Wie KI und Funktechnik das Engineering ab 2026 prägen
2026 wird zum Wendepunkt für Ingenieure: Agentic AI, hybride NTN-TN-Netze, Embedded KI und KI-basierte Simulation verändern Design- und Entwicklungsprozesse grundlegend. Wer diese Trends versteht, sichert sich technologische Vorteile.
Zwischen 2026 und 2030 werden die Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz und der drahtlosen Kommunikation den Wandel ingenieurtechnischer Arbeitsweisen beschleunigen.
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Erste klare Signale verdichten sich zu Technologietrends, die strategische Entscheidungen heute entscheidend machen. Agentenbasierte KI geht über klassische Assistenz hinaus: Sie nutzt Tools aktiv, automatisiert Aufgaben und greift sicher auf Daten und Code zu. Das Model Context Protocol (MCP) schafft dabei standardisierte Schnittstellen für flexible, sichere Workflows.
Hybride NTN-TN-Netzwerke werden Realität
Nichtterrestrische Netzwerke ergänzen terrestrische Mobilfunknetze zu hybriden Architekturen. Neue 3GPP-Releases ermöglichen nahtlose Übergänge, stellen Ingenieure aber vor komplexe Herausforderungen bei Design, Koordination und Kanalmodellierung. KI-Modelle halten Einzug in Mikrocontroller, FPGAs und NPUs. Durch Modellkompression, automatisierte Codegenerierung und Systemtests entstehen leistungsfähige, robuste Edge-Systeme – etwa für virtuelle Sensorik ohne zusätzliche Hardware.
KI-basiertes ROM beschleunigt Simulation und Design
Reduced Order Modeling auf KI-Basis verbindet hohe physikalische Genauigkeit mit Recheneffizienz. Ingenieure profitieren von schneller Designexploration, Echtzeitsimulation und besseren Vorhersagen in Automotive, Aerospace und Energieanwendungen. Große Sprachmodelle unterstützen Wireless-Ingenieure bei der Analyse komplexer Funkumgebungen. GenAI verbessert Kanalmodelle für MIMO- und Beamforming-Systeme und ergänzt die physikalische Schicht durch KI-gestützte Entscheidungslogik.
Ausblick: Interdisziplinarität als Erfolgsfaktor
Die Bewältigung neuer technischer und sicherheitsrelevanter Herausforderungen erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit und sorgfältiges Systemdesign. Indem sich Ingenieurteams an diese Veränderungen anpassen, können sie Komplexitäten besser beherrschen sowie leistungsfähigere und robustere technische Systeme für die Zukunft entwickeln.
Quelle: MathWorks
FAQs zum Engineering on the Edge
Warum gilt 2026 als Wendepunkt für Engineering und KI?
2026 verdichten sich technologische Entwicklungen wie Agentic AI, hybride Funknetze und Embedded KI zu marktreifen Lösungen. Ingenieure müssen diese Trends früh berücksichtigen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Was unterscheidet Agentic AI von klassischer KI?
Agentic AI kann eigenständig Tools auswählen, Daten beschaffen und Aufgaben ausführen. Sie agiert proaktiv innerhalb definierter Sicherheitsgrenzen und ermöglicht damit deutlich effizientere Engineering-Workflows.
Welche Rolle spielen hybride NTN-TN-Netzwerke?
Hybride Netzwerke kombinieren Satelliten- und terrestrische Kommunikation. Sie erweitern die Konnektivität, erfordern aber neue Konzepte für Handover, Ressourcenmanagement und robuste Kanalmodellierung.
Warum wird Embedded KI am Edge immer wichtiger?
Embedded KI erlaubt schnelle, lokale Entscheidungen ohne permanente Cloudanbindung. Das steigert Latenz, Zuverlässigkeit und Resilienz – besonders in sicherheitskritischen und ressourcenbeschränkten Systemen.
Wie verändert KI-basierte Simulation das Engineering?
KI-basiertes Reduced Order Modeling beschleunigt Simulation und Design erheblich. Ingenieure können komplexe Systeme schneller analysieren, optimieren und in Echtzeit bewerten, ohne auf Genauigkeit zu verzichten.