Fahnen von Thyssenkrupp vor dem Stammsitz des Unternehmens

Thyssenkrupp will 500 Stellen streichen. - Bild: Thyssenkrupp

| von Anja Ringel

Die Weichen für den sozialverträglichen Abbau von rund 500 Stellen im Automobilbereich von Thyssenkrupp sind gestellt. Am Mittwoch seien ein Sozialplan und ein Interessenausgleich für die betroffenen Mitarbeiter des Geschäftsbereichs Federn und Stabilisatoren an den beiden deutschen Standorten in Hagen und Olpe unterzeichnet worden, teilte der Konzern mit.

Zu den darin vereinbarten Maßnahmen gehören Übernahmeangebote auf andere Stellen bei Thyssenkrupp, die soziale Absicherung der Betroffenen über eine Transfergesellschaft, Weiterbildungs- und Unterstützungsangebote bei der Suche nach Arbeitsplätzen außerhalb der Gruppe sowie spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Beschäftigte bis zum Renteneintritt.

Mario Gropp, CEO der Geschäftseinheit Federn und Stabilisatoren erklärte: „Unserem Anspruch einer sozialverträglichen Restrukturierung sind wir mit diesem Verhandlungsergebnis gerecht geworden. Mit dem heute abgeschlossenen Sozialplan und Interessensausgleich haben wir einen guten Rahmen geschaffen, die betroffenen Mitarbeitenden individuell auf dem Weg von Arbeit in Arbeit zu unterstützen und zu begleiten.“

Das Ende April dieses Jahres vorgelegte Restrukturierungskonzept für den Geschäftsbereich sieht die Beendigung der Fertigung von Stabilisatoren am Standort Olpe bis Ende 2021 vor. Davon sind rund 330 Stellen betroffen. Das Werk in Hagen will Thyssenkrupp auf eine stärker automatisierte Produktion umstellen. Dadurch sollen bis Anfang 2022 rund 160 Stellen entfallen. Mehr zur Situation bei den Zulieferern lesen Sie hier.

Quellen: Dpa, Thyssenkrupp