Der Mahle-Streik am Standort Neustadt an der Donau ist unbefristet angelaufen. Laut IG Metall steht die Produktion vollständig still.
Anja RingelAnjaRingelManaging editor and podcast host for 'Produktion'
Beim Autozulieferer Mahle am Standort im niederbayerischen Neustadt an der Donau sind die Beschäftigten in einen unbefristeten Streik getreten. Das Bild zeigt die Hauptverwaltung von Mahle.Mahle GmbH
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Summary:
Die Beschäftigten von Mahle in Neustadt an der Donau sind in einen unbefristeten Streik getreten. Auslöser ist die angekündigte Schließung des Standorts im ersten Halbjahr 2027. Die IG Metall fordert einen Zukunfts- oder Sozialtarifvertrag und sieht die Arbeitsplätze von rund 400 Beschäftigten gefährdet.
Beim Autozulieferer Mahle in Neustadt an der Donau hat ein unbefristeter Streik begonnen. Zum Auftakt versammelten sich Beschäftigte vor dem Werksgelände zu einer Kundgebung. Nach Angaben der IG Metall ist die Produktion am niederbayerischen Standort vollständig zum Erliegen gekommen.
Hintergrund ist die angekündigte Schließung des Werks. Mahle will den Standort im ersten Halbjahr 2027 schließen.
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Die Gewerkschaft fordert für die Belegschaft einen Zukunftstarifvertrag oder einen Sozialtarifvertrag. Nach Angaben der IG Metall geht es um den Erhalt der Arbeitsplätze und des Standorts. "Die Beschäftigten sind entschlossen, mit aller Kraft für ihre Arbeitsplätze und den Erhalt des Standorts zu kämpfen", hieß es.
Hohe Zustimmung für den unbefristeten Arbeitskampf
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Die Entscheidung für den unbefristeten Mahle-Streik fiel mit deutlicher Mehrheit. In einer Urabstimmung hatten sich 98,4 % der IG-Metall-Mitglieder unter den rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Neustadt für den Arbeitskampf ausgesprochen. Mahle wollte das der dpa zufolge nicht kommentieren.
Dem unbefristeten Streik waren bereits mehrere Warnstreiks und ein 24-Stunden-Streik vorausgegangen. Auch die vierte Verhandlungsrunde, die nach Angaben der IG Metall auf Initiative der Gewerkschaft zustande kam, blieb am vergangenen Freitag ohne Ergebnis.
"Die Beschäftigten werden den Betrieb so lange stilllegen, bis sich das Unternehmen endlich bewegt", erklärte Rico Irmischer, Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg.
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Wie die IG Metall den Mahle-Streik begründet
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Die IG Metall sieht weiterhin Spielraum für eine Einigung. Die Gewerkschaft betonte, gesprächsbereit zu bleiben und Verhandlungen zum Erhalt der Arbeitsplätze führen zu wollen.
"Eine Lösung ist nach wie vor möglich. Für Verhandlungen zum Erhalt der Arbeitsplätze stehen unsere Türen jederzeit offen", sagte Irmischer. "Doch bis zu einer Lösung bleiben die Werkstore dicht."
Die Gewerkschaft wirft Mahle vor, einen profitablen Standort schließen und in die Slowakei verlagern zu wollen. Der Konflikt konzentriert sich damit nicht nur auf tarifliche Regelungen, sondern auch auf die industrielle Perspektive des Standorts Neustadt an der Donau.
Warum Mahle die Werksschließung plant
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Mahle begründet die geplante Schließung mit wirtschaftlichen Faktoren. In einer Mitteilung verwies das Unternehmen auf auslaufende Kundenaufträge, die schwache Autokonjunktur und gestiegenen Kostendruck durch asiatische Wettbewerber in Europa. "Das macht einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb unmöglich", hieß es einer Mittelung zufolge.
Bis zu einer Lösung bleibt der Mahle-Streik nach Angaben der Gewerkschaft unbefristet.