KI wird Produktivitätsmotor

KI schafft Wert, statt nur zu experimentieren

2026 markiert den Übergang von KI-Tests zur produktiven Wertschöpfung. Fertigungsunternehmen integrieren KI gezielt in Organisation, Lieferketten, Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

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Der KI-Einsatz verlässt die experimentelle Phase und wird fester Bestandteil produktiver Wertschöpfung.

Schwierige Marktbedingungen, hohes Innovationstempo und strenge regulatorische Vorgaben haben 2025 eine anspruchsvolle Gemengelage für Produktionsunternehmen geschaffen. KI gilt dabei branchenweit als zentraler Lösungsansatz. Laut einer weltweiten Manufacturing-Studie planen 93 Prozent der befragten COOs großer Unternehmen, ihre Investitionen in KI und digitale Technologien weiter zu erhöhen. Entscheidend ist nun deren konsequente, wertschöpfende Integration in die Produktionsprozesse – die Phase des Experimentierens ist vorbei.

KI-gerechte Organisationsstrukturen schaffen

Ein produktiver KI-Einsatz lässt sich nicht mit klassischen linearen Prozessen und starren Hierarchien vereinbaren. Zuständigkeitsgrenzen und sequenzielle Organisationsmodelle bremsen Fortschritt. Eine der wichtigsten Aufgaben wird daher sein, bestehende Strukturen zu hinterfragen und so anzupassen, dass KI ihr volles Potenzial entfalten kann.

Industrial Metaverse Conference

Die Industrial Metaverse Conference erkundet die neuesten Entwicklungen und Innovationen an der Schnittstelle von Industrie und virtuellen Welten. Die Konferenz bringt führende Experten, Technologen und Geschäftsstrategen zusammen, um Einblicke in die Verwendung von Metaverse-Technologien in der Fertigung, Automatisierung und digitalen Transformation zu teilen. Die nächste Konferenz ist am 10. und 11. Februar 2026 in München.

Weitere Informationen und Tickets gibt es hier: Industrial Metaverse Conference

Intelligente Lieferketten vorausschauend steuern

Produktionsunternehmen müssen sich zunehmend prädiktiv auf Störungen vorbereiten. KI ermöglicht es, komplexe Was-wäre-wenn-Szenarien zu modellieren, Störungen zu simulieren und geeignete Reaktionen frühzeitig zu planen. Optimierung, Resilienz und Wertschöpfung werden damit direkt in das Lieferkettenmanagement integriert.

Nachhaltigkeit durch KI messbar machen

Neben Kosten und Qualität ist Nachhaltigkeit zu einem gleichwertigen Produktionskriterium geworden. Umweltwirkungen müssen in Echtzeit überwacht, ausgewertet und optimiert werden. Regulatorische Anforderungen an Emissionsoffenlegung und Energietransparenz machen KI-gestützte Einblicke in Energieverbrauch, Emissionen und Abfall unverzichtbar.

Mensch, Roboter und KI als Produktivitätsteam

Der Mangel an Arbeitskräften ist einer der größten Hemmschuhe für Produktivitätssteigerungen. Der nächste Entwicklungsschritt gelingt nur mit neuen Betriebsmodellen, in denen Menschen, humanoide Roboter und KI-fähige Systeme eng zusammenarbeiten. Dafür sind nicht nur passende Technologien nötig, sondern auch klare Arbeitsteilung und angepasste Sicherheitskonzepte.

Klare Leitlinien für nachhaltigen Erfolg

„Unternehmen müssen ein hohes Innovations- und Transformationstempo bei gleichzeitig volatilen Rahmenbedingungen bewältigen“, erklärt Sören Michl, Vice President AI Adoption bei IFS. „Dynamisches und zugleich diszipliniertes Handeln mit einem klaren Fokus auf wertschöpfende KI-Anwendungen wird zum Rückgrat des Erfolgs.“

Quelle: IFS

FAQs zum produktiven Einsatz der KI in der Fertigung

1. Warum gilt 2026 als Wendepunkt für den KI-Einsatz in der Fertigung? 

Weil KI den Übergang von Pilotprojekten und Tests in die produktive Wertschöpfung vollzieht und gezielt in zentrale Produktionsprozesse integriert wird.

2. Welche Rolle spielt KI unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen? 

KI hilft Unternehmen, mit volatilen Märkten, hohem Innovationstempo und steigenden regulatorischen Anforderungen umzugehen und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

3. Warum müssen Organisationsstrukturen für KI angepasst werden? 

Klassische lineare Prozesse und starre Hierarchien bremsen den produktiven KI-Einsatz. KI erfordert flexible, interdisziplinäre Strukturen ohne feste Zuständigkeitsgrenzen.

4. Wie verbessert KI das Management von Lieferketten? 

Durch prädiktive Analysen, Simulation von Störungsszenarien und die frühzeitige Planung von Gegenmaßnahmen erhöht KI Resilienz, Effizienz und Wertschöpfung.

5. Welche Bedeutung hat KI für Nachhaltigkeit und Regulierung? 

KI ermöglicht die Echtzeitüberwachung von Energieverbrauch, Emissionen und Abfall und unterstützt Unternehmen bei der Erfüllung von Offenlegungs- und Transparenzpflichten.

6. Welche Rolle spielen humanoide Roboter im Zusammenspiel mit KI? 

Sie sind ein zentraler Hebel zur Bewältigung des Fachkräftemangels und arbeiten künftig gemeinsam mit Menschen und KI-Systemen in neuen, produktiven Betriebsmodellen.

7. Was ist der wichtigste Erfolgsfaktor für den KI-Einsatz in der Fertigungsbranche? 

Ein klarer Fokus auf wertschöpfende Anwendungsfälle, kombiniert mit dynamischem, diszipliniertem Handeln und der gezielten Integration von KI in Kernprozesse.