Die Trumpf Geschäftszahlen für 2025/26 signalisieren eine Erholung: Der Umsatz liegt knapp über Vorjahr, der Auftragseingang steigt um 7 % und die USA lösen Deutschland als stärksten Einzelmarkt ab.
Anja RingelAnjaRingelManaging editor and podcast host for 'Produktion'
Trumpf beendet das Geschäftsjahr besser als erwartet. Nach drei Jahren mit rückläufigem Auftragseingang und zwei Jahren mit sinkendem Umsatz stehen die Zeichen nun auf Erholung.Trumpf / Martin Stollberg
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Summary: Trumpf erzielte im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von 4,34 Mrd. EUR und einen Auftragseingang von 4,5 Mrd. EUR. Wachstum in sämtlichen Geschäftsbereichen und ein Umsatzplus von rund 16 % in den USA stützen die Erholung. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum.
Trumpf hat das Geschäftsjahr 2025/26 besser abgeschlossen als erwartet. Nach drei Jahren mit rückläufigem Auftragseingang und zwei Jahren mit sinkendem Umsatz deutet sich bei dem Hochtechnologieunternehmen eine Erholung an.
Nach vorläufigen Berechnungen erzielte Trumpf zum Stichtag 30. Juni 2026 einen Umsatz von 4,34 Mrd. EUR. Damit lag der Wert knapp über dem Vorjahresniveau von 4,33 Mrd. EUR. Der Auftragseingang erhöhte sich um 7 % von 4,2 Mrd. EUR auf 4,5 Mrd. EUR, wie das Unternehmen mitteilt.
Die Entwicklung fiel damit besser aus als in der Prognose aus dem vergangenen Herbst. Damals war Trumpf von einem stagnierenden bis leicht steigenden Auftragseingang und einem sinkenden Konzernumsatz ausgegangen.
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Warum werden die USA zum stärksten Einzelmarkt?
Erstmals seit längerer Zeit waren die USA im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder der stärkste Einzelmarkt von Trumpf. Der dort erzielte Umsatz stieg um rund 16 % auf etwa 760 Mio. EUR. Im Vorjahr hatte das Unternehmen in den USA 661 Mio. EUR umgesetzt.
Damit lösten die USA den deutschen Heimatmarkt als größten Einzelmarkt ab. In Deutschland sank der Umsatz um 6 % von 700 Mio. EUR auf rund 660 Mio. EUR.
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Auch in China verzeichnete Trumpf einen Rückgang. Der Umsatz verringerte sich um 7 % von 482 Mio. EUR auf rund 450 Mio. EUR. China blieb dennoch der stärkste asiatische Einzelmarkt des Unternehmens.
Nach Angaben von Trumpf trugen alle Geschäftsbereiche zur positiven Entwicklung bei. Dazu gehörten das Geschäft mit Werkzeugmaschinen und Lasern sowie die Bereiche Elektronik und EUV.
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Insbesondere das EUV-Geschäft mit dem Partner ASML legte aufgrund der deutlich gestiegenen Halbleiternachfrage spürbar zu. Fortschritte erzielte das Unternehmen zudem bei Entwicklungsprojekten wie der lasergestützten Drohnenabwehr.
„Der gestiegene Auftragseingang stimmt uns optimistisch für das laufende Geschäftsjahr, in dem wir weiteres Wachstum erwarten“, so Trumpf Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. „Bei aller nötigen Vorsicht gehen wir auf Basis der letzten Monate von einer leichten konjunkturellen Trendwende in unserem Geschäft aus. Ungeachtet der schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen ist es Trumpf gelungen, in allen Geschäftsbereichen zuzulegen. Dies betraf das Geschäft mit Werkzeugmaschinen und Lasern ebenso wie Elektronik und EUV mit unserem Partner ASML, das dank der deutlich gestiegenen Halbleiternachfrage spürbar zulegte. Dass die USA erstmals wieder der stärkste Einzelmarkt waren und darin Deutschland ablösen konnten, dokumentiert die Wachstumsdynamik in vielen Märkten weltweit. Zudem sind wir in wichtigen Entwicklungsprojekten wie der lasergestützten Drohnenabwehr spürbar vorangekommen.“
Wie viele Beschäftigte arbeiten bei Trumpf?
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Zum Stichtag 30. Juni 2026 beschäftigte Trumpf gruppenweit 16.960 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 8.200 Beschäftigte waren in Deutschland tätig.
Am Stammsitz in Ditzingen arbeiteten etwa 5.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dort hatte das Unternehmen am 22. Juli 2026 auch die vorläufigen Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht.