Industrie-Softwaregeschäft

Schneider Electric übernimmt PTC für 22,6 Mrd. USD

Schneider Electric übernimmt PTC für 22,6 Mrd. USD. Mit dem milliardenschweren Zukauf baut der Technologiekonzern sein Geschäft rund um Produktdesign, Konstruktion und Datenmanagement aus.

Schneider Electric übernimmt PTC: Der Konzern zahlt 22,6 Mrd. USD und stärkt damit sein Geschäft mit Industrie-Software.
Schneider Electric übernimmt PTC: Der Konzern zahlt 22,6 Mrd. USD und stärkt damit sein Geschäft mit Industrie-Software.

• Schneider Electric übernimmt den US-Softwareanbieter PTC für insgesamt 22,6 Mrd. USD beziehungsweise 205 USD je Aktie.

• Mit PTC will Schneider Electric seine Position bei Produktdesign, Produktkonstruktion und Datenmanagement stärken.

• Ab dem dritten Jahr sollen jährlich 250 Mio. EUR an Kosten eingespart werden; beim Umsatz werden Synergien von 800 Mio. EUR erwartet.

• Der Abschluss der Transaktion ist bis zum dritten Quartal 2027 vorgesehen.

Schneider Electric setzt seine Übernahmetour fort und übernimmt den US-Softwareanbieter PTC. Wie der Technologiekonzern in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilt, zahlt Schneider 205 USD je PTC-Aktie. Daraus ergibt sich ein Gesamtpreis von 22,6 Mrd. USD beziehungsweise rund 20 Mrd. EUR.

Mit dem Zukauf will der Siemens-Konkurrent seinen Fußabdruck in den Bereichen Produktdesign, Produktkonstruktion und Datenmanagement stärken. Zuvor hatten bereits die „Financial Times“ und die Nachrichtenagentur Bloomberg über einen bevorstehenden Deal berichtet.

Warum übernimmt Schneider Electric PTC?

Schneider Electric ist wie Siemens stark in der Automatisierung von Industrieanlagen vertreten. Seit geraumer Zeit tätigt das Unternehmen insbesondere Zukäufe an der Schnittstelle zwischen Software und Hardware.

Mit PTC soll dieses Geschäft weiter ausgebaut werden. Schneider-Chef Olivier Blum sagte laut Mitteilung, gemeinsam schaffe man das branchenweit umfassendste Software- und KI-Unternehmen.

Schneider Electric erwartet hohe Synergien

Der Konzern verbindet mit der PTC-Übernahme konkrete Kosten- und Umsatzziele. Im fusionierten Unternehmen sollen die jährlichen Kosten ab dem dritten Jahr um 250 Mio. EUR niedriger liegen. Beim Umsatz erwartet Schneider Electric Synergien in Höhe von 800 Mio. EUR.

Der vereinbarte Kaufpreis entspricht zugleich einem deutlichen Aufschlag auf den bisherigen Börsenwert von PTC. Schneider Electric zahlt mit 205 USD je Aktie eine Prämie von 42 % auf den Schlusskurs vom Freitag, der bei 144,03 USD lag.

Wann soll die PTC-Übernahme abgeschlossen sein?

Der Abschluss der Transaktion wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet. Darüber hinaus zieht Schneider Electric die Vorlage seiner Zahlen zum abgelaufenen Quartal auf den 16. Oktober vor, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

Schneider Electric setzt Übernahmekurs fort

Der Kauf von PTC reiht sich in weitere Akquisitionen von Schneider Electric ein. Zuletzt vereinbarte der französische Technologiekonzern den Kauf des bulgarischen SDax-Unternehmens Shelly Group für 1,2 Mrd. EUR. Shelly stellt vor allem vernetzte Geräte für die Heimautomatisierung her.

Mit der PTC-Übernahme setzt Schneider Electric seinen Zukaufkurs nun mit einem erheblich größeren Transaktionsvolumen fort und stärkt dabei gezielt seine Aktivitäten rund um Industrie-Software.

Mit Material der dpa

Was Sie zum Thema Schneider Electric übernimmt PTC wissen müssen

• Warum übernimmt Schneider Electric PTC? – Schneider Electric will mit PTC seinen Fußabdruck in Produktdesign, Produktkonstruktion und Datenmanagement stärken.

• Wie viel zahlt Schneider Electric für PTC? – Der Kaufpreis beträgt 205 USD je Aktie beziehungsweise insgesamt 22,6 Mrd. USD.

• Welche Synergien erwartet Schneider Electric durch PTC? – Ab dem dritten Jahr sollen jährlich 250 Mio. EUR Kosten eingespart werden. Beim Umsatz werden Synergien von 800 Mio. EUR erwartet.

• Wann soll Schneider Electric die PTC-Übernahme abschließen? – Der Abschluss der Transaktion wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet.

• Welche Prämie zahlt Schneider Electric für PTC? – Der Kaufpreis von 205 USD je Aktie entspricht einem Aufschlag von 42 % auf den Schlusskurs vom Freitag.