KI-Anwendungen in Unternehmen

KI-Anwendungen: Konzerne sind schneller als KMU

KI-Anwendungen setzen sich in deutschen Unternehmen zunehmend durch. Laut ZEW verbieten nur wenige Firmen im verarbeitenden Gewerbe und in der Informationswirtschaft deren Nutzung.

KI-Anwendungen halten Einzug in Büro und Produktion: Unternehmen setzen zunehmend auf digitale Werkzeuge, um Prozesse zu analysieren, Abläufe zu unterstützen und neue Effizienzpotenziale zu erschließen.
KI-Anwendungen halten Einzug in Büro und Produktion: Unternehmen setzen zunehmend auf digitale Werkzeuge, um Prozesse zu analysieren, Abläufe zu unterstützen und neue Effizienzpotenziale zu erschließen.

Summary: Das ZEW hat im März und April rund 1.500 Unternehmen in Deutschland aus Informationswirtschaft und verarbeitendem Gewerbe befragt. Nur 4 % beziehungsweise 8 % untersagen generative KI-Anwendungen. Eine Ifo-Umfrage zeigt zudem, dass inzwischen 54,4 % der Unternehmen KI-Software nutzen.

Warum KI-Anwendungen nur selten verboten werden

Nur wenige Unternehmen in der deutschen Informationswirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe untersagen die Nutzung generativer KI-Anwendungen. Das geht aus einer Umfrage des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW hervor, wie aus dem Branchenreport hervorgeht.

In der Informationswirtschaft verbieten demnach 4 % der Unternehmen ihrer Belegschaft die Nutzung generativer KI-Anwendungen. Im verarbeitenden Gewerbe liegt der Anteil mit 8 % zwar höher, bleibt aber ebenfalls auf niedrigem Niveau.

Das ZEW hat nach eigenen Angaben im März und April dieses Jahres rund 1.500 Unternehmen in Deutschland aus den beiden genannten Branchen repräsentativ befragt. Damit liefert die Erhebung ein aktuelles Bild davon, wie Betriebe mit generativer KI im Arbeitsalltag umgehen.

KI-Anwendungen sind in der Informationswirtschaft weit verbreitet

Besonders deutlich zeigt sich die Offenheit gegenüber KI-Anwendungen in der Informationswirtschaft. Dort stellen 58 % der Unternehmen ihrer Belegschaft gezielt entsprechende Anwendungen zur Verfügung.

Weitere 16 % stellen zwar keine eigenen Anwendungen bereit, erlauben deren Nutzung aber ausdrücklich. 22 % der Unternehmen tolerieren den Einsatz generativer KI-Anwendungen. Zusammen ergibt sich damit ein Umfeld, in dem Verbote die klare Ausnahme bleiben.

Für die Informationswirtschaft deutet die Umfrage damit auf eine vergleichsweise breite Integration oder zumindest Akzeptanz generativer KI-Anwendungen hin. Die Spanne reicht von gezielter Bereitstellung bis zur Duldung durch die Unternehmen.

Wie das verarbeitende Gewerbe mit KI-Anwendungen umgeht

Im verarbeitenden Gewerbe fällt die gezielte Bereitstellung von KI-Anwendungen niedriger aus als in der Informationswirtschaft. 30 % der Unternehmen stellen entsprechende Anwendungen gezielt bereit.

Der Anteil der Unternehmen, die selbst keine Anwendungen bereitstellen, die Nutzung aber explizit erlauben, liegt bei 23 %. Weitere 39 % tolerieren den Einsatz generativer KI-Anwendungen.

Auch im verarbeitenden Gewerbe bleibt ein ausdrückliches Verbot damit die Minderheit. Zugleich zeigen die Zahlen, dass viele Betriebe noch nicht selbst aktiv Anwendungen bereitstellen, sondern deren Nutzung eher erlauben oder dulden.

KI-Nutzung nimmt in der deutschen Wirtschaft zu

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz verbreitet sich in der deutschen Wirtschaft in schnellem Tempo. Nach einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts nutzen mittlerweile 54,4 % der Unternehmen KI-Software.

Vor einem Jahr lag dieser Anteil noch bei knapp 41 %. Die Entwicklung zeigt, dass KI-Anwendungen in vielen Unternehmen nicht mehr nur als Zukunftsthema gelten, sondern zunehmend in der betrieblichen Praxis ankommen.

Deutlich wird in der Ifo-Umfrage aber auch ein Unterschied nach Unternehmensgröße. Konzerne sind bei der Einführung von KI schneller als der Mittelstand.

Warum Großunternehmen bei KI-Anwendungen vorn liegen

Laut Ifo setzen mittlerweile mehr als zwei Drittel der Großunternehmen KI ein. Der Anteil liegt bei 67,2 %. Bei mittleren Unternehmen sind es gut 47 %, bei kleinen Firmen 51,2 %.

Damit zeigt sich ein differenziertes Bild: Während KI-Anwendungen insgesamt an Bedeutung gewinnen, verläuft die Einführung je nach Unternehmensgröße unterschiedlich schnell. Besonders Großunternehmen treiben den Einsatz voran.

Für die Industrie und das verarbeitende Gewerbe bleibt damit entscheidend, wie Unternehmen KI-Anwendungen künftig bereitstellen, erlauben oder regulieren. Die aktuellen Zahlen von ZEW und Ifo zeigen vor allem eines: Ein generelles Verbot ist bislang selten.

Mit Material der dpa

FAQ zu KI-Anwendungen

• Wie viele Unternehmen verbieten KI-Anwendungen? – In der Informationswirtschaft verbieten 4 % der Unternehmen die Nutzung, im verarbeitenden Gewerbe 8 %.

• Wie stark sind KI-Anwendungen in der Informationswirtschaft verbreitet? – 58 % der Unternehmen stellen KI-Anwendungen gezielt bereit, 16 % erlauben sie ausdrücklich und 22 % tolerieren sie.

• Wie nutzt das verarbeitende Gewerbe KI-Anwendungen? – 30 % der Unternehmen stellen KI-Anwendungen bereit, 23 % erlauben deren Nutzung ausdrücklich und 39 % tolerieren sie.

• Wie viele Unternehmen nutzen laut Ifo KI-Anwendungen? – Laut Ifo nutzen mittlerweile 54,4 % der Unternehmen KI-Software.

• Welche Unternehmen setzen KI-Anwendungen besonders häufig ein? – Großunternehmen liegen vorn: 67,2 % nutzen KI, bei mittleren Unternehmen sind es gut 47 % und bei kleinen Firmen 51,2 %.