Die Werkzeuge für spanende Fertigungsverfahren (Zerspanungswerkzeuge) zählt man zusammen mit den Werkzeugen für das Zerteilen und jenen für die abtragenden Fertigungsverfahren zu den Schneidwerkzeugen.

Werkzeuge, die Unternehmen für das Zerspanen einsetzen, bestehen üblicherweise aus drei Teilen: einem Schaft, einem Griff bei manuellen Werkzeugen oder einer Maschinenschnittstelle bei Maschinenwerkzeugen und dem bei der Bearbeitung wirksamen Teil, den Schneidteil.

Letzterer ist keilförmig und dringt bei der Bearbeitung in den Werkstoff des Werkstücks ein. Damit es überhaupt zur Spanbildung kommen kann, muss er härter sein als der Werkstoff. Seine Geometrie kann entweder bekannt sein wie beim Spanen mit geometrisch bestimmten Schneiden (Drehen, Fräsen, Bohren, etc.) oder unbekannt wie beim Spanen mit geometrisch unbestimmten Schneiden(Schleifen, Honen). Bei den letzteren besteht das Werkzeug aus zahlreichen kleinen, harten Körnern. Diese sind mit einem Bindemittel zu Schleifscheiben oder Honsteinen gefügt.

Schneidteil aus harter Wendeschneidplatte

Nahezu alle Werkzeughersteller unterscheiden üblicherweise für das Spanen mit geometrisch bestimmter Schneide zwischen zwei großen Gruppen von Werkzeugen. Bei Massiv-Werkzeugen besteht das Werkzeug durchgängig aus einem einzigen Material. In der modernen Fertigung werden von den Unternehmen jedoch hauptsächlich Werkzeuge benutzt, bei denen der Schneidteil aus einer harten Wendeschneidplatte besteht, die auf einen zäheren und günstigeren Schaft sitzt.

Diese Platten können entweder fest aufgelötet sein oder geklemmt, verschraubt oder verstemmt sein. Das ermöglicht den Anwendern einen schnellen Wechsel der Platten. Die Massiv-Werkzeuge und die Werkzeuge mit aufgelöteten Wendeschneidplatten müssen wenn sie verschlissen sind aufbereitet werden durch Werkzeugschleifen. Die Werkstoffe aus denen die Schneidteile oder Wendeschneidplatten bestehen, bezeichnen Experten als Schneidstoff.

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