Tesla Optimus Roboter vor Produktionshochlauf

Tesla Optimus Roboter: Musk nennt Produktionsziele

Tesla setzt trotz eines Gewinneinbruchs auf humanoide Roboter und autonomes Fahren. Die Tesla Optimus Roboter sollen künftig in hohen Stückzahlen entstehen und zunächst industrielle Aufgaben übernehmen.

Elon Musk will Tesla auf Roboter und Robotaxis ausrichten. Aktuell muss das Geld aber noch mit dem Verkauf von Elektroautos verdient werden - und da gab es zuletzt Rückgänge.

  • Tesla meldet einen Gewinnrückgang von 43 % auf 787 Mio. USD bei einem Umsatz von rund 28,05 Mrd. USD.

  • Die Tesla Optimus Roboter sollen im Werk Fremont produziert werden. Musk nennt eine Kapazität von einer Million Einheiten jährlich.

  • Erste Optimus-Roboter könnten laut Musk in etwa einem Jahr ausgeliefert und zunächst für gefährliche oder repetitive Aufgaben in der Industrie eingesetzt werden.

  • Parallel treibt Tesla die Cybercab-Produktion voran. Fehlende Bedienelemente und regulatorische Anforderungen erschweren jedoch den Einsatz.

Tesla will sein Geschäftsmodell langfristig stärker auf humanoide Roboter und autonom fahrende Fahrzeuge ausrichten. Während der Elektroautohersteller weiterhin den Großteil seiner Einnahmen mit dem Fahrzeuggeschäft erzielt, sieht Konzernchef Elon Musk die Zukunft des Unternehmens zunehmend in der Robotik.

Die jüngsten Quartalszahlen verdeutlichen allerdings die wirtschaftlichen Herausforderungen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, sank der Gewinn im Jahresvergleich um 43 % auf 787 Mio. USD. Der Umsatz stagnierte bei rund 28,05 Mrd. USD beziehungsweise etwa 25 Mrd. EUR und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.

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Bereits vor der Veröffentlichung der Zahlen hatte Musk Überlegungen zu einem möglichen Zusammenschluss von Tesla und dem ebenfalls von ihm geführten Raumfahrtunternehmen SpaceX bestätigt. Während der anschließenden Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen blieb dieses Thema allerdings außen vor.

Warum setzt Tesla auf Optimus-Roboter?

Für Musk liegt ein wesentlicher Teil der Unternehmenszukunft in der Produktion humanoider Roboter. Die Maschinen mit der Bezeichnung Optimus sollen zunächst industrielle Aufgaben übernehmen und perspektivisch auch in Privathaushalten eingesetzt werden.

Tesla produziert bereits erste Exemplare. Nach Angaben von Musk verfügt die Fertigungslinie im Stammwerk Fremont in Kalifornien über eine Kapazität von einer Million Robotern jährlich.

Bis diese Größenordnung tatsächlich erreicht werden kann, dürfte jedoch noch Zeit vergehen. Musk erklärte, es werde «wahrscheinlich mindestens ein Jahr und vielleicht etwas länger dauern», bis Tesla eine Produktionsrate von 20.000 Robotern pro Woche erreiche.

Die Entwicklung ist zudem noch nicht abgeschlossen. Laut Musk werden «Teile des Designs» weiterhin verändert. Damit befindet sich Optimus trotz der angekündigten hohen Produktionskapazitäten noch in einer Phase technischer Anpassungen.

Tesla Optimus: Erste Einsätze in der Industrie geplant

Musk verbindet mit dem humanoiden Roboter weitreichende Erwartungen. Er bezeichnete Optimus erneut als «das größte Produkt auf der Welt».

Ein wichtiger Bestandteil seiner Pläne ist eine sogenannte «Optimus-Akademie». Dort sollen die Maschinen lernen, unterschiedliche Aufgaben auszuführen.

Erste Roboter könnten nach Einschätzung des Tesla-Chefs «in etwa einem Jahr» an Kunden ausgeliefert werden. Als anfängliches Einsatzgebiet sieht Musk vor allem industrielle Anwendungen.

Dabei sollen die humanoiden Maschinen insbesondere gefährliche oder repetitive Tätigkeiten übernehmen. Langfristig plant Tesla, die Roboter auch für private Haushalte anzubieten.

Allerdings ist Tesla auf diesem Gebiet nicht allein. Sowohl bei humanoiden Robotern als auch bei autonomen Fahrzeugen steht das Unternehmen im Wettbewerb mit anderen Anbietern.

Wie entwickelt sich das Elektroautogeschäft von Tesla?

Die strategische Neuausrichtung fällt in eine Phase rückläufiger Geschäftszahlen. Im dritten Quartal gingen die Fahrzeugauslieferungen im Jahresvergleich um 2 % zurück, nachdem Tesla in anderen Quartalen des Jahres teilweise Zuwächse erzielt hatte.

Eine Rolle spielt dabei die Entwicklung des US-amerikanischen Elektroautomarktes im Vorjahr. Ende September 2025 lief auf Veranlassung von US-Präsident Donald Trump die Steuervergünstigung von 7.500 USD für den Kauf von Elektroautos aus.

Viele Kunden hatten ihre Fahrzeugkäufe deshalb vorgezogen. Die Tesla-Auslieferungen stiegen im entsprechenden Vorjahresquartal um 7,4 %. Anschließend folgte ein Rückgang, von dem auch andere Hersteller betroffen waren.

Damit bleibt das Elektroautogeschäft für Tesla vorerst die zentrale wirtschaftliche Grundlage, während neue Geschäftsfelder wie Robotik und autonome Mobilität weiterentwickelt werden.

Cybercab-Produktion: Tesla treibt Robotaxis voran

Neben den humanoiden Robotern arbeitet Tesla am Ausbau seiner Robotaxi-Aktivitäten. Im Mittelpunkt steht das Fahrzeug Cybercab, das ohne Lenkrad und Pedale konstruiert wurde.

Tesla fährt die Produktion des Modells hoch. Bislang werden mit den Fahrzeugen ausschließlich Passagiere im texanischen Austin befördert. Nach Angaben des Unternehmens sollen weitere Städte folgen.

Der geplante Einsatz stößt allerdings auf regulatorische Schwierigkeiten. Die US-Straßenverkehrsbehörde NHTSA stellt Anforderungen an Fahrzeuge, die im öffentlichen Straßenverkehr betrieben werden.

In den USA ist beispielsweise grundsätzlich ein Bremspedal vorgeschrieben. Fahrzeuge ohne Lenkrad und Pedale benötigen daher eine Ausnahmegenehmigung. Mit einer solchen Genehmigung dürfen Hersteller maximal 2.500 entsprechende Fahrzeuge pro Jahr auf die Straße bringen.

Tesla hat eine solche Ausnahmegenehmigung bislang nicht beantragt.

Welche Technik nutzt Tesla beim autonomen Fahren?

Beim autonomen Fahren verfolgt Tesla einen anderen technischen Ansatz als der Wettbewerber Waymo, eine Schwesterfirma von Google.

Während Waymo herkömmliche Fahrzeuge zu Robotaxis umrüstet und zusätzlich auf Laser-Radare zur Umgebungserfassung setzt, konzentriert sich Tesla auf kamerabasierte Systeme.

Musk hält daran fest, dass Tesla-Fahrzeuge ausschließlich mit Kameras fahren und auf zusätzliche Sensoren verzichten sollen. Dieser Ansatz ist umstritten. Viele Experten bezweifeln, dass Kameras allein für eine ausreichend zuverlässige Umgebungserkennung ausreichen.

Neben dem Cybercab nutzt Tesla teilweise auch Fahrzeuge der Modelle 3 und Y, die mit Software zum autonomen Fahren ausgestattet werden.

Voraussichtlich im zweiten Quartal sollen erste Tesla-Besitzer die Möglichkeit erhalten, ihre Fahrzeuge eigenständig als Robotaxis einzusetzen und damit Einnahmen zu erzielen.

Musk hatte diese Funktion bereits vor mehreren Jahren angekündigt.

Ob und wie schnell Tesla seine Pläne für Robotaxis und humanoide Roboter in größerem Maßstab umsetzen kann, bleibt damit eine zentrale Frage der weiteren Unternehmensentwicklung.

Mit Material von dpa

Was Sie zum Thema Tesla Optimus Roboter wissen müssen

  • Was sind die Tesla Optimus Roboter? – Optimus bezeichnet humanoide Roboter von Tesla, die zunächst industrielle Aufgaben übernehmen und langfristig auch in Privathaushalten eingesetzt werden sollen.

  • Wie viele Tesla Optimus Roboter kann das Werk Fremont produzieren? – Laut Elon Musk verfügt die Fertigungslinie über eine Kapazität von einer Million Robotern jährlich. Bis zu einer Produktionsrate von 20.000 Einheiten pro Woche dürfte es jedoch noch mindestens ein Jahr dauern.

  • Wann werden die ersten Tesla Optimus Roboter ausgeliefert? – Nach Angaben von Musk könnten erste Roboter in etwa einem Jahr an Kunden geliefert werden. Ein konkreter Liefertermin wurde nicht genannt.

  • Welche Aufgaben sollen Tesla Optimus Roboter in der Industrie übernehmen? – Die Maschinen sollen zunächst vor allem gefährliche oder repetitive Tätigkeiten ausführen.

  • Welche Bedeutung haben Tesla Optimus Roboter für die Unternehmensstrategie? – Musk sieht in humanoiden Robotern neben autonomen Robotaxis ein zentrales Zukunftsfeld. Bislang bleibt der Verkauf von Elektroautos jedoch die wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens.