Feuerwehrmänner Löschen Brand Schutzkleidung

In den Berufsbereichen des Handwerks, des Baugewerbes, der Industrie und der medizinischen Berufe ist das Tragen von Schutzkleidung grundsätzlich vom Gesetzgeber vorgeschrieben - Bild: pixabay.com - Joergelman

In manchen Berufsfeldern dient die Arbeitskleidung vor allem der Identifikation und soll ein stimmiges Gesamtbild ausdrücken. Vielfach erfüllt Arbeitskleidung aber auch einen wichtigen Zweck im Hinblick auf Sicherheit und Hygiene und ist deshalb in vielen Berufen sogar gesetzlich vorgeschrieben. In rechtlicher Hinsicht werden deshalb zwei Begriffe grundlegend unterschieden:

1. Schutzkleidung: Sie schützen Beschäftigte vor Unfällen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die durch ihre Tätigkeit entstehen können. Schutzkleidung ist gesetzlich vorgeschrieben.

2. Arbeitskleidung: Sie dient nicht dem Schutz vor Unfällen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen sondern dient nur als Ersatz oder Ergänzung für die Alltagskleidung. Arbeitskleidung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben.
In den Berufsbereichen des Handwerks, des Baugewerbes, der Industrie und der medizinischen Berufe ist das Tragen von Schutzkleidung grundsätzlich vom Gesetzgeber vorgeschrieben.

In Deutschland werden Arbeitssicherheit und Hygienestandards und damit auch die Schutzkleidung, die in vielen Berufen vorgeschrieben ist, durch das Deutsche Institut für Normung geregelt, genauer gesagt vom 1970 gegründeten DIN-Normenausschuss für persönliche Schutzausrüstung (NPS).

Arbeitskleidung: Wie sehen die gesetzlichen Vorgaben in der Industrie aus?

Arbeitskleidung Tabelle Bedingungen

Bild: (Quelle: www.rofa.de)

In der Industrie sehen viele Berufsbilder eine spezielle Workwear vor, die die Arbeitnehmer durch den gesamten Arbeitsalltag begleitet und sie bei ihren täglichen Aufgaben schützt. Da im industriellen Bereich viele Arbeitsabläufe und Tätigkeiten mit einem erhöhten Gefahrenpotential verbunden sind, gelten besonders umfangreiche und strenge Vorgaben im Hinblick auf die Berufsbekleidung.

Ein Beispiel ist die Schutzkleidung, die für Schweißer vorgeschrieben ist. Ihre Arbeitskleidung wird über die EN ISO 11612, ehemals als DIN EN 531 bekannt, geregelt. Die DIN beschäftigt sich vornehmlich mit der vorgeschriebenen Schutzkleidung für Feuerwehrleute und Rettungskräfte, findet aber auch im Bereich des industriellen Schweißens und im Maschinenbau allgemein Anwendung. Die Norm umfasst verschiedene Parameter, sich die auf die Haltbarkeit der Schutzkleidung beziehen und deshalb nicht nur für Personen im Bereich der Feuerrettung zutreffend sind sondern auch die Arbeitskleidung für Schweißer und Maschinenbauer im Allgemeinen umfassen:

- Schutzkleidung Parameter A1 und A2 - gültig für begrenzte Feuerausbreitung. Nachbrennzeit höchstens zwei Sekunden, Kleidung brennt nicht weiter, bildet keine Brandlöcher.

- Parameter B - regelt den Wärmedurchgang. Kleidung muss die Hitze für mindestens vier Sekunden abhalten.

- Parameter E - Arbeitskleidung muss flüssigem Aluminium bis zu einer Temperatur von 60 Grad standhalten.

In der Industrie kommt Schutzkleidung der Parameter A1 und A2 zum Einsatz. Die Kleidung wird je nach Arbeitsbereich noch einmal in zwei Kategorien unterteilt und ist in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen und dem Verfahren vorgeschrieben, mit denen Arbeiter bei ihrer täglichen Arbeit in Berührung kommen.