KI in der Fertigung gilt als Hebel gegen schwaches Produktivitätswachstum. Augmentir zeigt sechs typische Performancebremsen und digitale Lösungen.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Mehr Produktivität an der Maschine dank digitaler Unterstützung.visoot – stock.adobe.com/Augmentir
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Summary:
Augmentir beschreibt sechs häufige Produktivitätsbremsen in Produktion und Service. Dazu zählen veraltete Arbeitsanweisungen, Skill-Lücken, reaktive Problemlösung und Informationssilos. KI-gestützte Connected-Worker-Lösungen sollen Abläufe standardisieren, Teams entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Im weltweiten Wettbewerb fällt die deutsche Wirtschaft vor allem durch ein vergleichsweise schwaches Produktivitätswachstum auf. Viele Manager setzen deshalb auf KI: Laut einer McKinsey-Umfrage sehen 81 Prozent der deutschen Topmanager darin eine Chance, die Produktivität im eigenen Unternehmen zu steigern.
Doch vor dem Einsatz neuer Technologie steht die Ursachenanalyse. Entscheidend ist, wo Performance verloren geht: in Abläufen, in der Qualifikation, in organisatorischen Strukturen oder in fehlender Transparenz. Augmentir, Anbieter einer Connected-Worker-Lösung, nennt aus dem Austausch mit Kunden aus Produktion und Service sechs wiederkehrende Hemmnisse.
Eine zentrale Produktivitätsbremse sind uneinheitliche oder veraltete Arbeitsanweisungen. Viele Betriebe verlassen sich stark auf Erfahrungswissen. Weniger geübte Mitarbeitende arbeiten dann mit mündlich überlieferten oder nicht mehr aktuellen Vorgaben. Unterschiedliche Interpretationen des „richtigen Vorgehens“ führen zu Fehlern, ineffizienten Prozessen und Sicherheitsrisiken. Digitale Arbeitsanweisungen standardisieren Abläufe und stellen Schritt-für-Schritt-Anleitungen auf mobilen Geräten oder Wearables bereit. Bei SOPs, Checklisten und Smart Forms unterstützt ein generativer KI-Assistent, der auf bestehendem Content aufbaut. Durch Echtzeitdaten zur Arbeitsausführung und Feedback lassen sich Abläufe fortlaufend verbessern.
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Wie Skill Management die Einsatzplanung verbessert
Ein weiterer Performancehemmer ist mangelnde Transparenz über Qualifikationen. Ohne klaren Überblick über Fähigkeiten, Ausbildungen und Bescheinigungen stützen sich Vorgesetzte bei der Personaleinsatzplanung auf Eindrücke oder Hörensagen. Bei hoher Fluktuation steigt damit das Risiko, Aufgaben falsch zu verteilen. Digitales Skill Management erfasst die Kompetenzen der Belegschaft zentral. KI-gestützte Connected-Worker-Lösungen können darauf aufbauend Arbeitsanweisungen personalisieren. Weniger Erfahrene erhalten detaillierte Unterstützung, routinierte Kräfte nur die nötigen Schritte. So lassen sich Fehler, Verzögerungen und Compliancerisiken verringern.
Warum reaktive Problemlösung teuer wird
Viele Teams handeln erst, wenn Probleme bereits eskaliert sind. Dieses Feuerwehrprinzip verursacht Produktionsausfälle, Nacharbeit und Qualitätsmängel. Zudem steigt das Risiko von Sicherheitsvorfällen, während strukturiertes Problemmanagement kaum möglich ist. Digitale Tools können Prozessdaten granular auswerten. Werden Trends oder Anomalien sichtbar, erhalten Schichtführer oder Teamleiter automatische Hinweise, auch über Schichten und Standorte hinweg. Zusätzlich liefert die Lösung eine Fehleranalyse und Vorschläge, wie sich proaktiv gegensteuern lässt.
Auch verstreute Informationen kosten Produktivität. Papierunterlagen, Tabellen, Apps, Abteilungen und Niederlassungen erschweren den Blick auf das Gesamtbild. Entscheidungen verzögern sich, Kommunikation wird aufwendiger und Prozesse verlieren an Effizienz. Connected-Worker-Plattformen bündeln Arbeitsanweisungen, Schulungsunterlagen, Skill Management und Analytics zentral. Mitarbeitende greifen rollen- und rechtebasiert auf dieselbe Informationsbasis zu. Wichtig ist dabei die Integration mit MES-, ERP-, QMS- und LMS-Systemen, damit operative Teams und Backoffice besser zusammenarbeiten.
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Wie KI in der Fertigung Onboarding beschleunigt
Geringes Engagement und mangelndes Verantwortungsbewusstsein entstehen häufig, wenn Beschäftigte ihren Beitrag nicht erkennen. Personalisierte Arbeitsanweisungen, Feedbackschleifen und Microlearning sollen Eigeninitiative, Qualität und Effizienz fördern. Hinzu kommt der Schulungsaufwand bei hoher Fluktuation. Neue Mitarbeitende benötigen Einarbeitung und binden erfahrene Kräfte. KI-basierte Connected-Worker-Lösungen führen Neulinge direkt am Arbeitsplatz Schritt für Schritt durch Aufgaben. Ergänzendes Material steht als Video, Bild oder Text bereit. Nach Praxiserfahrungen kann dies die Einarbeitungszeit um bis zu 80 Prozent verkürzen.
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Quelle: Augmentir
FAQ: KI in der Fertigung
1. Wie hilft KI in der Fertigung bei Arbeitsanweisungen?
Sie unterstützt bei SOPs, Checklisten und Smart Forms und hält Anleitungen durch Daten und Feedback aktuell.
2. Warum ist KI in der Fertigung für Skill Management relevant?
Sie ermöglicht personalisierte Arbeitsanweisungen auf Basis von Fähigkeiten, Ausbildungen und Bescheinigungen.
3. Wie reduziert KI in der Fertigung reaktive Problemlösung?
Sie erkennt Trends und Anomalien in Prozessdaten und liefert Hinweise sowie Vorschläge zum Gegensteuern.
4. Welche Rolle spielt KI in der Fertigung beim Onboarding?
Sie führt neue Mitarbeitende direkt am Arbeitsplatz Schritt für Schritt durch Aufgaben.
5. Was bewirkt KI in der Fertigung laut Augmentir?
Sie soll Teams stärken, Performance verbessern und langfristig zur Wettbewerbsfähigkeit beitragen.