Geopolitik, KI, Cybersecurity und neue Märkte: Der European Summit des VDMA bringt Europas industrielle Entscheider zusammen. Der Top-Event liefert strategische Antworten auf die Frage, wie der Maschinenbau in Europa zukunftsfähig bleibt.
Der European Summit des VDMA ist damit weit mehr als eine klassische Branchenkonferenz. Er ist ein strategisches Forum für Entscheider, die Europas Maschinenbau nicht nur durch die aktuellen Krisen führen, sondern langfristig positionieren wollen.Promptalo - stock.adobe.com - KI-generiert
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Warum Rom im März ein wichtiger Ort für Entscheidungen wird
Wer heute Verantwortung im Maschinen- und Anlagenbau trägt, navigiert nicht mehr nur durch konjunkturelle Zyklen. Es geht um deutlich mehr: geopolitische Spannungen, brüchige Lieferketten, technologische Sprünge, wachsende regulatorische Anforderungen und die grundsätzliche Frage, welche Rolle Europa künftig im globalen Industriewettbewerb spielen will.
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Der European Summit des VDMA, der im März 2026 in Rom stattfindet, setzt genau an dieser Stelle an. Er versteht sich nicht als Produkt- oder Innovationsschau, sondern als strategisches Forum für das Top-Management. Für Geschäftsführer, Vorstände und Unternehmenslenker, die nicht nur reagieren, sondern Richtung vorgeben müssen.
Europas Maschinenbau zwischen Weltpolitik und Wettbewerbsfähigkeit
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Den inhaltlichen Rahmen des European Summit spannt Bertram Kawlath, Präsident des VDMA. Seine Einordnung macht klar: Der Maschinenbau ist längst Teil globaler Macht- und Marktverschiebungen. Industriepolitik, Handelsbeziehungen und Sicherheitsfragen beeinflussen Investitionsentscheidungen heute genauso wie klassische Kostenfaktoren. Für europäische Unternehmen bedeutet das, ihre Strategien stärker geopolitisch zu denken – ohne ihre technologische DNA zu verlieren.
Eine ökonomische Tiefenschärfe liefert Prof. Dr. Gabriel Felbermayr (Direktor des Austrian Institute of Economic Research – WIFO). Er analysiert, wie politische Unsicherheit und wirtschaftliche Fragmentierung internationale Handelsströme verändern. Für Entscheider ist das keine akademische Übung, sondern die Grundlage für Standort-, Investitions- und Marktentwicklungsentscheidungen der kommenden Jahre.
Wachstum unter schwierigen Vorzeichen
Rahmenprogramm des VDMA European Summit
Das begleitende Programm bietet Raum für informelle Gespräche: Ein gemeinsamer Besuch historischer Stätten Roms und ein Networking-Dinner schaffen die Basis für persönliche Gespräche und belastbare Netzwerke – ein nicht zu unterschätzender Faktor für Führungskräfte. Mehr dazu erfahren Sie, wenn Sie hier klicken.
Wie Unternehmen auch in reifen oder gesättigten Märkten Handlungsspielräume behalten, zeigt Flender-CEO Andreas Evertz (Flender). Sein Blick auf strategische Führung unter Druck ist geprägt von industrieller Praxis – und von der Erkenntnis, dass Wettbewerbsfähigkeit heute weniger aus Größe als aus Klarheit entsteht.
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Ergänzt wird diese Perspektive durch Dr. Andreas Lackner (Mitglied des Vorstands der Plansee SE). Sein Beitrag rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie sich Unternehmen aus historisch gewachsenen Abhängigkeiten lösen können – sei es bei Rohstoffen, Technologien oder Absatzmärkten. Die anschließende Diskussion macht deutlich: Strategische Resilienz wird zu einer Kernkompetenz des europäischen Maschinenbaus.
Cybersecurity: Vom Pflichtprogramm zum Geschäftsrisiko
Ein zentrales Thema des Vortragsprogramms ist die digitale Verwundbarkeit industrieller Wertschöpfung. Cybersecurity wird nicht als IT-Detail verhandelt, sondern als Managementaufgabe. Ben Kokx (Director Standardization Security bei Philips), Dr. Christine Payer (Lead Counsel IIoT der Dürr Group) und Luis Cachón (Head of Legal Metrology bei Mettler Toledo & CECIP) zeigen, wie sich regulatorische Anforderungen mit praktikablen Sicherheitsstrategien verbinden lassen – ohne Innovationsprozesse auszubremsen.
Die europäische Perspektive bringt Juhan Lepassaar (Director of the European Union Agency for Cybersecurity ENISA) ein. Sein Beitrag unterstreicht, dass Cybersicherheit zunehmend auch industriepolitisch gedacht wird. Für Unternehmen bedeutet das: Sicherheit wird Teil der Wettbewerbsposition – nicht nur Kostenfaktor.
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Die wichtigste Infos zum European Summit auf einen Blick:
Auch das Thema KI wird im Summit bewusst entmystifiziert. Gerhard Keller (Head of Manufacturing Industry bei Google) zeigt, wie sich KI-Systeme von reiner Prozessautomatisierung hin zu autonomen Entscheidungsarchitekturen entwickeln. Entscheidend ist dabei weniger die Technologie selbst als die Frage, wie Unternehmen sie strategisch einsetzen.
Konkrete industrielle Perspektiven liefern Dr. Erwin Schuster (CIO von MAPAL) und Andritz-CEO Dr. Joachim Schönbeck. Ihre Beiträge machen deutlich, wo KI heute bereits produktiv eingesetzt wird – und wo Organisation, Datenqualität und Kultur über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Für das Top-Management ist das eine wichtige Botschaft: KI ist kein IT-Projekt, sondern ein Transformationsthema.
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Neue Märkte, neue Verantwortung
Der Blick auf neue Wachstumsfelder führt das Vortragsprogramm bewusst auch in politisch sensible Bereiche. Eine Keynote von Oberst Matthias Puschnig vom deutschen Verteidigungsministerium zur Verteidigungsindustrie im Wandel mit Blick auf Ursachen, Trends und Chancensowie Beiträge von Marc Wietfeld (CEO von ARX Robotics) und Sergio Rizzi (CEO von Renk Italia) zeigen, welche Rolle der Maschinenbau im Verteidigungs- und Sicherheitsumfeld spielen kann – und welche strategischen, technologischen und ethischen Fragen damit verbunden sind.
Für viele Unternehmen ist dieses Segment kein kurzfristiger Markt, sondern eine langfristige Weichenstellung. Der Summit bietet hier einen nüchternen, faktenbasierten Rahmen zur Einordnung.
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Robotik zwischen Vision und industrieller Praxis
Zum Abschluss richtet sich der Blick auf humanoide Robotik. Fabio Puglia (Gründer und Präsident von Oversonic Robotics) trennt Erwartung von Realität und zeigt, wo diese Technologie heute bereits industriell relevant ist – und wo sie es noch nicht ist. Gerade für Entscheider ist diese Einordnung wertvoll: Nicht jede Innovation ist sofort ein Gamechanger, aber jede verdient eine fundierte Bewertung.
Warum sich der Blick nach Rom lohnt
Der European Summit des VDMA richtet sich an Entscheider, die den Maschinenbau in Europa nicht nur durch unsichere Zeiten steuern, sondern aktiv gestalten wollen. Er bietet Orientierung, strategische Tiefe und den Austausch auf Augenhöhe – jenseits von Schlagworten und Marketingfolien.
FAQ – European Summit des VDMA
An wen richtet sich der Summit? - An Geschäftsführer, Vorstände und Top-Manager aus dem Maschinen- und Anlagenbau sowie angrenzenden Industrien.
Was unterscheidet den Summit von klassischen Konferenzen? - Der Fokus liegt auf strategischen Fragen, nicht auf Produktneuheiten oder operativen Details.
Welche Themen stehen im Mittelpunkt? - Geopolitik, Wettbewerbsfähigkeit Europas, Cybersecurity, KI, neue Märkte und industrielle Robotik.
Warum ist die Veranstaltung gerade jetzt relevant? - Weil sich strukturelle Entscheidungen für den Maschinenbau nicht mehr aufschieben lassen – weder technologisch noch politisch.