WZL veröffentlicht Leitfaden für Innovationsmanagement
Innovationsmanagement entwickelt sich zur strategischen Kernfähigkeit in der Industrie. Eine neue Studie des WZL der RWTH Aachen zeigt, welche Faktoren Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig und resilient machen.
Innovationsmanagement wird zur strategischen Kernfähigkeit: Digitale Werkzeuge, vorausschauende Planung und die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmensbereiche sollen produzierende Unternehmen wettbewerbsfähiger und resilienter machen.Symbolbild - KI-generiert
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Summary: Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen hat den Ergebnisbericht der Konsortial-Benchmarking-Studie „Driving Innovation“ veröffentlicht. Die Untersuchung identifiziert zwölf Erfolgsfaktoren in den Bereichen Strategie, Methoden und Organisation. Ziel ist es, produzierende Unternehmen dabei zu unterstützen, Innovationsmanagement dauerhaft als strategische Kernfähigkeit zu etablieren und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Warum Innovationsmanagement an Bedeutung gewinnt
Zunehmende wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten, ein intensiver globaler Wettbewerb sowie immer kürzere Innovationszyklen erhöhen den Druck auf die verarbeitende Industrie. Vor diesem Hintergrund hat das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen den Ergebnisbericht der Konsortial-Benchmarking-Studie „Driving Innovation“ veröffentlicht.
Die zentrale Erkenntnis lautet: Innovationsmanagement darf nicht länger als isolierte Entwicklungsaufgabe betrachtet werden. Stattdessen sollte es als kontinuierliche strategische Kernfähigkeit fest im Unternehmen verankert werden.
„Um die Zukunftsfähigkeit und Resilienz von Unternehmen langfristig zu sichern, reicht punktuelles Innovieren heute nicht mehr aus. Es gilt, strategische Vorausschau zu betreiben, auch außerhalb des Kerngeschäfts Disruption zuzulassen und die Organisation aktiv durch Routinebrüche und den gezielten Einsatz moderner Tools zu befähigen“, erklärt Frederike Hellwig, Leiterin der Konsortial-Benchmarking Studie „Driving Innovation“, mit Blick auf die Ergebnisse des Projekts.
Wie aus der Mitteilung des WZL hervorgeht, basiert der Bericht auf fundierten Analysen sowie den Best Practices von fünf ausgewählten Successful-Practice-Unternehmen.
Welche Handlungsfelder nennt die Studie?
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Die Autoren identifizieren insgesamt zwölf Erfolgsfaktoren, die sich auf drei zentrale Handlungsfelder verteilen.
Im Bereich Strategie & Vorausschau empfehlen sie eine strategische Verankerung von Innovationen durch Trendanalysen und Szenarienbildung. Darüber hinaus wird betont, gezielt Raum für Disruption außerhalb des Kerngeschäfts zu schaffen und radikale Innovationsvorhaben mit einem ausgewogenen Portfoliomanagement abzusichern.
Für Methoden & Tools hebt die Studie hervor, dass sich die Qualität von Ideen bereits in frühen Entwicklungsphasen durch breite interne und externe Kanäle im Sinne von Open Innovation steigern lässt. Gleichzeitig gewinnen physische Prototypen zur schnellen Validierung sowie digitale Innovationsplattformen und KI-Tools an Bedeutung. Feste Gates im Innovationsprozess sollen den Projekterfolg unterstützen, ohne die notwendige Flexibilität in frühen Phasen einzuschränken.
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Wie lassen sich Innovationen dauerhaft verankern?
Im dritten Handlungsfeld Organisation & Kultur stehen gezielte Routinebrüche, Freiräume für neue Ideen sowie die aktive Befähigung der Mitarbeitenden durch Schulungen im Mittelpunkt.
Darüber hinaus unterstreicht die Studie die Bedeutung einer sichtbaren Unterstützung durch das Top-Management. Ebenso spielen Kooperationen mit Start-ups und Forschungseinrichtungen eine wichtige Rolle, um Risiken zu regulieren und Entwicklungen schlank zu halten.
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Einladung zum fachlichen Austausch: Der Ergebnisbericht bietet Fach- und Führungskräften aus F&E, Produktentwicklung und Unternehmensstrategie konkrete Orientierungshilfen. Das Forschungsteam des WZL lädt Akteure aus der Industrie ausdrücklich dazu ein, die Ergebnisse gemeinsam zu diskutieren und individuelle Herausforderungen weiterzuentwickeln.
• Warum ist Innovationsmanagement laut WZL so wichtig? – Weil Innovation als kontinuierliche strategische Kernfähigkeit die Zukunftsfähigkeit und Resilienz von Unternehmen stärken soll.
• Welche Bereiche umfasst das Innovationsmanagement der Studie? – Die Studie nennt die Handlungsfelder Strategie & Vorausschau, Methoden & Tools sowie Organisation & Kultur.
• Welche Rolle spielen KI-Tools im Innovationsmanagement? – Laut Studie gewinnen KI-Tools und digitale Innovationsplattformen insbesondere in frühen Innovationsphasen zunehmend an Bedeutung.
• Warum sind Kooperationen für das Innovationsmanagement relevant? – Kooperationen mit Start-ups und Forschungseinrichtungen sollen Risiken regulieren und Entwicklungen schlank halten.