Verschiedene Technologiegeräte und -icons in blau, die über einer Hand schweben

Die Unternehmenslandschaft wird weltweit von Tech-Giganten dominiert. Doch wer sind die größten unter ihnen? Das Ranking zeigt, wer in der Tech-Branche den meisten Umsatz macht. - Bild: sdecoret - stock.adobe.com

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran und hält Einzug in sämtliche Bereiche des Lebens. Davon profitieren besonders Technologie-Unternehmen, da ihre Produkte so immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Die Entwicklungen der vergangenen Jahre waren rasant, weshalb sich auch die Tech-Industrie stark verändert hat. Seit der Jahrtausendwende war sie vor allem von Wachstum geprägt, erst in den vergangenen paar Jahren ist dies etwas gebremst worden – auf hohem Niveau.

Gut zu erkennen ist dies auch an unserem Ranking, das auf den Daten der Fortune 500 Liste aus 2020 basiert und die darin enthaltenen Tech-Unternehmen darstellt.

Vor zwanzig Jahren waren nur zehn der heutigen Tech-Giganten bereits im Fortune 500 Ranking vertreten und nur vier davon schafften es in die Top 100. Nun sieht das anders aus: In der aktuellen Aufzählung sind insgesamt 35 Tech-Unternehmen gelistet. Zehn davon in den Top 100.

Doch wer sind diese Tech-Giganten? Das erfahren Sie in unserer Bildergalerie. Klicken Sie sich durch die Top 20.

Die meisten Tech-Giganten stammen aus Asien

Der asiatische Kontinent beherbergt die meisten großen Unternehmen der Tech-Branche; die Hälfte der Top 20 ist dort angesiedelt.

In Japan befinden sich drei davon: Panasonic (Platz 13) mit Sitz in Osaka und Sony (Platz 10) mit Sitz in Tokio sind vor allem für elektronische Geräte wie Displays, professionelle Kameras und Smartphones bekannt, sind aber auch in anderen Bereichen aktiv. Ebenfalls ein Mischkonzern ist Hitachi (Platz 8) mit Sitz in Tokio. Das Unternehmen ist in zehn verschiedenen Geschäftsfeldern aktiv, darunter IT- und Telekommunikationslösungen, Haushaltsgeräte und Baumaschinen.

LG (Platz 16) und Samsung (Platz 3) haben beide ihren Hauptsitz in Seoul, Südkorea, und sind vor allem für ihre Produkte im Bereich Consumer Electronics bekannt.

Eines der beiden Unternehmen aus China ist unter anderem aus den Schlagzeilen zum 5G-Netzwerk-Ausbau bekannt: Huawei (Platz 6) mit Sitz in Shenzhen ist ein Anbieter von Netzwerk-Infrastruktur und smarten Endgeräten für den Verbraucher.

Auch Tencent (Platz 15) sitzt in Shenzhen. Der Konzern ist das größte Internet-Unternehmen Chinas, vor allem dank der Smartphone-App Weixin, die in der englischen Version als WeChat bekannt ist. Die App bildet quasi das ganze Leben ab - angefangen mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Kommunikation, über Online-Einkäufe hin zu Bankgeschäften.

In Taiwan werden vor allem Komponenten produziert: Hon Hai Precision Industry agiert am Markt unter dem Namen Foxconn (Platz 3) und ist ein Hersteller von Elektronik- und Computerteilen und damit Zulieferer für viele der anderen im Ranking vertretenen Unternehmen wie Apple, Dell, Microsoft, Intel und Sony. Der Hauptsitz ist in Tucheng, die meisten Fabriken sind allerdings in China, wo Foxconn einer der größten privaten Arbeitgeber ist.

Auch Pegatron (Platz 19) mit Sitz in Taipeh fällt in die Kategorie Zulieferer und liefert an einen ähnlichen Kundenstamm wie Foxconn. Das Unternehmen ist in drei Sparten gegliedert: EDV-Geräte, Unterhaltungselektronik und Kommunikationsgeräte.

Das zehnte asiatische Unternehmen stammt aus Hongkong: Lenovo (Platz 18) ist ein bekannter Computer- und Smartphone-Hersteller. Weltweit ist ungefähr jeder fünfte Computer von Lenovo.

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Das stärkste Land im Tech-Business: die USA

Während sich die Unternehmen in Asien auf mehrere Länder verteilen, sieht es auf den restlichen Kontinenten anders aus. Hier dominieren ganz klar US-Unternehmen die Tech-Branche. Gleich neun der Firmen aus den Top 20 haben ihren Hauptsitz in den Vereinigten Staaten.

Dazu gehört beispielsweise Apple (Platz 1) mit Sitz im kalifornischen Cupertino. Das Unternehmen ist ein gutes Beispiel für die rasante Entwicklung der Tech-Branche im Vergleich zu anderen. Im Jahr 2000 war das Unternehmen noch nicht auf der Fortune 500 Liste, erst im Jahr 2006 reichte der Umsatz für Platz 492. Das war noch vor der Vorstellung des ersten iPhones, das dann 2007 für einen großen Umsatzsprung sorgte. 2013 schaffte es Apple dann erstmals in die Top 100 der Liste und zwar gleich auf Platz 55 – einer der Gründe: das iPhone 5. Einige iPhone-, Apple-Watch- und Mac-Modelle später erreichte das 1976 gegründete Unternehmen 2020 den 12. Platz in der Gesamtwertung.

Auch der Google-Mutterkonzern Alphabet (Platz 4) sitzt in Kalifornien. Neben Google gehören beispielsweise auch der Technologie-Inkubator Jigsaw oder Waymo, ein Unternehmen zur Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, zu Alphabet.

Aber das Silicon Valley, wäre nicht das Silicon Valley, wenn nicht noch weitere große Tech-Konzerne dort angesiedelt wären. Das Telekommunikationsunternehmen Cisco Systems (Platz 17) hat seinen Hauptsitz in San José, der Social Media Gigant Facebook (Platz 12) in Menlo Park, der vor allem für PCs und Drucker bekannte IT-Konzern HP (Platz 14) in Palo Alto. In Santa Clara steht die Zentrale des Halbleiterherstellers Intel (Platz 11), dessen PC-Mikroprozessoren in zirka 80 Prozent der Rechner weltweit stecken.

Quantentechnologie erklärt

Quantencomputer können Aufgaben wesentlich schneller lösen als klassische Computer. - Bild: Bartek Wróblewski - stock.adobe.com

Was ist Quantentechnologie eigentlich? Auf welchen Phänomenen der Quantenphysik basiert die Technik? Warum sind Quantentechnologien so relevant? Wie kann Deutschland Technologieführer werden? Antworten auf all diese Fragen lesen Sie im Artikel "Quantentechnologie: Warum Deutschland jetzt handeln muss".

Sie wollen lieber lesen, wie ein Quantencomputer genau funktioniert und wofür sie eingesetzt werden, dann lesen Sie unseren Zweiteiler zum Thema: "Quantencomputer Teil 1: Wie die Technik funktioniert" und "Quantencomputer Teil 2: Wo sie gebraucht werden".

Warum die Quantensensorik wahrscheinlich als erstes die Industrie erobern wird, erfahren Sie in "Warum Quantensensoren immer wichtiger werden".

Ähnlich viele Rechner (zirka 77 Prozent) sind mit dem Betriebssystem des in Redmond im Bundesstaat Washington angesiedelten Tech-Giganten Microsoft (Platz 5) ausgestattet. Dell (Platz 7) produziert unter anderem solche Rechner, bietet aber auch weitere Lösungen im Bereich der IT-Infrastruktur an. Das Unternehmen sitzt ebenfalls nicht im Silicon Valley, sondern im texanischen Round Rock.

Auch die US-amerikanische Ostküste ist Heimat eines Tech-Giganten: In Armonk im Bundesstaat New York ist das Hochtechnologie-Unternehmen IBM (Platz 9) stationiert. IBM setzt vor allem auf Cloud-Lösungen und IT-Infrastruktur, sowie auf Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz und Quantencomputer. Einer dieser Quantenrechner steht übrigens im schwäbischen Ehningen – er ist der erste seiner Art in Europa.

Apropos Europa: Hier hat nur eines der Top-20-Tech-Unternehmen seinen Hauptsitz. Die Zentrale des Technologie-Service-Anbieters Accenture (Platz 20) ist in Dublin, Irland.

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