Elon Musk: SpaceX-Börsengang bringt 75 Milliarden Dollar
Der SpaceX-Börsengang setzt neue Maßstäbe: Elon Musks Raumfahrtunternehmen nimmt 75 Milliarden USD ein und startet mit 1,77 Billionen USD Bewertung an der Börse.
SpaceX, die Weltraumfirma von Tech-Unternehmer Elon Musk schafft den bisher größten Börsengang, der reichste Mensch der Welt wird damit auch zum ersten Billionär.SpaceX
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Summary:
SpaceX geht in New York an die Börse und verkauft 555,6 Millionen Aktien zu je 135 USD. Der Handel beginnt am Freitag, das Unternehmen nimmt 75 Milliarden USD ein. Im Fokus stehen hohe Verluste, Starship-Investitionen, Starlink-Umsätze und Musks Kontrolle über mehr als 80 % der Stimmrechte.
Warum der SpaceX-Börsengang historisch ist
Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat den bisher größten Börsengang perfekt gemacht. Wie aus der Meldung hervorgeht, verkaufte das Unternehmen rund 555,6 Millionen Aktien zu einem Ausgabepreis von 135 USD. Damit nimmt SpaceX insgesamt 75 Milliarden USD ein, umgerechnet 64,8 Milliarden EUR.
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Der Handel mit der Aktie soll am Freitag beginnen. Mit diesem Volumen übertrifft SpaceX den bislang größten Börsengang der saudi-arabischen Ölfirma Aramco, die im Jahr 2019 gut 29 Milliarden USD eingenommen hatte.
SpaceX startet mit einer Bewertung von 1,77 Billionen USD an der Börse. Damit ist das Unternehmen aus dem Stand höher bewertet als etwa der Facebook-Konzern Meta. Für Musk bedeutet das Börsendebüt zugleich einen historischen Vermögenssprung: Gemessen am Wert seiner SpaceX-Aktien und seiner Anteile am Elektroautobauer Tesla wird er zum ersten Menschen mit einem Vermögen von mehr als einer Billion USD – zumindest auf dem Papier.
Die Geschäftszahlen von SpaceX stehen in deutlichem Kontrast zur Börsenbewertung. Die Anleger setzen vor allem auf künftige Erfolge des Unternehmens, während die aktuelle Bilanz hohe Verluste ausweist.
Im vergangenen Jahr verbuchte SpaceX ein Minus von rund 4,94 Milliarden USD bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden USD, umgerechnet gut 16 Milliarden EUR. Auch im ersten Quartal dieses Jahres blieb das Unternehmen tief in den roten Zahlen: Bei rund 4,7 Milliarden USD Umsatz lag der Verlust bei 4,28 Milliarden USD.
Ein wesentlicher Grund dafür sind die hohen Entwicklungskosten für die Großrakete Starship. In das System investierte SpaceX bislang mehr als 15 Milliarden USD. Die Firmenleitung geht davon aus, dass die Rakete nach Abschluss aller Tests im zweiten Halbjahr kommerzielle Flüge absolvieren kann.
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Welche Rolle Starship für SpaceX spielt
Starship gilt als zentrales Technologieprojekt von SpaceX. Die Rakete soll die Kosten für Transporte ins All deutlich senken und damit die Grundlage für künftige Raumfahrt- und Satellitengeschäfte verbessern.
Zudem soll Starship beim Ausbau des Satellitennetzes Starlink eingesetzt werden. Geplant ist, mit der Rakete Starlink-Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen, die Internet aus dem All direkt auf Smartphones nutzbar machen.
Damit verbindet SpaceX zwei strategische Linien: den Aufbau einer leistungsfähigeren Transportinfrastruktur für den Orbit und die Skalierung des eigenen Satelliteninternet-Dienstes. Für Investoren dürfte genau diese Kombination ein wesentlicher Grund sein, trotz hoher Verluste auf künftiges Wachstum zu setzen.
Während Starship noch hohe Entwicklungskosten verursacht, ist Starlink bereits der wichtigste Geldbringer von SpaceX. Im ersten Quartal erzielte der Satelliteninternet-Dienst einen Umsatz von 3,26 Milliarden USD.
Nach den vorliegenden Angaben hat Starlink inzwischen rund 10,3 Millionen Kunden in 164 Ländern. Damit bildet der Dienst die operative Basis für einen erheblichen Teil der aktuellen Erlöse von SpaceX.
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Perspektivisch soll Künstliche Intelligenz eine noch größere Rolle im Geschäftsmodell spielen. Genannt werden dabei auch Rechenzentren im All. Die Idee dahinter: Im Orbit könnte die Sonne große Energiemengen liefern. Skeptiker verweisen jedoch auf erhebliche Aufbaukosten, eine trotz niedriger Temperaturen im All schwierige Kühlung sowie Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne.
Wie Musk die Kontrolle über SpaceX behält
Trotz Börsengang behält Elon Musk die Kontrolle über SpaceX. Nach den vorliegenden Angaben verfügt er auch nach dem IPO über einen Stimmrechtsanteil von mehr als 80 %. Grundlage dafür sind Aktien mit höheren Stimmrechten.
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Damit unterscheidet sich die Kapitalstruktur deutlich von Unternehmen, bei denen der Börsengang zu einer stärkeren Streuung der Kontrolle führt. Bei SpaceX bleibt die strategische Macht weiterhin bei Musk.
Auch die Preisfindung wich vom üblichen Verfahren ab. SpaceX legte den Ausgabepreis von 135 USD vorab selbst fest. Normalerweise nennen Unternehmen zunächst eine Preisspanne und ermitteln den endgültigen Ausgabepreis anschließend auf Basis des Interesses der Investoren.
Für frühe Geldgeber wird der SpaceX-Börsengang zu einem erheblichen Wertzuwachs. Die Investmentfirma Founders Fund von Peter Thiel hält laut dem Finanzdienst Bloomberg einen Anteil von etwa 3 %. Dieser sei für rund 600 Millionen USD erworben worden.
Zum Ausgabepreis ist diese Beteiligung nun mehr als 50 Milliarden USD wert. Auch Sequoia Capital zählt zu den großen Profiteuren: Der Risikofinanzierer habe rund 2 Milliarden USD investiert und halte nun einen Anteil im Wert von mehr als 20 Milliarden USD.
Der Börsengang zeigt damit nicht nur die enorme Bewertungskraft von SpaceX, sondern auch die finanzielle Hebelwirkung früher Technologieinvestitionen. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen operativ gefordert: Starship muss kommerziell tragfähig werden, Starlink weiter wachsen und die hohen Verluste müssen perspektivisch in ein belastbares Geschäftsmodell überführt werden.
• Was macht den SpaceX-Börsengang besonders? – Der SpaceX-Börsengang ist mit 75 Milliarden USD Emissionsvolumen der bislang größte Börsengang.
• Wie hoch ist die Bewertung beim SpaceX-Börsengang? – SpaceX startet mit einer Bewertung von 1,77 Billionen USD an der Börse.
• Welche Rolle spielt Starlink beim SpaceX-Börsengang? – Starlink ist der zentrale Umsatzbringer von SpaceX und erzielte im ersten Quartal 3,26 Milliarden USD Umsatz.
• Warum steht Starship beim SpaceX-Börsengang im Fokus? – Starship verursacht hohe Entwicklungskosten, soll aber künftig die Transportkosten ins All deutlich senken.
• Behält Elon Musk nach dem SpaceX-Börsengang die Kontrolle? – Ja, Musk hält nach dem Börsengang mehr als 80 % der Stimmrechte.