Project TerraShield für die Satellitenaufklärung

Project TerraShield: Was Airbus und IBM planen

Mit Project TerraShield entwickeln Airbus Defence and Space und IBM Deutschland ein souveränes KI-Modell zur Satellitenbildauswertung. Die Technologie soll hochauflösende Bilddaten schneller analysieren und die Verteidigungsfähigkeit stärken.

Satelliten liefern hochauflösende Bilddaten für die Erdbeobachtung. Mit Project TerraShield wollen Airbus und IBM Deutschland diese Daten mithilfe künstlicher Intelligenz schneller und präziser auswerten.

  • Airbus Defence and Space und IBM Deutschland entwickeln mit Project TerraShield ein multimodales KI-Basismodell für die Satellitenaufklärung.

  • Die auf der Berlin Security Conference vorgestellte Kooperation kombiniert optische Satellitenbilder, Radardaten und Infrarotaufnahmen.

  • Das KI-Modell wird auf gesicherten Erdbeobachtungsdaten von Airbus trainiert und soll Objekte sowie Veränderungen am Boden schneller erkennen.

  • Die Entwicklung wird in Deutschland gesteuert. Erste Funktionsmuster für Behörden und Streitkräfte sollen in den kommenden Monaten bereitstehen.

Airbus Defence and Space und IBM Deutschland bündeln ihre Kompetenzen in der satellitengestützten Erdbeobachtung und künstlichen Intelligenz. Mit Project TerraShield wollen die Partner ein souveränes, multimodales KI-Basismodell entwickeln, das speziell für die Analyse hochauflösender Satellitenaufnahmen ausgelegt ist.

Die auf der Berlin Security Conference vorgestellte Zusammenarbeit verfolgt das Ziel, unabhängige Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeiten in Deutschland aufzubauen. Im Mittelpunkt stehen die automatisierte Auswertung großer Bilddatenmengen und der Schutz sensibler Informationen.

Expertentalk: Maschinenbau trifft Defence – Synergien für eine neue Ära der Sicherheit

Termin: Dienstag, 01.12.2026 | 14:00 Uhr

Wie nutzen Industrieunternehmen die Wachstumschancen der Sicherheits- und Verteidigungsbranche? Erfahren Sie im exklusiven PRODUKTION-Expertentalk, wie Sie etabliertes Fertigungs-Know-how für Defence-Anforderungen skalieren und regulatorische Hürden meistern. Im Gespräch: Bernd Kögel, Geschäftsführer DSEI Germany, und Stefan Weinzierl, Chefredakteur PRODUKTION,

Kerninhalte:

  • Technologietransfer: Präzision und Automatisierung für Defence-Anforderungen nutzen.

  • Resilienz & Supply Chain: Höchste Sicherheits- und Zertifizierungsstandards verankern.

  • Marktzugang: Dual-Use-Potenziale in einem hochregulierten Umfeld erschließen.

👉 JETZT KOSTENFREI PLATZ SICHERN

Warum braucht die Satellitenaufklärung neue KI-Modelle?

Hunderte Satelliten erzeugen täglich Datenmengen im Petabyte-Bereich. Für herkömmliche Auswertungssysteme stellt diese Informationsflut eine erhebliche Herausforderung dar. Besonders anspruchsvoll ist die schnelle Identifikation relevanter Objekte und Veränderungen in hochauflösenden Aufnahmen.

Bisherige KI-Modelle werden häufig mit gewöhnlichen Webbildern oder Satellitendaten geringer Auflösung trainiert. Bei modernen Erdbeobachtungsaufnahmen stoßen diese Verfahren an Grenzen. Denn Auflösungen von 30 bis 50 Zentimetern ermöglichen es, einzelne Fahrzeugtypen oder kleinere Bauelemente voneinander zu unterscheiden.

Project TerraShield soll diese Lücke schließen und hochauflösende Satellitendaten zuverlässiger in verwertbare Lageinformationen umwandeln.

Project TerraShield nutzt Airbus-Satellitendaten

Die Grundlage des neuen KI-Modells bilden die gesicherten Erdbeobachtungsarchive von Airbus. Dazu gehören Radardaten der Satelliten TerraSAR-X und PAZ, die unabhängig von Tageslicht und Wetterbedingungen Veränderungen auf der Erdoberfläche erfassen können.

Ergänzt werden diese Informationen durch optische Aufnahmen der Satellitenflotten Pléiades und Pléiades Neo. Letztere liefern Bilddaten mit einer Auflösung von bis zu 30 Zentimetern.

Durch das Training auf diesen spezialisierten Datensätzen soll Project TerraShield Objekte und Veränderungen erkennen, die für konventionelle KI-Systeme schwer auszuwerten sind.

Wie kombiniert Project TerraShield verschiedene Sensordaten?

Ein wesentliches Merkmal der geplanten Technologie ist die multimodale Datenverarbeitung. Das KI-Modell soll optische Satellitenbilder, Radardaten und wärmeempfindliche Infrarotaufnahmen gleichzeitig analysieren.

Die Kombination unterschiedlicher Sensortypen ermöglicht eine umfassendere Bewertung der erfassten Gebiete. Während Radarsatelliten auch bei Wolken, Regen und Dunkelheit Informationen liefern, ergänzen hochauflösende optische Aufnahmen die Analyse um detaillierte Bildinformationen.

Auf dieser Basis soll das System relevante Objekte und selbst geringfügige Lageänderungen schneller und präziser erkennen als bisherige Verfahren. Ziel ist die zeitnahe Bereitstellung belastbarer Lagebilder für Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen.

Neben der KI-Entwicklung steht die technologische Unabhängigkeit Deutschlands und Europas im Mittelpunkt der Kooperation.

Wie aus der Projektbeschreibung hervorgeht, wird Project TerraShield in Deutschland von Airbus Defence and Space und einem spezialisierten Verteidigungsteam von IBM Deutschland gesteuert.

Beide Unternehmen wollen durch etablierte Standards gewährleisten, dass sensible Daten, Softwarekomponenten und operatives Know-how geschützt in Deutschland verbleiben.

Damit verbindet die Partnerschaft die Entwicklung leistungsfähiger KI-Technologie mit dem Anspruch, sicherheitsrelevante Fähigkeiten unabhängig verfügbar zu machen.

Wie geht es mit Project TerraShield weiter?

In den kommenden Monaten wollen Airbus und IBM Deutschland die Systemarchitektur weiterentwickeln und konkrete Anwendungsszenarien für Sicherheits- und Verteidigungskräfte erproben.

Darüber hinaus ist vorgesehen, erste Funktionsmuster für Behörden und Streitkräfte bereitzustellen. Diese sollen die Möglichkeiten der KI-gestützten Satellitenbildauswertung für sicherheitsrelevante Anwendungen aufzeigen.

mit Material von Airbus Defence and Space

Was Sie zum Thema Project TerraShield wissen müssen

  • Was ist Project TerraShield? – Project TerraShield ist eine gemeinsame Initiative von Airbus Defence and Space und IBM Deutschland zur Entwicklung eines souveränen, multimodalen KI-Basismodells für die Satellitenbildauswertung.

  • Welche Technologien nutzt Project TerraShield? – Das System kombiniert optische Satellitenbilder, Radardaten und Infrarotaufnahmen. Als Trainingsgrundlage dienen gesicherte Erdbeobachtungsdaten von Airbus.

  • Welche Vorteile bietet Project TerraShield für die Satellitenaufklärung? – Das KI-Modell soll relevante Objekte und Veränderungen am Boden schneller und präziser erkennen und damit die Erstellung aktueller Lagebilder unterstützen.

  • Warum ist Project TerraShield für Deutschland relevant? – Die Entwicklung wird in Deutschland gesteuert. Sensible Daten, Softwarekomponenten und operatives Know-how sollen im Land geschützt bleiben.

  • Wann wird Project TerraShield einsatzbereit sein? – Ein konkreter Termin für die Einsatzbereitschaft wurde nicht genannt. In den kommenden Monaten sollen erste Funktionsmuster für Behörden und Streitkräfte bereitgestellt werden.