Ein chinesischer Kompass zeigt in Richtung Investitionen

In den vergangenen 15 Jahren hat China über 700 Milliarden US-Dollar ins Ausland investiert. - Bild: xtock/adobe-stock.com

Chinas Investitionen in Europa schrumpfen

Chinesische Firmen investieren seit Jahren Milliardensummen in Unternehmen auf der ganzen Welt. Doch im ersten Halbjahr 2019 gingen die Zahlen extrem zurück, das Investitionsvolumen in Europa sank um 84 Prozent von 15,3 auf 2,4 Milliarden US-Dollar.

Besonders in Deutschland zögerten chinesische Investoren immer mehr, die Zahl der Zukäufe und Beteiligungen sank dieses Jahr von 25 auf 11. Der Einbruch der Investitionssumme war dadurch noch größer als in Gesamt-Europa, nämlich um 95,05 Prozent.

Gründe für rückläufige Investitionen

„Der Hauptgrund für die Zurückhaltung der chinesischen Investoren ist die Situation auf dem chinesischen Heimatmarkt: Die konjunkturelle Lage in China ist schwierig, die Unsicherheit groß – nicht zuletzt aufgrund des US-chinesischen Handelskonflikts", sagt Yi Sun, Leiterin der China Business Services Deutschland, Österreich und Schweiz bei EY Global Limited.

Des Weiteren sei die Auswahl an Übernahmekandidaten derzeit nicht sonderlich interessant für chinesische Investoren. In Folge dessen werden weniger große Investitionen getätigt, sondern vermehrt kleine, selektive. Doch das Interesse an deutschen Firmen bleibt grundsätzlich bestehen, nur werden weniger Transaktionen tatsächlich abgeschlossen.

Werden die Investitionen wieder zunehmen?

Trends sind vor allem zwei zu erkennen: Zum einen kaufen chinesische Unternehmen Kompetenzen in Deutschland, zum anderen ist das Interesse für klangvolle Namen - zum Beispiel im Bereich der Konsumgüter - weiterhin vorhanden.

China legt, aufgrund des anhaltenden Handelskrieges, seinen Fokus seit einiger Zeit vor allem auf seine Binnenwirtschaft. Durch diese Maßnahme nahmen vor allem die inländischen M&A-Transaktionen zu, wie aus einem PwC-Bericht zu entnehmen ist.

Vor allem im High-Technology-Sektor nahmen die Investionen zu, Chinas große Technologieunternehmen sind aktive Käufer in diesem Sektor.

Wird der Handelsstreit zwischen China und den USA beigelegt, erholt sich die Konjunktur und entwickeln sich auch die restlichen Faktoren ins Positive, wird auch die Aktivität an Investitionen der chinesischen Supermacht wieder steigen. So die Einschätzung der Experten.

11. Deutscher Maschinenbau-Gipfel

Der Fixpunkt für den Maschinen- und Anlagenbau in diesem Jahr: Am 26. und 27. Oktober 2021 findet der 11. Deutsche Maschinenbau-Gipfel in Berlin statt. Es gibt viel zu besprechen: Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für die gesamte Branche? Welche Rolle kommt dem Maschinenbau beim Klimawandel zu? Wie muss Europas Handelspolitik beschaffen sein, damit unsere Export-Unternehmen im Kräftemessen zwischen China und den USA nicht den Kürzeren ziehen? Mit welchen Themen muss sich Deutschlands innovativste Branche jetzt beschäftigen, um Morgen weiter erfolgreich zu sein?

Prominente Vertreter aus Top-Unternehmen der großen Branchen Maschinenbau, Automobilindustrie und Chemieindustrie geben Einblicke in ihre Strategien und Umsetzung und diskutieren mit Ihnen über die Zukunft der Industrie in Deutschland. Vertreter der Europa- und Bundespolitik ergänzen die Teilnehmer am Maschinenbau-Diskurs.

Weitere Informationen: www.maschinenbau-gipfel.de

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