Auftragseingang im März 2026

Auftragseingang: Maschinenbau legt 6,9 Prozent zu

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im März 2026 deutlich gestiegen. Besonders Maschinenbau, elektrische Ausrüstungen und Elektronik trugen zum Plus bei.

Moderne Fertigungshalle mit Industrierobotern, Metallbauteilen und symbolischer Wachstumskurve für steigende Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe.
Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe legte im März 2026 deutlich zu. Besonders Maschinenbau, elektrische Ausrüstungen und Elektronik trugen zum Wachstum bei.

Summary: Das Statistische Bundesamt meldet für März 2026 einen realen Anstieg des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe um 5,0 % gegenüber Februar. Die Entwicklung wurde von Zuwächsen in fast allen Wirtschaftsbereichen getragen, darunter Maschinenbau, elektrische Ausrüstungen und Elektronik. Ohne Großaufträge erreichten die Bestellungen das höchste Niveau seit Februar 2023.

Wie stark steigt der Auftragseingang im März 2026?

Der reale, preisbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im März 2026 spürbar gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes, wie aus der Mitteilung von Destatis hervorgeht, lagen die Neuaufträge saison- und kalenderbereinigt um 5,0 % über dem Niveau des Vormonats Februar 2026.

Gegenüber dem Vorjahresmonat März 2025 ergab sich kalenderbereinigt ein Plus von 6,3 %. Damit zeigt sich im März eine deutliche Belebung der Nachfrage in der Industrie. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen fiel der Zuwachs mit 5,1 % sogar leicht höher aus als im Gesamtwert.

Besonders bemerkenswert: Der Auftragseingang ohne Großaufträge erreichte damit das höchste Niveau seit Februar 2023. Das spricht innerhalb der vorliegenden Zahlen für eine breiter getragene Entwicklung, die nicht allein von einzelnen Großprojekten geprägt war.

Auftragseingang ohne Großaufträge erreicht hohes Niveau

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich zeigt sich allerdings ein anderes Bild. Im 1. Quartal 2026 lag der Auftragseingang insgesamt um 4,1 % niedriger als im 4. Quartal 2025. Ausschlaggebend dafür war laut Destatis ein sehr hohes Volumen an Großaufträgen zum Jahresende 2025.

Ohne Großaufträge ergibt sich im Dreimonatsvergleich dagegen ein Zuwachs von 1,6 %. Damit relativiert sich der Rückgang im Gesamtwert, da der Vergleich stark durch die hohen Großaufträge am Ende des Vorjahres beeinflusst wurde.

Auch der Februar-Wert wurde angepasst. Nach Revision der vorläufigen Ergebnisse stieg der Auftragseingang im Februar 2026 gegenüber Januar 2026 um 1,4 %. Zunächst war ein Plus von 0,9 % gemeldet worden.

Welche Branchen treiben den Auftragseingang?

Die positive Entwicklung der Neuaufträge im März 2026 verteilte sich auf fast alle Wirtschaftsbereiche. Den größten Einfluss auf das Gesamtergebnis hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mehrere Industriebranchen mit deutlichen Zuwächsen.

Besonders stark legte die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen zu. Hier stiegen die Auftragseingänge saison- und kalenderbereinigt um 21,5 % gegenüber dem Vormonat. Ebenfalls deutlich im Plus lag die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 14,4 %.

Für die industrielle Kernbranche Maschinenbau meldete Destatis einen Anstieg der Auftragseingänge um 6,9 %. Damit trug auch der Maschinenbau wesentlich zur positiven Gesamtentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe bei.

Investitionsgüter, Vorleistungsgüter und Konsumgüter im Plus

Nach Gütergruppen betrachtet legten alle genannten Bereiche zu. Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang im März 2026 um 2,1 % gegenüber dem Vormonat. Vorleistungsgüter verzeichneten ein Plus von 9,2 %.

Auch bei den Konsumgütern zeigte sich eine positive Entwicklung. Hier lag der Auftragseingang um 7,3 % höher als im Februar 2026. Damit waren die Zuwächse nicht auf einzelne Gütergruppen begrenzt, sondern über mehrere Bereiche des Verarbeitenden Gewerbes verteilt.

Wie entwickeln sich Inlands- und Auslandsaufträge?

Die Auslandsaufträge stiegen im März 2026 um 5,6 %. Besonders kräftig fiel der Zuwachs bei Bestellungen aus der Eurozone aus. Diese lagen um 10,1 % über dem Vormonatswert.

Die Aufträge von außerhalb der Eurozone erhöhten sich um 2,7 %. Auch die Nachfrage aus dem Inland entwickelte sich positiv: Die Inlandsaufträge stiegen um 4,0 %. Damit trugen sowohl der Binnenmarkt als auch das Ausland zum höheren Auftragseingang bei.

Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe steigt leicht

Neben den Auftragseingängen meldete Destatis auch Daten zum Umsatz. Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag im März 2026 nach vorläufigen Angaben saison- und kalenderbereinigt um 0,7 % über dem Vormonat.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 war der Umsatz kalenderbereinigt jedoch 2,0 % niedriger. Für Februar 2026 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 1,3 % gegenüber Januar 2026. Der zuvor gemeldete vorläufige Wert hatte bei -0,5 % gelegen.

Mit Material des Statistischen Bundesamtes

FAQ Auftragseingang

• Wie stark ist der Auftragseingang im März 2026 gestiegen? – Der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe stieg saison- und kalenderbereinigt um 5,0 % gegenüber Februar 2026.

• Wie entwickelte sich der Auftragseingang ohne Großaufträge? – Ohne Großaufträge lag der Auftragseingang um 5,1 % höher als im Vormonat und erreichte das höchste Niveau seit Februar 2023.

• Welche Branchen prägten den Auftragseingang besonders? – Wichtige Impulse kamen aus der Herstellung elektrischer Ausrüstungen, dem Maschinenbau sowie der Elektronik und optischen Industrie.

• Wie entwickelte sich der Auftragseingang im Maschinenbau? – Im Maschinenbau stiegen die Auftragseingänge im März 2026 saison- und kalenderbereinigt um 6,9 % gegenüber dem Vormonat.

• Wie entwickelten sich die Auslandsaufträge beim Auftragseingang? – Die Auslandsaufträge stiegen im März 2026 um 5,6 %, wobei die Aufträge aus der Eurozone um 10,1 % zulegten.