln.

Für Toews ist die Beschäftigung mit Metaverse, Simulation und digitalen Zwillingen daher kein Selbstzweck, sondern Investition in die nächste Wettbewerbsrunde. Oder, wie er es indirekt formuliert: Wer auch morgen noch zu den Besten gehören will, muss heute an übermorgen arbeiten.

Die Fabrik des Jahres 2026

📅 Wann? Der 34. Industriekongress 'Fabrik des Jahres' findet am 18. und 19. März 2026 statt – zwei intensive Tage voller Fachwissen, Best-Practice-Insights und Austausch rund um Produktionstransformation.

📍 Wo? In der Westfalenhalle Dortmund (Rheinlanddamm 200, 44139 Dortmund) – eine der traditionsreichsten Kongress- und Eventlocations mit exzellenter Infrastruktur und zentraler Lage im Industrie-Herz Deutschlands.

🎯 Warum teilnehmen?

✔ Praxisnahe Best Practices Erfahren Sie direkt von den Gewinnern des Fabrik des Jahres-Wettbewerbs, wie sie Exzellenz, Effizienz, Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit im eigenen Werk realisieren – inklusive konkreter Erfolgsrezepte, Tools und Methoden.

✔ Zukunftsthemen im Fokus Top-Vorträge und Keynotes behandeln die drängendsten Themen der Industrie: KI-gestützte Produktionsplanung, End-to-End-Prozesse, resilientere Lieferketten, Circular Economy und geopolitische Herausforderungen für die Produktion.

✔ Networking & Austausch Treffen Sie Entscheider:innen aus Industrie, Maschinen- und Anlagenbau, Forschung und Beratung. Nutzen Sie Pausen, Fachausstellung und Abendveranstaltung, um wertvolle Kontakte zu knüpfen.

✔ Gala & Preisverleihung Ein emotionaler Höhepunkt ist der feierliche Galaabend mit Preisverleihung der Fabrik des Jahres-Awards – inkl. persönlicher Insights von Preisträgern und Branchenpersönlichkeiten.

✔ Startup Challenge & Werkseinblicke Innovative Startups pitchen ihre Lösungen für die Produktion. Optionale Werksführung z. B. bei der Wilo Smart Factory zeigt Erfolgskonzepte live.

📌 Teilnahmevorteile:

  • Zugang zu allen Vorträgen, Workshops und Best Practices

  • Dokumentation der Präsentationen für spätere Nutzung

  • Austausch mit Expert:innen, Entscheider:innen und Innovator:innen

💡 Für wen? Produktionsleiter, Werksplaner, Digitalisierungsverantwortliche, Technik- und IT-Manager, Geschäftsführung und Entscheider, die ihre Produktion zukunftssicher und wettbewerbsfähig aufstellen wollen.

🔗 Mehr Infos & Tickets: Alle Details zu Programm, Teilnahmeoptionen und Anmeldung unter www.fabrik-des-jahres.de.