KSB: Halbjahreszahlen 2026

KSB behauptet sich trotz geopolitischer Herausforderungen

Der KSB-Auftragseingang ist im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Gleichzeitig legten Umsatz und operatives Ergebnis im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal zu.

Was zeigt der KSB-Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026? Trotz schwieriger Rahmenbedingungen steigert das Unternehmen Umsatz und Bestellungen. Hier ein Blick in die Motorenwicklung (Qualitätsprüfung).

Summary: KSB hat im ersten Halbjahr 2026 den Auftragseingang auf 1.849 Mio. EUR erhöht. Während das Servicegeschäft von KSB SupremeServ die Entwicklung stützte, belasteten geopolitische Unsicherheiten und Währungseffekte das Geschäft. Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Prognose fest.

Warum steigt der KSB-Auftragseingang?

Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB konnte sich nach eigenen Angaben auch im zweiten Quartal 2026 in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Gegenüber dem ersten Quartal verbesserten sich sowohl die Umsatzerlöse als auch das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT). Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei das Segment KSB SupremeServ, in dem das Ersatzteil- und Servicegeschäft gebündelt ist.

Im ersten Halbjahr 2026 erhöhte sich der Auftragseingang von 1.698 Mio. EUR auf 1.849 Mio. EUR. Ohne negative Währungseinflüsse hätte der Wert nochmals um 44 Mio. EUR höher gelegen. Im zweiten Quartal erreichte der Auftragseingang 836 Mio. EUR und lag damit 2 % über dem Vorjahresquartal.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete KSB SupremeServ mit einem Plus von 9,6 % auf 272 Mio. EUR. Das Segment Pumpen steigerte den Auftragseingang um 1,0 % auf 462 Mio. EUR, während das Armaturengeschäft einen Rückgang von 10,9 % auf 102 Mio. EUR verbuchte.

Innerhalb des Pumpensegments entwickelte sich insbesondere der Absatzmarkt Bergbau positiv und erzielte ein Wachstum von 15,2 %. Die Bereiche Energie sowie Standardmärkte lagen auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Zudem gewann KSB nennenswerte Aufträge für die Raumkühlung von Rechenzentren (Data Centers), wie aus der Mitteilung hervorgeht.

Wie entwickelten sich Umsatz und EBIT?

Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr leicht von 1.465 Mio. EUR auf 1.471 Mio. EUR. Negative Währungseffekte in Höhe von 37 Mio. EUR belasteten die Entwicklung. Im zweiten Quartal erzielte KSB Umsatzerlöse von 760 Mio. EUR. Das entspricht einem Plus von 0,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal und von 6,7 % gegenüber dem ersten Quartal 2026.

Das stärkste Umsatzwachstum erreichte das Segment Pumpen mit einem Anstieg um 1,7 % auf 410 Mio. EUR. Der Absatzmarkt Bergbau legte dabei um 29,7 % zu. Die Umsätze in den Bereichen Energie mit 46 Mio. EUR sowie in den Standardmärkten mit 339 Mio. EUR bewegten sich auf Vorjahresniveau.

Im Segment Armaturen erhöhte KSB die Umsatzerlöse um 1,2 % auf 98 Mio. EUR. KSB SupremeServ erzielte mit 252 Mio. EUR einen moderaten Rückgang von 1,8 % gegenüber dem zweiten Quartal 2025.

Das EBIT belief sich im ersten Halbjahr auf 98,4 Mio. EUR nach 108,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Nach 39,8 Mio. EUR im ersten Quartal, das einen positiven Einmaleffekt aus der erstmaligen Konsolidierung der KSB Pumps Arabia Ltd. enthielt, stieg das EBIT im zweiten Quartal auf 58,5 Mio. EUR. Auf operativer Basis entspricht dies laut Unternehmen einem Anstieg von rund 150 %.

Die EBIT-Marge lag bei 7,7 % nach 8,3 % im Vorjahresquartal. Wie bereits im Vorjahr belasteten externe Transformationskosten für SAP S/4HANA in Höhe von 5,9 Mio. EUR das Ergebnis. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal geht insbesondere auf das Segment Pumpen zurück, dessen EBIT von 20,4 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR sank. Ausschlaggebend war dabei vor allem die Entwicklung im Absatzmarkt Petrochemie/Chemie. Das EBIT im Segment Armaturen lag mit -1,6 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahreswert. KSB SupremeServ erreichte mit 44,3 Mio. EUR nahezu das Niveau des Vorjahres und verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal deutlich.

Welche Erwartungen hat KSB für das Gesamtjahr?

Zur Geschäftsentwicklung erklärt Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung: „Das erste Halbjahr 2026 war erneut durch globale Disruption geprägt, maßgeblich verursacht durch den im Februar entfachten Krieg zwischen den USA und dem Iran. Dieser hat weltweit zu Investitionszurückhaltung, Preissteigerungen und vielfachen logistischen Engpässen geführt“.

Weiter führt er aus: „Angesichts der Marktschwäche in China und Europa und damit verbundenen Sparprogrammen bei Schlüsselkunden von KSB freue ich mich über den erreichten Auftragseingang. Nun gilt es, Umsatz und Profitabilität – wie in den Vorjahren – durch eine starke Produktionsleistung im zweiten Halbjahr zu sichern. Das internationale Führungsteam hat bereits frühzeitig ergebnisstützende Kostenmaßnahmen eingeleitet, die vor allem im zweiten Halbjahr wirksam werden. Wir sind zuversichtlich, dass wir die zu Jahresbeginn veröffentlichte Prognose für alle drei Kennzahlen erfüllen werden.“

Wie das Unternehmen mitteilt, hält KSB damit an seiner zu Jahresbeginn veröffentlichten Prognose für Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis fest.

Der KSB-Auftragseingang

• Wie hat sich der KSB-Auftragseingang im ersten Halbjahr 2026 entwickelt? – Der Auftragseingang stieg von 1.698 Mio. EUR auf 1.849 Mio. EUR.

• Welche Sparte trug besonders zum KSB-Auftragseingang und Ergebnis bei? – Vor allem KSB SupremeServ mit dem Ersatzteil- und Servicegeschäft entwickelte sich positiv.

• Welche Faktoren belasteten den KSB-Auftragseingang und das Geschäft? – Negative Währungseffekte sowie geopolitische Unsicherheiten und daraus resultierende Investitionszurückhaltung und logistische Engpässe.

• Welche Märkte entwickelten sich im Pumpengeschäft besonders positiv? – Der Absatzmarkt Bergbau verzeichnete sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz die stärksten Zuwächse.

• Wie bewertet KSB den weiteren Jahresverlauf? – Das Unternehmen hält an seiner Prognose fest und setzt auf eine starke Produktionsleistung sowie bereits eingeleitete Kostenmaßnahmen im zweiten Halbjahr.