Drohnenabwehr für kritische Infrastruktur
Drohnenabwehr: Heidelberg steigt ein
Drohnenabwehr wird für Heidelberg zum neuen Geschäftsfeld: In Brandenburg an der Havel startet ein Joint Venture zum Schutz kritischer Infrastruktur.
Die Onberg Systeme sind auf höchste Anforderungen der nationalen Sicherheit, des Grenzschutzes sowie militärischer, ziviler und industrieller Anwendungen ausgelegt.
Onberg
Summary:
Die Heidelberger Druckmaschinen AG steigt gemeinsam mit einem
amerikanisch-israelischen Technologie-Anbieter in die Drohnenabwehr ein. In
Brandenburg an der Havel nahm das Joint Venture Onberg Autonomous Systems den
Betrieb auf, um Systeme gegen Drohnen für militärische, zivile und industrielle
Anwendungen zu entwickeln und zu vermarkten. Hintergrund ist die wachsende
Bedrohungslage an Flughäfen, Bundeswehr-Standorten und Energieanlagen.
Heidelberg erweitert das Geschäft um Drohnenabwehr
Die Heidelberger Druckmaschinen AG steigt in das Geschäft
mit Drohnenabwehrsystemen ein. Gemeinsam mit einem amerikanisch-israelischen
Technologie-Anbieter nahm das Unternehmen in Brandenburg an der Havel den
Betrieb auf, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Ziel ist es, kritische
Infrastruktur besser gegen Drohnen zu schützen, die etwa zu Spionage- oder
Sabotagezwecken eingesetzt werden. Dafür wurde das Joint Venture Onberg Autonomous Systems
gegründet. Das Unternehmen entwickelt technologische Systeme zur Abwehr und
will diese zunächst in Deutschland und der Ukraine vermarkten.
Welche Rolle spielt der Standort Brandenburg?
In Brandenburg an der Havel verfügt Heidelberg seit 1991
über eine Produktionsstätte. Dort sind rund 380 Menschen beschäftigt. Nun kommt
dort ein weiteres Technologiefeld hinzu, das an sicherheitsrelevanten
Anwendungen ansetzt. Zum Betriebsstart wurde die Drohnenabwehrtechnik vor Ort
demonstriert. Auch der israelische Botschafter Ron Prosor nahm daran teil.
Wofür sind die Systeme ausgelegt?
Nach Unternehmensangaben haben Drohnen sich zu einem der
meistgenutzten Mittel hybrider Militärstrategien entwickelt. Entsprechend breit
ist der Anwendungsrahmen der neuen Systeme angelegt. „Die Systeme sind auf
höchste Anforderungen der nationalen Sicherheit, des Grenzschutzes sowie
militärischer, ziviler und industrieller Anwendungen ausgelegt“, hieß es.
Im Fokus der Drohnenabwehr stehen unter anderem
Flughäfen, Bundeswehr-Standorte und Energieversorger. Nach Angaben der
Bundesregierung haben Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in
Deutschland seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine
zugenommen. Zuletzt galten Drohnen am Hauptstadtflughafen BER als
Sicherheitsrisiko.
Warum ist der Einstieg für Heidelberg strategisch
relevant?
Mit dem neuen Geschäftsfeld betont Heidelberg seine
industrielle Kompetenz auch in einem sicherheitsrelevanten Umfeld.
Vorstandsvorsitzender Jürgen Otto sagte: „Auf der Grundlage von 175 Jahren
deutscher Maschinenbaukompetenz von Heidelberg entsteht hier ein wesentlicher
Beitrag zur technologischen Unabhängigkeit Europas“. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke
ordnete das Projekt sicherheitspolitisch ein. „Angesichts einer wachsenden
Bedrohungslage müssen wir unsere kritischen Infrastrukturen noch besser
schützen.“ Brandenburg bekenne sich zu der Ansiedlung und dem Ziel, die
Verteidigungsfähigkeit Deutschlands zu stärken. Onberg ist ein Gemeinschaftsunternehmen einer Tochter der
Heidelberger Druckmaschinen AG und dem US-amerikanisch-israelischen Unternehmen
Ondas Autonomous Systems.
Quelle: dpa
FAQ zu Drohnenabwehr
• Was ist über die Drohnenabwehr von Heidelberg bekannt?
– Heidelberg steigt mit einem Joint Venture in die Entwicklung von
Drohnenabwehrsystemen ein.
• Wo entsteht das neue Drohnenabwehr-Zentrum? – Der
Betrieb wurde in Brandenburg an der Havel aufgenommen.
• Für wen ist die Drohnenabwehr gedacht? – Im Fokus
stehen militärische, zivile und industrielle Anwendungen sowie der Schutz
kritischer Infrastruktur.
• In welchen Märkten soll die Drohnenabwehr zuerst
vermarktet werden? – Laut Unternehmen zunächst in Deutschland und der Ukraine.
• Warum gewinnt Drohnenabwehr an Bedeutung? –
Drohnensichtungen an wichtigen Einrichtungen in Deutschland haben nach Angaben
der Bundesregierung zugenommen.