Das C-Teile-Management prägte bei Würth Industrie Service auch 2025 die Industriebelieferung. In einem schwierigen Marktumfeld erreichte das Deutschlandgeschäft rund 719 Mio EUR Umsatz.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Das moderne Logistikzentrum von Würth Industrie Service in Bad Mergentheim bleibt Herzstück des europäischen C-Teile-Managements.Würth
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Summary: Würth Industrie Service schloss das
Geschäftsjahr 2025 in Deutschland mit rund 719 Mio EUR Umsatz ab, während das
WINWORK weltweit auf rund 1,8 Mrd EUR kam. Getragen wurde das
C-Teile-Management von digitalen und automatisierten Versorgungslösungen,
Investitionen in Bad Mergentheim und einem europaweiten Netzwerk. Hintergrund
waren volatile Bedarfe, hohe Unsicherheit und der Anspruch, mehr als 20.000
Industriekunden in Europa zuverlässig zu versorgen.
Was prägte das Geschäftsjahr 2025?
Das Jahr 2025 war von einer anhaltenden konjunkturellen
Abkühlung, fragmentierten politischen Rahmenbedingungen, geopolitischen
Spannungen und hohen Energiepreisen geprägt. Vor allem exportorientierte
Industrieunternehmen in Europa standen unter Druck. Für Würth Industrie Service
zeigte sich das in einem zurückhaltenderen Beschaffungsverhalten der
Industriekunden, kurzfristigeren Dispositionen und einer geringeren
Investitionsbereitschaft. In der Versorgung mit C-Teilen führte das zu stark
schwankenden Bedarfen, die sich unmittelbar im Umsatzverlauf niederschlugen.
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Wie das Unternehmen mitteilt, erwirtschaftete die
Würth-Gruppe gemäß vorläufigem Jahresabschluss 2025 einen Rekordumsatz von 20,7
Mrd. EUR. Innerhalb der Würth-Linie Industrie erzielte das Würth Industrial
Network, kurz WINWORK, im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 1,8 Mrd.
EUR. Die Würth Industrie Service in Deutschland kam auf rund 719 Mio. EUR
Umsatz.
„2025 war ein Jahr, in dem Planbarkeit zur knappen
Ressource wurde – und Vertrauen in funktionierende Partnerschaften umso
entscheidender.“, betont Martin Jauss, Executive Vice President Würth Group und
CEO Würth Industrie Service. Als Teil des WINWORK profitierte der
C-Teile-Spezialist dabei von einem starken Industrienetzwerk, einer
konsequenten Zentralstrategie in Europa sowie einem robusten
Versorgungsnetzwerk. Die in Bad Mergentheim gebündelte Kompetenz in Logistik,
Beschaffung, Technik und Systementwicklung stärkte zusätzlich die Resilienz.
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„Unsere Aufgabe bestand darin, Stabilität zu schaffen, wo
der Markt Unsicherheiten erzeugte.“, so Jauss weiter. „Dass wir diese Rolle
verlässlich ausfüllen konnten, ist das Ergebnis klarer Strukturen, moderner
Technologien und des Engagements unserer Mitarbeitenden weltweit.“ Nach
Unternehmensangaben sichert das die Versorgung von über 20.000 Industriekunden
in Europa.
C-Teile-Management als Stabilitätsfaktor
Seit mehr als 25 Jahren steht Würth Industrie Service für
ganzheitliche Beschaffungs- und Logistiklösungen im C-Teile-Management. Das
Portfolio umfasst direkte Produktionsmaterialien wie Schrauben, Scheiben und
Muttern ebenso wie indirektes Material, darunter Arbeitsschutz, Chemie und
Werkzeuge. Der Ansatz ist branchenübergreifend angelegt, skalierbar und auf die
Anforderungen moderner Produktionsprozesse ausgerichtet.
Das Fundament bilden bewährte Versorgungssysteme.
RFID-gestützte Kanban-Lösungen ermöglichen eine bedarfsgerechte,
verbrauchsorientierte Materialversorgung direkt am Einsatzort. Hinzu kommt die
ORSYmat-Systemwelt mit modularen und intelligenten Ausgabesystemen für
Werkzeuge, Betriebsmittel und Verbrauchsartikel.
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Darauf aufbauend entwickelt Würth Industrie Service seine
digitalen und automatisierten Versorgungslösungen weiter. Die vollständige
Digitalisierung klassischer Kanban-Systeme erfolgt über iTERMINAL als zentralen
digitalen Interaktionspunkt und iDISPLAY als intelligentes Regaletikett.
Ergänzt wird das durch den batteriebetriebenen iPLACER zur automatisierten
Bedarfsverwaltung per RFID direkt am Verbrauchsort sowie durch iSCALE und
iSCALEpal, die Bestände mithilfe sensorgestützter Wiegesysteme kontinuierlich
erfassen und eine präzise Nachschubsteuerung ermöglichen.
Im modularen Versorgungskonzept CPSmiLOGISTICS werden
diese Technologien zu einem ganzheitlichen Ansatz gebündelt. Das Konzept
integriert lieferantenübergreifende Sortimente und bündelt Beschaffungs-,
Logistik- und Informationsflüsse zentral. Ziel sind mehr Transparenz,
Versorgungssicherheit und Effizienz entlang der gesamten Lieferkette. Für diese
Innovationskraft wurde das Unternehmen erneut mit den Awards „Innovativste
Unternehmen Deutschlands 2025“ sowie „Digital-Champions 2025“ ausgezeichnet.
Wo investiert Würth in Europa?
Das logistische Zentrum der europäischen
Industriebelieferung liegt in Bad Mergentheim. Dort betreibt Würth Industrie
Service nach eigenen Angaben eines der modernsten Logistikzentren für
Industriebelieferung in Europa. Der Standort gilt als logistisches Herzstück
des Unternehmens und wird von einer hochautomatisierten Infrastruktur getragen.
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Für eine maximale Versorgungssicherheit investierte das
Unternehmen seit der Gründung 1999 bis heute mehr als 520 Mio. EUR. Die
Logistikfläche umfasst 70.000 Quadratmeter. Verfügbar sind rund 700.000
Lagerplätze, darunter 235.000 Palettenstellplätze im Hochregallager sowie zwei
Shuttlelager mit jeweils rund 200.000 Stellplätzen.
Modernste Förder- und Lagertechnik, intelligente
IT-Systeme und hochautomatisierte Prozesse sichern nach Angaben des
Unternehmens die Warenverfügbarkeit und Lieferfähigkeit für mehr als 20.000
europäische Industriekunden. Damit bleibt der Standort ein zentraler Baustein
für die Leistungsfähigkeit des C-Teile-Managements in Europa.
Was leistet WINWORK international?
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Das Würth Industrial Network bündelt die auf
Industriebedarfe spezialisierten Landesgesellschaften der Würth-Gruppe in mehr
als 40 Ländern. Ziel ist eine nahtlose Integration intelligenter
C-Teile-Lösungen auf einheitlich hohem Niveau bei Produkten, Systemen,
Qualität, Service und Wissen. Die internationale Kompetenz soll gezielt weiter
ausgebaut werden, um Industriekunden europaweit und standortübergreifend
zuverlässig zu beliefern.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das WINWORK einen Umsatz
von über 1,8 Mrd. EUR und beschäftigte weltweit mehr als 5.700 Mitarbeitende.
Die rückläufigen Kennzahlen gegenüber dem Vorjahr führt das Unternehmen primär
auf strukturelle Anpassungen innerhalb des Netzwerks zurück. Unabhängig davon
bleibt die Zielsetzung bestehen, die internationale Leistungsfähigkeit weiter
zu stärken und industrielle Expertise innerhalb der Würth-Gruppe nachhaltig zu
bündeln.
Wie verbinden sich Nachhaltigkeit und Personalstrategie?
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Nachhaltigkeit ist bei Würth Industrie Service ein fester
Bestandteil der unternehmerischen Ausrichtung und wird als Treiber für
langfristige Zukunftsfähigkeit verstanden. Das Unternehmen nennt drei
Transformationsfelder als maßgeblich: Klima, Stoffkreisläufe und soziale
Standards. Langfristig soll auf erneuerbare Energien gesetzt, Stoffkreisläufe
als qualitative Wachstumsgrundlage genutzt und ein faires Miteinander innerhalb
der globalen Lieferkette gestärkt werden.
Ein Schwerpunkt liegt auf Energie- und
Ressourceneffizienz. Im Jahr 2025 wurde Würth Industrie Service nach ISO 50001
zertifiziert. Die Norm bestätigt ein systematisches Energiemanagement sowie die
kontinuierliche Optimierung energiebezogener Prozesse.
Auch die personelle Basis bleibt ein zentrales Thema.
Weltweit beschäftigt die Würth-Gruppe mehr als 86.000 Mitarbeitende in über 400
Gesellschaften. Davon arbeiten über 5.700 Mitarbeitende innerhalb des WINWORK.
Bei Würth Industrie Service in Deutschland liegt die Zahl der Beschäftigten bei
über 1.750. Hinzu kommen mehr als 160 Auszubildende und dual Studierende in
über 20 Berufsbildern. Für das Ausbildungsengagement wurde das Unternehmen als
eines von „Deutschlands besten Ausbildern 2025“ ausgezeichnet. Zudem erreichte
Würth Industrie Service im Rahmen der Studie „Vorbild in Vielfalt &
Diversity 2025“ die Position des Branchensiegers.
Wie fällt der Ausblick für 2026 aus?
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Für 2026 blickt das Unternehmen vor dem Hintergrund eines
weiterhin anspruchsvollen industriellen Umfelds und anhaltender geopolitischer
Krisen mit verhaltener Zuversicht nach vorn. Die Entwicklungen der vergangenen
Monate deuten laut Mitteilung darauf hin, dass eingeleitete Maßnahmen zur
Stabilisierung und Weiterentwicklung greifen und eine belastbare
Ausgangsposition schaffen.
Weiter an Bedeutung gewinnt die Optimierung von Prozessen
entlang eines einheitlichen C-Teile-Managements. Grundlage dafür ist ein
integriertes Versorgungskonzept, das intelligente Logistiksysteme, digitale
Anwendungen und ein umfassendes Produktsortiment verbindet. Maßstab des
unternehmerischen Handelns bleibt die zuverlässige Versorgung von mehr als
20.000 Industriekunden in Europa.
Diesen Anspruch unterstreicht auch die Erweiterung der
Geschäftsführung. Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 wurde Alexandros Mikros als
Geschäftsführer Vertrieb berufen. Damit sollen Kundenorientierung, Marktpräsenz
und nachhaltiges Wachstum gezielt weiter gestärkt werden.
Quelle: Würth
FAQ zum C-Teile-Management
Wie entwickelte sich das C-Teile-Management 2025 bei
Würth Industrie Service? – Das Deutschlandgeschäft schloss 2025 mit rund 719
Mio. EUR Umsatz ab, das WINWORK weltweit mit rund 1,8 Mrd. EUR.
Welche Technologien prägen das C-Teile-Management bei
Würth? – Zum Einsatz kommen unter anderem RFID-gestützte Kanban-Lösungen,
ORSYmat, iTERMINAL, iDISPLAY, iPLACER, iSCALE und iSCALEpal.
Warum gewinnt das C-Teile-Management in Europa an
Bedeutung? – Schwankende Bedarfe, Unsicherheit in den Lieferketten und höhere
Anforderungen an Transparenz, Effizienz und Resilienz erhöhen die Relevanz.
Welche Rolle spielt Bad Mergentheim für das
C-Teile-Management? – Der Standort ist das logistische Herzstück für die
europäische Industriebelieferung und wird kontinuierlich ausgebaut.
Wie soll das C-Teile-Management 2026 weiterentwickelt
werden? – Im Fokus stehen Prozessoptimierung, integrierte Versorgungskonzepte,
Kundenorientierung und nachhaltiges Wachstum.