Maschinenbau bleibt Innovationsmotor der deutschen Industrie
Der deutsche Maschinenbau bleibt Innovationsmotor: 70,1 Prozent der Unternehmen sind innovativ, 53 Milliarden Euro Umsatz stammen aus neuen Produkten. Mit 19 Milliarden Euro Innovationsausgaben hält die Branche ihr hohes Niveau – und plant Stabilität bis 2026. Das ermittelte das ZEW.
Der Maschinenbau bleibt seiner Linie treu und erweist sich als Innovationsmotor der deutschen Wirtschaft.Andrey Popow - stock.adobe.com
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Der deutsche Maschinenbau behauptet seine Rolle als Taktgeber für Innovationen. Das zeigt die aktuelle Innovationserhebung des ZEW Mannheim. Mit einer Innovatorenquote von 70,1 Prozent liegt die Branche deutlich über dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft (51,7 Prozent). Innovation ist im Maschinenbau kein Randthema – sie ist struktureller Kern des Geschäftsmodells.
Von 10.486 Maschinenbauunternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten führten im Berichtsjahr 2024 insgesamt 7.352 Unternehmen Produkt- oder Prozessinnovationen ein. Damit bleibt die Innovationsdynamik in der Branche auf konstant hohem Niveau.
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Besonders bemerkenswert: 46 Prozent der Unternehmen betreiben kontinuierliche Forschung und Entwicklung (FuE), weitere 20 Prozent zumindest gelegentlich. Das unterstreicht die technologische Tiefe des Sektors – Innovation erfolgt hier nicht zufällig, sondern systematisch.
Innovation zahlt sich wirtschaftlich aus. Von insgesamt 331,9 Milliarden Euro Branchenumsatz im Jahr 2024 entfallen 53 Milliarden Euro auf Produktinnovationen. Der Umsatzanteil innovativer Produkte liegt damit bei 16 Prozent – deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Vergleichswert von 12,6 Prozent.
Ein erheblicher Teil davon stammt aus echten Marktneuheiten: 17,9 Milliarden Euro Umsatz wurden mit Produkten erzielt, die das jeweilige Unternehmen als erster Anbieter im relevanten Markt eingeführt hat. Darunter befinden sich Weltmarktneuheiten im Umfang von 5,92 Milliarden Euro.
Der Maschinenbau zeigt damit nicht nur inkrementelle Innovationskraft, sondern internationale Technologieführerschaft.
Hohe und stabile Innovationsausgaben
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Die Unternehmen investieren massiv in ihre Zukunftsfähigkeit. 2024 beliefen sich die Innovationsausgaben auf 19,04 Milliarden Euro. Das entspricht 5,7 Prozent des Branchenumsatzes – ein Wert, der die hohe Innovationsintensität der Branche unterstreicht.
Die Mittel fließen überwiegend in Forschung und Entwicklung: 66 Prozent der Innovationsausgaben entfallen auf FuE. Weitere 18 Prozent gehen in Anlageinvestitionen, 16 Prozent in sonstige innovationsbezogene Aktivitäten wie Weiterbildung, Design oder Produktionsvorbereitung.
Bemerkenswert ist zudem die Planungssicherheit: Für 2026 sind erneut Innovationsausgaben in Höhe von 19,05 Milliarden Euro vorgesehen. Trotz konjunktureller Unsicherheiten hält die Branche damit ihr hohes Investitionsniveau.
Prozessinnovationen steigern Effizienz
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Innovation beschränkt sich nicht auf neue Produkte. 62 Prozent der Unternehmen führten Prozessinnovationen ein. Diese führten im Durchschnitt zu einer Stückkostensenkung von 2,6 Prozent.
Gerade in Zeiten steigender Energie-, Material- und Personalkosten sind solche Effizienzgewinne ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Besonders stark ist der Maschinenbau im Bereich IT-bezogener Prozessinnovationen: 44 Prozent der Unternehmen engagieren sich hier.
Innovationskraft als struktureller Wettbewerbsvorteil
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Die Zahlen machen deutlich: Der Maschinenbau ist nicht nur eine der umsatzstärksten, sondern auch eine der innovationsintensivsten Branchen Deutschlands. Hohe FuE-Quoten, ein überdurchschnittlicher Umsatzanteil neuer Produkte und stabile Investitionsplanungen sprechen für eine strukturell verankerte Innovationskultur.
In einem global zunehmend technologiegetriebenen Wettbewerb bleibt die Fähigkeit, kontinuierlich neue Produkte und effizientere Prozesse zu entwickeln, der entscheidende Erfolgsfaktor. Der Maschinenbau zeigt, dass er diese Herausforderung annimmt – und strategisch darauf ausgerichtet ist, seine Innovationsführerschaft auch in den kommenden Jahren zu verteidigen.
Innovativer Maschinenbau
Wie innovationsstark ist der Maschinenbau im Vergleich zur Gesamtwirtschaft?
Mit einer Innovatorenquote von 70,1 Prozent liegt der Maschinenbau deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Wirtschaft (51,7 Prozent). Damit gehört die Branche zu den innovationsintensivsten Industriezweigen Deutschlands.
2024 erzielte der Maschinenbau 331,9 Milliarden Euro Umsatz. 53 Milliarden Euro davon entfallen auf Produktinnovationen – ein Anteil von 16 Prozent. In der Gesamtwirtschaft liegt dieser Wert bei 12,6 Prozent. Innovationen sind damit ein zentraler Umsatztreiber der Branche.
Wie viel investiert der Maschinenbau in Innovationen – und wofür?
Die Innovationsausgaben beliefen sich 2024 auf 19,04 Milliarden Euro, rund 5,7 Prozent des Branchenumsatzes. 66 Prozent davon fließen in Forschung und Entwicklung, 18 Prozent in Anlageinvestitionen und 16 Prozent in sonstige innovationsbezogene Aktivitäten. Für 2026 sind erneut rund 19 Milliarden Euro geplant.