Gerhard Keller, Head of Manufacturing Industry bei Google, zeigt auf, wie KI vom Pilotprojekt zur skalierbaren Produktionskraft wird und warum Daten, Plattformen und Menschen über die Zukunft des europäischen Maschinenbaus entscheiden.
Maximilian FestusMaximilianFestus
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"Europas Fertigungsindustrie besitzt eine exzellente Ausgangslage, doch das größte ungenutzte Potenzial liegt in der Skalierung von KI-Initiativen über den Pilotstatus hinaus", sagt Gerhard Keller, Head of Manufacturing Industry bei Google.mielek.com)
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Wie
lässt sich die technologische Innovationskraft von Google konkret in die
industrielle Fertigung übersetzen und welche Rolle spielen dabei
KI-Plattformen, Datenräume und Edge-to-Cloud-Konzepte?
Gerhard Keller: Die moderne Produktion
verbindet Mensch und Maschine durch KI. Google Gemini ermöglicht Werkern am
Shopfloor einfachsten Informationszugriff, was Fehleranalysen und
Prozessoptimierungen massiv beschleunigt. Über KI-basiertes Knowledge
Management können insbesondere neue Mitarbeitende von der Erfahrung früherer
Kollegen profitieren.
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Zusätzlich ermöglicht die digitale Vernetzung von
Produktionsanlagen, Informationen als digitalen Twin zu erfassen, dank ‚talk to
your Data‘ mittels KI werden diese großen Datenmengen endlich nutzbar,
Datenhoheit direkt im Werk wird dabei gesichert mit einer cloud-ready
Edge-Plattform.
Wo steht Europas Fertigungsindustrie im globalen KI-Vergleich – und was sind
aus Google-Sicht die größten ungenutzten Potenziale oder strategischen
Versäumnisse?
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Keller: Europas
Fertigungsindustrie besitzt eine exzellente Ausgangslage, doch das größte
ungenutzte Potenzial liegt in der Skalierung von KI-Initiativen über den
Pilotstatus hinaus. Zu oft wurde nicht genug in die Mitarbeiter investiert und
unreife Technologien eingeführt, was dazu führte, dass zu wenig Produktivität
gewonnen wurde.
Viele Firmen haben angefangen digitale Daten zu erfassen, auch
hier oft mit der Herausforderung von ungenügender Datenqualität und der Frage,
was man mit diesen Daten nun anfangen soll. Auch hier kann die KI - hier auch
mit KI Agenten - helfen, auf dieser Basis ganze Fabrikabläufe autonom zu
steuern.
Welche industriellen Erfolgsmodelle aus anderen Weltregionen könnten als
Vorbild dienen – und wie können europäische Unternehmen ihre Stärken wie
Präzision, Qualität und Engineering mit datengetriebenen KI-Systemen vereinen?
Keller: Viele industrielle
Unternehmen - Europa gilt hier durchaus führend - haben erkannt, dass alleine
führende Qualität einer Hardware die Profitabilität nicht sichern wird.
Service-zentrierte Geschäftsmodelle haben ein großes Potential, mittels
Optimierung und Prozessunterstützung von KI sowohl Kosten zu reduzieren als
auch die Service Qualität zu erhöhen.
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Andere Ansätze zielen auf Verbesserung
von Qualität und Prozessen durch Analyse der Daten verschiedenster Nutzer und
KI getriebener Analyse und Vorschläge, was wiederum die Erfassung und Austausch
von Prozessdaten als Datengrundlage in globaler Weise erfordert.
Kommen Sie zum European Summit!
Nach Wien
und Amsterdam findet der VDMA European Summit 2026 erstmals in Rom statt. Die
Veranstaltung am 12. und 13. März 2026 zählt zu den zentralen Treffen des
europäischen Maschinen- und Anlagenbaus.
Auf dem Programm stehen aktuelle
Branchenthemen sowie Beiträge internationaler Speaker. Zudem bietet das Treffen
umfangreiche Möglichkeiten für Austausch und Networking.