Additive Fertigung

US-Kriegsministerium fördert Stratasys mit 7,8 Mio. USD

Das US-Kriegsministerium und America Makes fördern Stratasys mit 7,8 Mio. USD. Das 24-monatige Projekt soll die additive Fertigung durch In-situ-Qualitätssicherung für F3300 und F900 besser skalierbar machen.

Stratsys hat vom US-Kriegsministerium (Department of War (DOW), im Bild das Pentagon in Washington D.C.) 7,8 Millionen US-Dollar für ein 24-monatiges Projekt zur Entwicklung von In-situ-Qualitätssicherungsfunktionen für die Plattformen F3300 und F900 erhalten.
Stratsys hat vom US-Kriegsministerium (Department of War (DOW), im Bild das Pentagon in Washington D.C.) 7,8 Millionen US-Dollar für ein 24-monatiges Projekt zur Entwicklung von In-situ-Qualitätssicherungsfunktionen für die Plattformen F3300 und F900 erhalten.

Summary: Stratasys erhält im Rahmen einer Initiative von America Makes und dem US-Kriegsministerium Fördermittel in Höhe von 7,8 Mio. USD. In dem 24-monatigen Projekt entwickelt das Unternehmen In-situ-Qualitätssicherungsfunktionen für die industriellen FDM-3D-Druckplattformen F3300 und F900. Echtzeit-Prozessdaten sollen Prüfaufwand und Qualifizierungszyklen reduzieren und den Ausbau additiver Fertigungskapazitäten insbesondere für anspruchsvolle Produktionsumgebungen unterstützen.

Stratasys erhält im Rahmen der „2026 America Makes and the Department of War (DoW) Organic Industrial Base (OIB) Modernization Challenge“ Fördermittel in Höhe von 7,8 Mio. USD. Wie das Unternehmen mitteilt, ist die Förderung auf 24 Monate angelegt und soll die Entwicklung von In-situ-Qualitätssicherungsfunktionen für die industriellen FDM-Plattformendie industriellen FDM-3D-Druckplattformen F3300 und F900 F3300 und F900 unterstützen.

Ziel der Initiative ist es, die additive Fertigung und damit verbundene Technologien weiterzuentwickeln und die Modernisierung der Verteidigungsindustrie zu unterstützen. Die neuen Funktionen sollen während des Fertigungsprozesses Echtzeit-Prozessdaten erzeugen. Damit sollen Hersteller die additive Fertigung skalieren, Kapazitäten ausbauen und die Abhängigkeit von kostenintensiven Inspektionen und Qualifizierungen nach dem Druck verringern können.

America Makes ist eine öffentlich-private Partnerschaft für additive Fertigung und das „National Additive Manufacturing Innovation Institute“. Die Organisation bringt Industrie, Regierung und Wissenschaft zusammen. Im Rahmen der „OIB Modernization Challenge 2026“ werden Projekte unterstützt, die Fertigungskapazitäten für industrielle Produktion, widerstandsfähige Lieferketten und die industrielle Basis der Verteidigungsindustrie voranbringen.

„In der nächsten Phase der Einführung der additiven Fertigung innerhalb der Verteidigungsindustriebasis geht es darum, den Übergang von vereinzelten Anwendungen hin zu einer qualifizierten, skalierbaren Produktion zu vollziehen“, sagte John Wilczynski, Geschäftsführer von America Makes. „Die Arbeit von Stratasys zur Weiterentwicklung der In-situ-Überwachung auf etablierten Polymer-Produktionsplattformen geht auf einen entscheidenden Aspekt dieser Herausforderung ein – nämlich das Schaffen von mehr Vertrauen in den Fertigungsprozess und die Generierung der Daten, die zur Unterstützung der Qualifizierung benötigt werden. Dieses Projekt wird eine solidere Grundlage für die Ausweitung der additiven Fertigung auf Anwendungen in den Bereichen Produktion, Instandhaltung und Lieferkette im gesamten Verteidigungssektor schaffen.“

In-situ-Qualitätssicherung soll Prüfaufwand senken

Das Projekt setzt bei einem Hindernis für die breitere Einführung additiver Fertigung in Produktionsumgebungen an: Teilequalität muss effizient und konsistent überprüft werden und zugleich ausreichende technische Nachweise für eine Skalierung liefern.

Hersteller in stark regulierten Branchen greifen laut Mitteilung häufig auf umfangreiche Prüf- und Qualifizierungsprozesse nach dem Druck zurück, bevor Bauteile eingesetzt werden können. Werden Qualitätsdaten bereits während des Bauprozesses erfasst, soll die In-situ-Qualitätssicherung den Prüfaufwand reduzieren, Qualifizierungszyklen verkürzen und den Ausbau der Fertigungskapazitäten erleichtern.

„Bei dieser Initiative geht es darum, Herstellern dabei zu helfen, die additive Fertigung mit Zuversicht zu skalieren“, sagte Rich Garrity, Chief Business Unit Officer bei Stratasys. „Wenn Produktionsteams während des Bauprozesses Zugriff auf Qualitätsdaten haben, können sie Anwendungen reibungsloser qualifizieren, die Produktionskapazität effizienter ausbauen und die additive Fertigung effektiver in anspruchsvolle Produktionsumgebungen integrieren.“

Welche Branchen von der Entwicklung profitieren sollen

Die geplanten Funktionen richten sich nicht ausschließlich an die Verteidigungsindustrie. Stratasys nennt außerdem die Luft- und Raumfahrt, die zivile Luftfahrt sowie weitere Industriemärkte, in denen Rückverfolgbarkeit, Prozesskontrolle und Teilequalifizierung entscheidende Anforderungen darstellen.

Für die Verteidigungsindustrie und deren Hauptauftragnehmer soll die In-situ-Qualitätssicherung eine technische Grundlage für den Ausbau additiver Produktionskapazitäten schaffen. In der zivilen Luftfahrt und bei stark regulierten Industrieherstellern soll die Technologie einen klareren Weg zur Skalierung der Produktion ermöglichen und gleichzeitig Kosten sowie Komplexität herkömmlicher Prüfabläufe reduzieren.

F3300 und F900 erhalten neue Überwachungsfunktionen

Im Mittelpunkt des Projekts stehen die FDM-Plattformen F3300 und F900. Für beide Systeme sollen fortschrittliche Überwachungsfunktionen entwickelt werden, die einen besseren Einblick in den additiven Fertigungsprozess ermöglichen.

Die Technologie soll potenzielle Anomalien während der Produktion erkennen und zugleich die Dokumentation erzeugen, die für Qualitätsentscheidungen erforderlich ist. Damit verfolgt Stratasys das Ziel, die Produktionskonsistenz zu verbessern, Engpässe bei der Qualifizierung zu reduzieren und die Einführung additiver Fertigung für Produktionsanwendungen zu beschleunigen.

Die Bedeutung der Initiative geht laut Stratasys über die reine Überwachungsfunktion hinaus. Echtzeit-Qualitätsdaten während der Produktion könnten dazu beitragen, die additive Fertigung von einem qualifizierten, anwendungsspezifischen Ansatz zu einem stärker skalierbaren Produktionsmodell weiterzuentwickeln.

Warum Kooperationen für die additive Fertigung wichtig sind

„America Makes spielt eine entscheidende Rolle dabei, führende Vertreter aus Industrie, Regierung und Technologie zusammenzubringen, um einige der wichtigsten Herausforderungen der Fertigungsindustrie anzugehen“, fügte Garrity hinzu. „Kooperative Initiativen wie diese tragen dazu bei, Innovationen zu beschleunigen und die Fähigkeiten zu stärken, die für die Zukunft der fortschrittlichen Fertigung erforderlich sind.“

Stratasys kombiniert in seinem Portfolio industrielle Hardware, Materialien in Produktionsqualität, Software und Anwendungskompetenz. Die Lösungen sollen Hersteller dabei unterstützen, ihre Effizienz und Produktionsflexibilität zu steigern sowie komplexe Fertigungsaufgaben unter anderem in der Luft- und Raumfahrt, im Transportwesen und in der Industrie zu bewältigen.

Das Unternehmen bezeichnet sich als Vorreiter beim Wandel hin zur additiven Fertigung und bietet 3D-Drucklösungen unter anderem für Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie, Konsumgüter und Gesundheitswesen. Zum Angebot gehören vernetzte 3D-Drucker, Polymermaterialien, ein Software-Ökosystem sowie die bedarfsgerechte Bereitstellung von Bauteilen.

Mit Material von Stratasys

FAQ: Additive Fertigung und US-Kriegsministerium

• Warum fördert das US-Kriegsministerium die additive Fertigung bei Stratasys? – Die Förderung ist Teil der „2026 America Makes and the Department of War (DoW) Organic Industrial Base (OIB) Modernization Challenge“ und soll die Modernisierung der Verteidigungsindustrie unterstützen.

• Wie viel Förderung erhält Stratasys für die additive Fertigung vom US-Kriegsministerium? – Stratasys erhält im Rahmen der Initiative Fördermittel in Höhe von 7,8 Mio. USD für ein 24-monatiges Projekt.

• Was entwickelt Stratasys mit der Förderung für die additive Fertigung? – Im Mittelpunkt stehen In-situ-Qualitätssicherungsfunktionen für die industriellen FDM-Plattformen F3300 und F900.

• Welche Rolle spielt America Makes bei der Förderung der additiven Fertigung? – America Makes bringt Industrie, Regierung und Wissenschaft zusammen und unterstützt im Rahmen der OIB Modernization Challenge 2026 Projekte zur Weiterentwicklung industrieller Fertigungskapazitäten.

• Was soll die additive Fertigung durch das Projekt erreichen? – Echtzeit-Qualitätsdaten sollen Prüfaufwand reduzieren, Qualifizierungszyklen verkürzen und den Ausbau der Produktionskapazitäten unterstützen.