Die Produktion von e.GO Mobile

Der Elektroauto-Hersteller e.GO Mobile musste Insolvenz anmelden. - Bild: e.GO Mobile AG

| von Anja Ringel

Das Amtsgericht Aachen hat am Mittwoch (1.7.) das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über das Vermögen des Elektroautoherstellers e.GO Mobile AG aus Aachen eröffnet. Damit bleibt der bisherige Vorstand, ergänzt durch den Generalbevollmächtigten Dr. Paul Fink aus der auf Restrukturierung und Insolvenzrecht spezialisierten Kanzlei FRH, weiterhin operativ verantwortlich. Zum Sachwalter bestellte das Gericht Dr. Biner Bähr von der Kanzlei White & Case. Das hat das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt.

Das Amtsgericht Aachen ordnete die Eigenverwaltung antragsgemäß an und bestätigte damit, dass die e.GO Mobile weiterhin ein attraktives Unternehmen mit positiver Zukunftsprognose ist. Das Unternehmen stellte Anfang April dieses Jahres Antrag auf ein vorläufiges Eigenverwaltungsverfahren.

Die e.GO Mobile setzt die Verhandlungen mit potenziellen Investoren fort. „In den letzten Monaten haben wir viele aussichtsreiche Gespräche sowohl mit nationalen als auch internationalen Investoren geführt. Wir sind
daher zuversichtlich, mit etwas mehr Zeit eine gute Lösung zu finden“, so CEO Prof. Günther Schuh der Mitteilung zufolge.

Zur Schonung der Insolvenzmasse setzt die e.GO Mobile für den Monat Juli die Produktion sowie alle Entwicklungstätigkeiten aus. Daher sind für die betroffenen Mitarbeiter ab heute Kurzarbeitsregelungen vorgesehen. Das betrifft nach Angaben einer Sprecherin 80 Prozent der Belegschaft und damit etwa 340 Angestellte.

Der Verkauf der bereits produzierten e.GO Life sowie die Probefahrten finden weiterhin in vollem Umfang statt. Auch der
Kundenservice sowie der After Sales Service stehen wie gewohnt zur Verfügung. „Das Interesse am e.GO Life ist nach wie vor sehr groß“, führt Prof. Günther Schuh aus. „Wir arbeiten weiter mit vollem Einsatz daran, die Mobilität
der Zukunft mitzugestalten.“

Quelle: e.Go-Mobile, dpa

 

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