Zahlreiche Personen gehen in Stuttgart auf dem Messegelände zum Eingang der Messe Motek.

Gemeinsam mit der parallel stattfindenden Messe Bondexpo bildet die Motek einen schlagkräftigen Messeverbund, der Zukunftsthemen eine ideale Plattform bietet. Das Messeduo findet vom 4. bis 7. Oktober 2022 auf dem Stuttgarter Messegelände statt. (Bild: P. E. Schall GmbH & Co. KG)

Messemacherin und Geschäftsführerin der P. E. Schall GmbH & Co. KG, Bettina Schall, sagt zum runden Geburtstag der Messe: „Auch 2022 kommen die namhaften Unternehmen der Produktions- und Montageautomatisierung zur Motek. Wir sind bei den Anmeldungen bereits im Sommer über den Zahlen des Vorjahres und bei knapp 20 Prozent Ausstellern aus dem Ausland angelangt.“

Seit 1982, als der im Februar 2016 verstorbene Paul Eberhard Schall die erste Motek in Sindelfingen organisierte, hat sich die industrielle Montage- und Handhabungstechnik durch unzählige technologische Innovationen weiterentwickelt „Die Motek hat über all die Jahrzehnte alle Stufen dieses Fortschritts abgebildet und in die Fertigungspraxis transportiert“, sagt Schall.

Geschäfts- und Wissensplattform für Aussteller und Fachbesucher

Die Fachveranstaltung in einem stets sach- und anwendungsbezogenen Messeformat sei als Geschäfts- und Wissensplattform für Aussteller und Fachbesucher allseits anerkannt und unverzichtbar, wie etwa für die Zimmer Group, dazu Geschäftsführer Achim Gauss: „Seit 40 Jahren gibt es nun die Motek – und genauso lange ist die Zimmer Group als Aussteller dabei.“

Das allein zeige schon die Bedeutung und den Wert der Motek als internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung für uns und die gesamte Branche. Laut Gauss hänge die Motek für die Zimmer Group enger als jede andere Messe mit dem Erfolg und der Entwicklung der Branche und der Unternehmen zusammen. „Die unzähligen Produkte, die hier ihren ersten öffentlichen Auftritt hatten, unterstreichen das. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Jahre und gratulieren zum Jubiläum.“

Bettina Schall, Messemacherin und Geschäftsführerin der P. E. Schall GmbH & Co. KG
Bettina Schall, Messemacherin und Geschäftsführerin der P. E. Schall GmbH & Co. KG (Bild: P. E. Schall GmbH & Co. KG)

"Nachhaltigkeit ist inzwischen Kernthema in jedem Unternehmen und zu Recht als Notwendigkeit eingeordnet: Material- und Ressourceneinsparungen, Energieeffizienz, Umweltschutz sind Themen der industriellen Produktion. Hier können wir auf viele praktisch umsetzbare Anregungen gespannt sein", sagt Bettina Schall.

Der technologische Wandel ist die Konstante

Vor 40 Jahren waren noch fast ausschließlich einzelne Komponenten für die industrielle Montage- und Handhabungstechnik zu sehen. Die manuelle Arbeit stand im Vordergrund. Automatisierung und Robotik gab es schon, aber noch auf einer ganz anderen Entwicklungsstufe. „Obendrein waren Unternehmen, die diese Themen voranbringen wollten, dem Verdacht ausgeliefert, sie wollten Arbeitsplätze vernichten – also eigentlich kein populäres Thema“, so Bettina Schall.

Ganz anders 40 Jahre später. Heute sind viele Produktionsunternehmen auf dem Weg zur Smart Factory mit digitalisierten Produkten, automatisierten Abläufen und vernetzten Systemen angekommen. Dank der gewonnenen Daten und ihrer Aufbereitung ist die ‚Künstliche Intelligenz’ (KI) in der Fertigung möglich und nützlich. All dies sind auch Themen im Oktober in Stuttgart.

„Auf der Motek werden alle relevanten Produkte und Themen der Fertigung bis hin zum komplett vernetzten, digitalisierten und softwaregestützten Gesamtsystem auf dem neuesten Stand präsentiert“, erläutert Rainer Bachert, der die Motek als Projektleiter seit vielen Jahren begleitet. „Freilich drehte sich anfangs noch alles um Einzelprodukte und Komponenten für die Montage und Handhabung in der klassischen Fabrik. Heute sind integrierte, automatisierte Lösungen samt Bildverarbeitung gefragt. KI ist längst Teil der Produktionsabläufe, weil sie dabei unterstützen kann, Prozesse zu optimieren“, so Bachert.

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(Bild: P. E. Schall GmbH & Co. KG)

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Wirtschaft leidet unter Lieferengpässen

Die internationale Wirtschaft leidet immer noch unter der Pandemie und deren Folgen sowie – wegen des Russlandkrieges in der Ukraine – unter Lieferengpässen sowie unter einer – bis in die Privathaushalte spürbaren – Energiekrise. Bettina Schall weiß, was das für die Jubiläumsausgabe der Motek heißt: „Inhaltlich bedeutet es sowohl für die Anbieter und Anwender, also unsere Aussteller und Fachbesucher, dass sie ihre Anlagen noch wirtschaftlicher, noch sparsamer, noch effizienter, noch verlässlicher ausrüsten müssen, um Kosten zu sparen und wettbewerbsfähig bleiben zu können.“

Der Modernisierungsschub vor allem hinsichtlich der Energieeinsparung in allen Bereichen und auf allen Ebenen habe ja längst deutlich eingesetzt. Ein weiteres Handlungsfeld für die Messe sind daher die Lieferketten selbst, die abzusichern sind: zuverlässige Zulieferer, sichere Zwischenproduktionen sowie kurze Wege. Ebenfalls ein dringendes Thema sind knappe oder nicht verfügbare Rohstoffe und eventuelle Alternativen dazu. „Die aktuellen Ereignisse zwingen die Branche zu noch mehr Innovationen“, erläutert Schall. „Wie sich die konkrete Situation für die Unternehmen – und für uns alle – dann in der ersten Oktoberwoche darstellt, müssen wir abwarten.“

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Geschichte der Automatisierung

Allein die Entwicklung der Robotik bei Montage- und Handhabungsprozessen schreibt eine eigene Geschichte auch im Rahmen der Motek. Die Roboter „sind raus aus dem Käfig, sind mobil geworden und haben viele neue Einsatzfelder erobert“ (Schall). Automatisierung, Flexibilisierung und Individualisierung haben die industrielle Prozesse in allen Branchen verändert.

Kundenindividuelle und produktspezifische Adaptionen sind selbstverständlich geworden. Die einstige Starrheit ist einer Agilität gewichen. Neue Märkte, Kollaboration und Kooperation mit dem Werker sowie der Roboter untereinander sind an der Tagesordnung. Die Wachstumsraten der Robotik sind zweistellig. „Natürlich kommt es am Ende immer noch auf die Komponente an, auf ihre Güte und Qualität. Sie ist und bleibt das Herz einer Maschine“, gibt Motek-Projektleiter Bachert zu bedenken.

Digitalisierung, Selbststeuerung und Intelligenz

„Doch hier haben Digitalisierung, Selbststeuerung und Intelligenz zu einer beeindruckenden Entwicklung hinsichtlich Echtzeitkontrolle, Datenanalyse, vorbeugender Wartung und letztlich Ressourceneinsparung geführt“, so Bachert weiter. Die Arena of Integration (AoI) wird auch in diesem Jahr wieder digitalisierte, vernetzte Produktionsabläufe sichtbar und verständlich machen und verschiedene Prozesse von verschiedenen Ausstellern miteinander verbinden.

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(Bild: mi connect)

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Industrie am Puls des Geschehens

Bettina Schalls persönlicher Wunsch zu diesem besonderen Messejubiläum „ist ein erfolgreicher und reibungsloser Messeverlauf für unsere Aussteller mit vielen interessanten Fachbesuchern und konkreten Geschäftskontakten.“ Den Fachbesuchern wünsche sie fokussierte und inspirierende Anregungen für ihre konkreten Anliegen. Bis zur Motek & Bondexpo 2023 werden sich dann wieder neue Technologien und die Automatisierung in jeder Hinsicht und in allen Bereichen weiterentwickelt haben. „Wir sind und bleiben als Messeunternehmen mit vielen Themen für die Industrie direkt am Puls des Geschehens.“

überarbeitet von: Dietmar Poll

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