Mit einem neuen Trainingszentrum für Physical AI wollen Neura Robotics und die Technische Universität München (TUM) die Entwicklung intelligenter Robotik beschleunigen. Am Münchner Flughafen entsteht dafür Europas größtes RoboGym.
Neura Robotics eröffnet in Zusammenarbeit mit dem Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der Technischen Universität München (TUM) Europas größtes Trainingszentrum für Physical AI: Das TUM RoboGym (powered by Neura).Neura
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Summary:
Neura Robotics und die Technische Universität München bauen am Münchner Flughafen ein Trainingszentrum für Physical AI. Ab Mitte 2026 soll dort eine Flotte humanoider Roboter unter realen Bedingungen trainieren. Ziel ist es, Trainingsdaten für Robotik zu generieren und die Entwicklung kognitiver Roboter zu beschleunigen.
Was entsteht im neuen Physical-AI-Zentrum am Münchner Flughafen?
Neura Robotics eröffnet gemeinsam mit dem Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der Technischen Universität München Europas größtes wissenschaftliches Trainingszentrum für Physical AI. Das sogenannte TUM RoboGym (powered by Neura) entsteht im TUM Convergence Center am Münchner Flughafen.
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Zum Start planen die Partner eine Fläche von rund 2.300 m², die perspektivisch erweitert werden soll. Ab Mitte 2026 soll dort eine große Flotte humanoider Roboter unter realen Bedingungen trainieren.
Das Trainingszentrum gilt als wichtiger Schritt für die Skalierung intelligenter Maschinen und für die technologische Souveränität Europas.
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Warum spielt Physical AI eine strategische Rolle?
Der Aufbau der Infrastruktur ist auch im geopolitischen Kontext zu sehen. Europa müsse im Wettbewerb der Technologien unabhängiger werden.
„Europäische Souveränität ist in Zeiten des geopolitischen Wettbewerbs zwischen Ost und West enorm wichtig. Mit diesem Forschungs- und Trainingszentrum, das weltweit eines der größten ist, schaffen wir für unsere Forschenden und Studierenden eine einzigartige Infrastruktur in Europa, in der sie neue Ansätze in Robotik und KI erleben, entwickeln und erlernen können und so beim Eintritt in den Arbeitsmarkt zu einem starken Kern europäischer Expertinnen und Experten werden“, sagt Prof. Lorenzo Masia, Direktor des TUM RoboGym und TUM MIRMI Executive Direktor.
Auch innerhalb der Forschung wird die Kooperation als bedeutender Schritt gesehen. Prof. Achim Lilienthal, Vizedirektor des MIRMI, erklärt: „Das Zusammenwirken von High-End-Robotiktechnologie und akademischer Forschung in Künstlicher Intelligenz der Spitzenklasse wird der Entwicklung einen gewaltigen Schub geben.“
Welche Rolle spielen Trainingsdaten für kognitive Robotik?
Im Zentrum des Projekts steht der Zugang zu realitätsnahen Trainingsdaten für Roboter.
„Die größte Herausforderung bei der Weiterentwicklung intelligenter Robotik ist heute nicht mehr die Hardware, sondern der Zugang zu hochwertigen, realitätsnahen Trainingsdaten. Mit der TUM bauen wir ein RoboGym, das allen Partnern und Entwicklern über das Neuraverse Zugang zu realen Trainingsumgebungen gibt, damit kognitive Roboter sicher lernen und Fähigkeiten schneller skalieren. Ein starkes Signal für Deutschland und Europa als Zentrum für Physical AI“, sagt David Reger, CEO und Gründer von Neura Robotics.
Die im RoboGym erzeugten Daten sollen überwiegend in das sogenannte Neuraverse einfließen – eine zentrale Plattform für Trainingsdaten, die hardwareübergreifend genutzt werden kann.
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Tech-Ecke: Was macht "Physical AI" anders?
Kurze Erklärung des Unterschieds: Während ChatGPT nur Text generiert, muss Physical AI die Gesetze der Physik (Reibung, Schwerkraft, Sensorik) verstehen, um Hardware sicher zu steuern.
Wie wird das Projekt finanziert?
Für den Aufbau des Trainingszentrums investieren die Partner gemeinsam rund 17 Millionen EUR. Den größten Anteil übernimmt Neura Robotics mit etwa 11 Millionen EUR.
Die im RoboGym generierten Daten sollen die Entwicklung präziserer KI-Modelle und leistungsfähigerer Roboter ermöglichen. Ziel ist es laut Unternehmensangaben, Innovation, Sicherheit und verantwortungsvolle Automatisierung in der Robotik voranzutreiben.
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📍 Standort-Check: RoboGym am Flughafen München
Das neue Forschungszentrum für Physical AI entsteht im TUM Convergence Center, einem zentralen Bestandteil des Innovationscampus „LabCampus“ am Münchener Flughafen.
Region: Landkreis Freising / Erding (Metropolregion München)
Erreichbarkeit: Direkte Anbindung über die S-Bahn-Linien S1 und S8 (Station Flughafen München), unmittelbare Nähe zu den Terminals 1 & 2.
Innovations-Ökosystem: Eingebettet in das bayerische HighTech-Netzwerk des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI).
Hintergrund: Der Standort am Flughafen wurde bewusst gewählt, um eine Schnittstelle zwischen internationaler Spitzenforschung, Tech-Start-ups und globaler Industrie-Anbindung zu schaffen.
Welche Perspektiven bietet das RoboGym für Industrie und Start-ups?
Langfristig soll das Trainingszentrum nicht nur der Forschung dienen. Perspektivisch ist geplant, das RoboGym auch Industriepartnern sowie Start-ups zugänglich zu machen.
Ziel ist es, die Grundlage für ein Betriebssystem für Roboter weltweit zu schaffen und damit den Innovationsstandort Deutschland und Europa in einem zentralen Zukunftsfeld zu stärken.
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Wie aus der Mitteilung hervorgeht, soll das RoboGym zugleich als Sprungbrett für die nächste Generation intelligenter humanoider Roboter dienen.
Mit Material von Neura
FAQ: Physical AI
• Was ist Physical AI im Kontext des RoboGyms? – Physical AI bezeichnet KI-Systeme, die direkt in physische Maschinen wie Roboter integriert sind und reale Aufgaben autonom ausführen.
• Warum bauen Neura Robotics und die TUM ein Trainingszentrum für Physical AI? – Ziel ist es, reale Trainingsdaten für Robotik zu generieren und die Entwicklung kognitiver Roboter schneller zu skalieren.
• Welche Rolle spielt das Neuraverse für Physical AI? – Das Neuraverse dient als Plattform, über die Trainingsdaten aus dem RoboGym der Robotik-Community zur Verfügung gestellt werden.
• Wann startet das Training im Physical-AI-RoboGym? – Laut Mitteilung soll ab Mitte 2026 eine große Flotte humanoider Roboter im TUM RoboGym trainieren.