Die Materialversorgung der Industrie hat sich im Juli leicht verbessert. Nach Angaben des ifo Instituts berichten weniger Unternehmen von Engpässen bei der Beschaffung von Vorprodukten.
Das Ifo Institut meldet weniger Materialengpässe, warnt jedoch vor anfälligen Lieferketten.Ifo Institut
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Summary: Das ifo Institut meldet für Juli einen Rückgang der Materialengpässe in der Industrie. Besonders die Chemische Industrie verzeichnet eine deutliche Entspannung, während sich die Lage im Maschinenbau, der Automobilindustrie und Teilen der Elektroindustrie kaum verändert hat. Trotz der positiven Entwicklung bleiben die Lieferketten laut ifo anfällig für neue Störungen.
Warum verbessert sich die Materialversorgung?
Die Materialversorgung der deutschen Industrie hat sich im Juli leicht entspannt. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts hervor. Demnach berichteten 13,7 % der Unternehmen von Problemen bei der Beschaffung von Vorprodukten. Im Juni lag dieser Anteil noch bei 17,2 %.
Trotz des Rückgangs mahnt das Institut zur Vorsicht. „Die Entspannung bei der Materialversorgung könnte nur vorläufig sein“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die Lieferketten bleiben anfällig für neue Störungen rund um die Straße von Hormus.“ Wie aus der Mitteilung hervorgeht, könnten geopolitische Risiken die Versorgungslage weiterhin beeinflussen.
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Wo entspannt sich die Versorgungslage besonders?
Besonders deutlich hat sich die Situation in der Chemischen Industrie verbessert. Dort sank der Anteil der Unternehmen mit Materialengpässen von 29,5 % im Juni auf 13,8 % im Juli.
Im Maschinenbau mit 14,2 % sowie in der Automobilindustrie mit 16,0 % blieb die Versorgung mit Vorprodukten dagegen nahezu unverändert.
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Welche Branchen kämpfen weiter mit Materialengpässen?
Weiter angespannt bleibt die Lage bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen. Hier verringerte sich der Anteil der Unternehmen mit Materialengpässen lediglich von 34,2 % auf 30,3 %.
Auch die Hersteller elektrischer Ausrüstungen meldeten nur eine leichte Verbesserung. Der Anteil sank von 27,7 % auf 25,2 %.
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„In der Elektroindustrie bleiben die Lieferketten angespannt“, sagt Wohlrabe. „Ein möglicher Grund ist die weltweit hohe Nachfrage nach Speicherchips, die durch den Ausbau der KI-Infrastruktur zusätzlich angeheizt wird.“
Wo bestehen kaum noch Versorgungsprobleme?
De facto keine Probleme bei der Versorgung mit Vorprodukten bestehen laut der Mitteilung des ifo Instituts in der Getränkeherstellung sowie bei den Herstellern von Lederwaren, Glas und Keramik.
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mit Material von Ifo München
Im Brennpunkt: Die Materialversorgung
• Wie hat sich die Materialversorgung entwickelt? – Laut Ifo Institut sank der Anteil der Unternehmen mit Materialengpässen im Juli von 17,2 % auf 13,7 %.
• Welche Branche profitiert am stärksten von der besseren Materialversorgung? – Die Chemische Industrie verzeichnete den deutlichsten Rückgang der Materialengpässe.
• Warum bleiben die Lieferketten trotz besserer Materialversorgung anfällig? – Das Ifo Institut verweist auf mögliche Störungen rund um die Straße von Hormus.
• Welche Branchen haben weiterhin Probleme bei der Materialversorgung? – Vor allem Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen, optischen und elektrischen Erzeugnissen berichten weiterhin von einer angespannten Versorgungslage.
• Wo bestehen kaum noch Probleme bei der Materialversorgung? – In der Getränkeherstellung sowie bei den Herstellern von Lederwaren, Glas und Keramik bestehen laut Ifo Institut de facto keine Versorgungsprobleme.