Virtuelle Zwillinge: Omron und Dassault kooperieren
Virtuelle Zwillinge stehen im Zentrum einer neuen Partnerschaft von Omron und Dassault Systèmes, die IT und OT in der Fertigung enger zusammenführen soll.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Wie verändern virtuelle Zwillinge die Fertigung? Omron und Dassault verknüpfen IT und OT für flexiblere Produktionssysteme.WS Studio 1985
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Summary: Omron und Dassault Systèmes haben kürzlich ihre Partnerschaft bekannt gegeben. Vorgestellt wird die Zusammenarbeit auf der Hannover Messe 2026 in Halle 14, Stand H74. Ziel ist es, Produktionssysteme mit virtuellen Zwillingen effizienter zu planen, zu validieren und im Betrieb zu optimieren.
Omron und Dassault Systèmes bündeln ihre Kompetenzen in industrieller Automatisierung und virtuellen Zwillinge. Hersteller und Maschinenbauer entwickeln Produktionssysteme mit einem durchgängigen Ansatz von der Planung über die Simulation bis zur Inbetriebnahme.
Im Fokus steht die Verknüpfung von Informationstechnologie und Betriebstechnologie. Damit reagieren die Unternehmen auf ein Problem vieler Fabriken: Produktdesign, Automatisierung und Fertigungssysteme arbeiten häufig in getrennten Silos. Die Folge sind längere Inbetriebnahmezeiten, höhere Fehlerrisiken und geringere Flexibilität.
Die Zusammenarbeit verbindet die 3D UNIV+RSES von Dassault Systèmes mit der Automatisierungsplattform Sysmac von Omron. Auf dieser Basis lassen sich Produktionssysteme in einer virtuellen Umgebung entwerfen, simulieren, validieren und implementieren. Kern der Partnerschaft ist der virtuelle Zwilling von Fertigungssystemen. Damit können Unternehmen neue Produktionslinien testen, Roboterverhalten validieren oder Logistikflüsse optimieren, bevor eine physische Umsetzung erfolgt.
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Was bringt der virtuelle Zwilling im Betrieb?
Durch die IT/OT-Konvergenz entsteht ein digitaler Workflow vor der Inbetriebnahme und im laufenden Betrieb. Produktionslinien werden in einer durch Virtual Companions erweiterten virtuellen Umgebung simuliert und validiert. Leistungs-, Sicherheits- und Wartungsszenarien lassen sich vor dem realen Einsatz prüfen, um Fehler, Kosten und Risiken zu reduzieren. Nach der Installation der realen Produktionslinie fließen Echtzeitdaten von Sensoren, Steuerungen und Robotern in den virtuellen Zwilling. Dadurch wird der Vergleich zwischen realem und simuliertem Verhalten möglich. Auch Feinabstimmung und vorausschauende Wartung werden unterstützt.
Warum ist die Partnerschaft für die Fertigung relevant?
„Eine neue Ära der Fertigung beginnt. Gemeinsam mit Omron entwickeln wir dynamische Produktionssysteme auf Basis von KI, die sich selbst verbessern und softwaregesteuert arbeiten. Dabei verbinden wir virtuelle und physische Prozesse zu einem kontinuierlichen Lernprozess. Mit industriellen Weltmodellen verwandeln wir komplexe Produktion in datenbasierte Intelligenz und heben die Automatisierung in Fabriken auf ein neues Level. So gestalten wir industrielle Systeme neu – weg von reaktiv hin zu vorausschauend, von starr hin zu flexibel und adaptiv – und definieren damit die nächste Stufe der Fertigung“, sagt Pascal Daloz, CEO von Dassault Systèmes. „Unsere Partnerschaft mit Dassault Systèmes stärkt unsere Fähigkeit, die OT- und IT-Welten zu integrieren und unseren Kunden eine ganzheitliche Lösung von der Simulation bis zur vollständig implementierten, intelligenten Produktion zu bieten“, sagt Motohiro Yamanishi, Company President der Industrial Automation Company (IAB), OMRON Corporation.
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Quelle: Omron/Dassault Systèmes
FAQ zu virtuellen Zwillingen in der Fertigung
1. Was bedeutet die Partnerschaft für virtuelle Zwillinge?
Omron und Dassault Systèmes verbinden Automatisierung und virtuelle Planung in einem gemeinsamen Ansatz.
2. Wie helfen virtuelle Zwillinge in der Fertigung?
Sie ermöglichen Tests, Validierung und Optimierung von Produktionssystemen vor der realen Umsetzung und im Betrieb.
3. Warum sind virtuelle Zwillinge für IT und OT wichtig?
Sie schaffen eine Verbindung zwischen digitalen Modellen und realen Produktionsdaten.
4. Wo zeigen Omron und Dassault ihre Lösung für virtuelle Zwillinge?
Auf der Hannover Messe 2026 in Halle 14, Stand H74.
5. Welche Auswirkungen haben virtuelle Zwillinge auf die Fertigung?
Sie können Inbetriebnahmezeiten verkürzen, Fehlerrisiken senken sowie Flexibilität und Effizienz in Produktionssystemen erhöhen.