Das Bild im Verarbeitenden Gewerbe hellt sich spürbar auf, auch wenn von einer breiten Entwarnung bei den Investitionen noch keine Rede sein kann.Tn - stock.adobe.com
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Summary: Das ifo Institut meldet für März 2026 verbesserte Investitionserwartungen der Unternehmen in Deutschland. Besonders die Industrie, darunter Maschinenbau und Fahrzeugbau, plant wieder mehr Investitionen sowie höhere Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Software. Belastend bleiben gestiegene Energiekosten, hohe Unsicherheit und die schwache Lage in energieintensiven Branchen sowie im Handel.
Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionspläne für das laufende Jahr nach oben angepasst. Die ifo Investitionserwartungen stiegen im März auf plus 0,2 Punkte, nach minus 3,1 Punkten im Dezember 2025. Das geht aus einer Mitteilung des ifo Instituts hervor.
„Die verbesserte Auftragslage in der Industrie hat die Stimmung etwas aufgehellt. Infolge des Iran-Krieges sind die Energiekosten allerdings stark gestiegen und auch die Unsicherheit bei den Firmen nahm zu. Das steht einer kräftigeren Erholung der Wirtschaft entgegen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
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Warum steigen die Industrie-Investitionen?
In der Industrie hat die Investitionsbereitschaft am deutlichsten zugelegt. Die Erwartungen verbesserten sich auf plus 0,1 Punkte im März, nach minus 6,9 Punkten im Dezember. Damit hellt sich das Bild im Verarbeitenden Gewerbe spürbar auf, auch wenn von einer breiten Entwarnung noch keine Rede sein kann.
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Besonders deutlich fiel der Anstieg in den nicht-energieintensiven Branchen aus. Dort planten mehr Unternehmen, ihre Investitionen im laufenden Jahr auszuweiten. Der Saldo stieg von minus 6,4 auf plus 2,0 Punkte.
Maschinenbau und Fahrzeugbau mit deutlichem Plus
Vor allem im Maschinenbau und im Fahrzeugbau verbesserten sich die Aussichten kräftig. Im Maschinenbau stieg der Saldo von minus 8,6 auf plus 2,1 Punkte. Im Fahrzeugbau legte er von plus 2,9 auf plus 14,8 Punkte zu. Damit zählen beide Branchen zu den wichtigsten Treibern der verbesserten Industrie-Investitionen.
Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Unternehmen in diesen Bereichen wieder offensiver planen. Gerade im Maschinenbau ist das ein wichtiges Signal für die Breite der industriellen Entwicklung.
In den energieintensiven Branchen bleibt die Lage dagegen schwach. Der Saldo lag im März mit minus 9,0 Punkten nahezu unverändert auf dem Niveau vom Dezember mit minus 8,9 Punkten. Besonders kritisch stellt sich die Situation in der Chemie dar. Dort verschlechterten sich die Investitionserwartungen weiter von minus 15,8 auf minus 16,2 Punkte.
Damit zeigt sich eine klare Zweiteilung innerhalb der Industrie. Während nicht-energieintensive Bereiche wieder zulegen, bleiben die Belastungen in energieintensiven Segmenten hoch.
Forschung, Entwicklung und Software im Aufwind
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Nicht nur die klassischen Sachinvestitionen entwickeln sich freundlicher. Auch die geplanten Ausgaben der Industrie für Forschung und Entwicklung befinden sich wieder im Aufwind, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Unter anderem der Fahrzeugbau und der Maschinenbau rechnen wieder mit mehr Investitionen, nachdem im Dezember noch Kürzungen geplant waren.
Insgesamt drehte der entsprechende Saldo im Verarbeitenden Gewerbe von minus 4,1 auf plus 1,2 Punkte. Hinzu kommen steigende Investitionsabsichten bei Software. „Auch wollen die Unternehmen branchenübergreifend mehr in Software investieren. Eine Rolle dürfte dabei die zunehmende Nutzung Künstlicher Intelligenz spielen“, sagt ifo-Konjunkturexpertin Lara Zarges.
Wie entwickeln sich Handel und Dienstleistungen?
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Außerhalb der Industrie bleibt das Bild gemischt. Im Handel bleiben die Unternehmen am pessimistischsten. Der Saldo der Investitionserwartungen lag im März mit minus 9,6 Punkten nahezu unverändert auf dem Niveau vom Dezember.
Die Dienstleister bestätigten dagegen ihren bereits im Dezember leicht positiven Ausblick. Ihre Investitionserwartungen verbesserten sich von plus 1,1 auf plus 2,8 Punkte. Damit zeigen sich auch in diesem Sektor stabilere Investitionspläne.
Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Investitionspläne für das laufende Jahr nach oben angepasst. Die ifo Investitionserwartungen stiegen im März auf plus 0,2 Punkte, nach minus 3,1 Punkten im Dezember 2025. Das geht aus einer Mitteilung des ifo Instituts hervor.
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„Die verbesserte Auftragslage in der Industrie hat die Stimmung etwas aufgehellt. Infolge des Iran-Krieges sind die Energiekosten allerdings stark gestiegen und auch die Unsicherheit bei den Firmen nahm zu. Das steht einer kräftigeren Erholung der Wirtschaft entgegen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
Quelle: ifo Instut
Im Fokus: Die Industrieinvestitionen
• Warum steigen die Industrie-Investitionen? - Laut ifo sorgen vor allem die verbesserte Auftragslage und bessere Erwartungen in Teilen der Industrie für höhere Investitionspläne.
• Welche Branchen treiben die Industrie-Investitionen? – Vor allem Maschinenbau und Fahrzeugbau verzeichneten deutliche Zuwächse bei den Investitionserwartungen.
• Was bremst die Industrie-Investitionen? – Hohe Energiekosten, gestiegene Unsicherheit und die schwache Lage in energieintensiven Branchen wirken belastend.
• Welche Rolle spielen Forschung und Software bei den Industrie-Investitionen? – Die Unternehmen planen wieder mehr Ausgaben für Forschung, Entwicklung und Software.
• Wie entwickeln sich die Industrie-Investitionen im Vergleich zu anderen Sektoren? – Während die Industrie zulegt und Dienstleistungen leicht positiv bleiben, verharrt der Handel auf einem pessimistischen Niveau.