Zwei Hände halten ein Tablet mit der Schrift "Robotic Process Automation" auf dem Bildschirm

Die Automatisierung von Prozessen durch Software-Roboter hat bereits in vielen deutschen Unternehmen Einzug gehalten. (Bild: Adobe Stock / WrightStudio)

Das Potenzial von intelligenter Prozessautomatisierung ist hoch: Die Nutzungsraten von Intelligent Process Automation (IPA), Robotic Process Automation (RPA) und Künstlicher Intelligenz (KI) werden in den kommenden 24 Monaten rasant steigen.

Die aktuelle IDC-Studie „Intelligent Process Automation (IPA) in Deutschland 2022“, die auf einer branchenübergreifenden Befragung von 201 Unternehmen im März 2022 basiert, zeigt folgenden Wandel: In den nächsten 24 Monaten wird mehr als die Hälfte der Process Automation Tools mit KI-Funktionalitäten ausgestattet sein. 67 Prozent der Unternehmen versprechen sich von Plattformen und der Orchestrierung der Tools einen deutlichen Mehrwert für ihre Prozessautomatisierung.

Worum geht es bei RPA und IPA?

Die Robotic Process Automation (RPA) beschreibt eine Prozessautomatisierung, bei der repetitive, manuelle, zeitintensive oder fehleranfällige Tätigkeiten durch sogenannte Softwareroboter (Bots) erlernt und automatisiert ausgeführt werden. Die Bots nutzen dabei häufig - genau wie Menschen - die Bedienoberflächen der Anwendungen, so dass die zeitaufwändige Programmierung von Schnittstellen entfällt. Trainiert wird die Software meist durch die Analyse von menschlichem Verhalten in den Prozessen.

Intelligent Process Automation (IPA) kombiniert RPA mit Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens. Dadurch wird die Software in die Lage versetzt, auch anspruchsvollere Aufgaben auszuführen, wie zum Beispiel die automatische Erkennung von Objekten auf einem Bildschirm oder gesprochener Sprache bei Anrufen.

Wesentliche Ergebnisse der Umfrage

Laut Matthias Zacher, Senior Consulting Manager bei IDC und Projektleiter der Studie, gehen die Ziele der intelligenten Automatisierung in hohem Maße Hand in Hand mit den Business-Prioritäten der Unternehmen: Hierzu zählen die Senkung der Betriebs- und Produktkosten (32 %), die Verbesserung der Leistung der Mitarbeiter sowie die Gewinnung und Entwicklung von Talenten (31 %), die Verbesserung der Nachhaltigkeit (30 %) sowie die Modernisierung von Prozessen (29 %).

  • Parallel zur klassischen RPA etabliert sich zunehmend die intelligente Prozessautomatisierung: Mehr als 30 % der Unternehmen setzen bereits IPA-Tools ein. In den kommenden 24 Monaten wollen bereits mehr als 70 % diese Tools nutzen.
  • Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz gilt, wie in vielen anderen Bereichen der Unternehmen, auch in der Prozessautomatisierung als wichtiges Tool zur Verbesserungder Lösungen. Somit überrascht es nicht, dass 26 % der Entscheider gezielt auf kognitive RPA setzen.
  • Hinzu kommt die Tatsache, dass künstliche Intelligenz in immer mehr Lösungen als Teilfunktonalität vorhanden ist, wie beispielsweise in der Dokumentenverarbeitung und im Conversational AI (30 %). Diese beiden Nutzungspfade werden dazu führen, dass in den nächsten 24 Monaten mehr als die Hälfte der Lösungen mit KI-Funktionalitäten ausgestattet sein werden.
  • In diesem Zusammenhang stellt sich für Entscheider auch die Frage nach dem „Nebeneinander und Miteinander“ von Tools für die Prozessautomatisierung und Business-Anwendungen. 68 % der Entscheider sind der Meinung, dass Business-Anwendungen wie ERP und CRM mittelfristig vollständige „Built-in“-Automatisierungsfunktionen haben werden.

Künstliche Intelligenz - verständlich erklärt

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Studienautor Mathias Zacher von IDC zieht folgendes Fazit: „Wir sehen, dass Prozessautomatisierung aktuell einen Wandel durchläuft." Während das Potenzial für RPA nach wie vor hoch bleibe, wird IPA zunehmend wichtiger.

Quelle: Comarch

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