Auf einem Papier steht "Startup" zusammen mit verschiedenen Zeichnungen.

Redstone und die SBI-Group wollen Start-ups mit insgesamt 200 Millionen Euro unterstützen. - Bild: Adobe Stock/Tierney

| von Anja Ringel

Zusammen mit der japanische SBI-Group hat das Berliner Unternehmen Redstone ein Joint Venture gegründet, das in Start-ups aus dem Industrie-4.0-Bereich investieren soll. Dabei handele es sich um einen spezialisierten SektorFonds, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das Zielvolumen liegt dabei bei 200 Millionen Euro. Dabei seien Einzelinvestments bis zu zehn Millionen Euro in erfolgreiche Start-ups möglich, erklärt das Venture-Capital-Unternehmen.

Der Future Industry Ventures Fonds (FIV) konzentriert sich schwerpunktmäßig auf europäische Start-Ups, die mit innovativen Technologielösungen in den nächsten Jahren die Industrieproduktion nachhaltig verändern wollen. "In Bereichen wie Smart Factory, Internet of Things (IoT) oder Industrie-Robotik besitzen europäische Unternehmen gegenüber asiatischen Wirtschaftsnationen bis heute einen Innovationsvorsprung, der durch die Investitionsstrategie von FIV erhalten und ausgebaut werden soll", erklärt Redstone. Deshalb soll diese Expertise durch den FIV-Fonds gestärkt werden. Zudem soll dazu beigetragen werden, nachhaltig erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln.

So werden die Startups bewertet

In welche Startups investiert werden soll, entscheidet Redstone selbst, erklärt das Unternehmen auf Nachfrage von PRODUKTION. Um diese Unternehmen zu finden, wolle man auf die langjährige Erfahrung, die Expertise im eigenen Netzwerk und eine selbstentwickelte KI-gestützte Analyseplattform zurückgreifen, so Redstone.

"Das versetzt uns in die Lage, die Erfolgsaussichten einzelner Start-ups sehr genau bewerten und unsere Investitionsentscheidungen an dieser Bewertung ausrichten zu können", erklärt das Berliner Unternehmen. Man gehe aber auch davon aus, Anfragen aus dem Markt zu bekommen. 

Die Laufzeit des Fonds ist dabei auf zehn Jahre angelegt. In dieser Zeit soll jährlich in circa fünf Start-ups investiert werden. Das Zielvolumen von 200 Millionen Euro soll aber schon deutlich früher erreicht werden. "Da sind wir auch optimistisch und führen bereits Gespräche mit zahlreichen interessierten Investoren, zu denen auch einige etablierte Industrieunternehmen zählen", erklärt Redstone auf Nachfrage.

Industrie 4.0 als ideales Feld für Investitionen

Neben den Initiatoren werden sich weitere Investoren am FIV-Fond beteiligen. Dazu zählen sowohl institutionelle Investoren als auch Corporates aus der europäischen Industrie, die ihre Markt- und Branchenexpertise in das Netzwerk einbringen werden.

"Unser gemeinsames Ziel ist es, mit dem FIV-Fonds eine Plattform für Investitionen in die wettbewerbsfähigsten und erfolgversprechendsten Start-Ups Europas zu schaffen", sagt Samuli Sirén, Managing Director und Gründer von Redstone.  "Industry 4.0 ist in unseren Augen dafür ein ideales Feld. Wie entscheidend die weitere Digitalisierung der Arbeitswelt für
den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg ist, erleben wir aktuell. Der Trend zu smarteren und flexibleren Produktionsabläufen wird sich zukünftig noch verstärken.“

Yoshitaka Kitao, CEO der SBI Group ergänzt: „Wir haben die Entscheidung für das Joint Venture aus der Überzeugung heraus getroffen, dass in Europa die Innovationskraft und die technologische Expertise für zukunftsfähige Industrielösungen bis heute ihresgleichen sucht." Gerade für klassische Industrienationen wie Japan werden solche Technologien zukünftig immer wichtiger für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg werden, so der CEO weiter.

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