Die Zeppelin Gruppe hat 2025 Umsatz, Ergebnis und Cashflow gesteigert, die PEPP Group akquiriert und die Organisation neu zugeschnitten. Für 2026 stellt sich der Konzern trotz anspruchsvollen Umfelds auf weiteres Wachstum ein.
Baumaschinen im Einsatz - hier auf der Baustelle von Stuttgart 21: Die Zeppelin Gruppe hat 2025 mit Akquisition, Transformation und erweiterter Europa-Präsenz ihre Marktposition ausgebaut und steuert 2026 auf weiteres Wachstum zu.Markus Mainka stock.adobe.com
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Summary: Die Zeppelin Gruppe hat ihre Zahlen für 2025 sowie den Ausblick für 2026 vorgelegt. Treiber waren laut Mitteilung die Akquisition der PEPP Group, die Neuausrichtung der Geschäftseinheiten und eine differenzierte Entwicklung in den operativen Bereichen. Daraus sollen Synergien, eine stärkere Präsenz in Europa und bei voller Konsolidierung rund 5 Mrd. EUR Umsatz im Jahr 2026 entstehen
Was trieb das Wachstum 2025?
Die Zeppelin Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben mit einem Umsatz von 4,4 Mrd. EUR und einem Ergebnis vor Steuern von rund 135 Mio. EUR abgeschlossen. Der operative Cashflow lag bei 410 Mio. EUR. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, war das Jahr neben dem operativen Geschäft vor allem von der Akquisition der PEPP Group B.V. geprägt.
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Mit dem Zukauf übernahm Zeppelin die Verantwortung für Vertrieb und Service von Caterpillar Produkten in den Niederlanden und Norwegen. Der bislang größte Erwerb in der Unternehmensgeschichte sorgte bei einer Teilkonsolidierung über sieben Monate für deutliches exogenes Wachstum und eine signifikante Ausweitung der Präsenz in Europa. Bei voller Konsolidierung rechnet die Zeppelin Gruppe für 2026 mit einem Umsatz von rund 5 Mrd. EUR.
„2025 war für Zeppelin ein Jahr des Fortschritts und wichtiger Weichenstellungen“, ordnet Matthias Benz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zeppelin Gruppe, die Gesamtentwicklung ein. „Wir haben unsere Marktposition weiter gestärkt, unsere internationale Präsenz ausgebaut und damit die Grundlage für weiteres nachhaltiges Wachstum gelegt. Die Akquisition der PEPP Group war dabei ein wichtiger Schritt und beinhaltet auch den bewussten Ausbau eines Geschäftsmodells, das breit, international und langfristig tragfähig aufgestellt ist.“
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Finanzielle Basis und neue Struktur
Finanziell blieb die Zeppelin Gruppe laut Unternehmen solide aufgestellt. Ein operativer Cashflow von über 410 Mio. EUR, ein Eigenkapital von rund 1,3 Mrd. EUR sowie eine langfristig gesicherte und diversifizierte Finanzierung unterstreichen diese Position. Hinzu kommt ein Investment-Grade-Rating von BBB+ mit stabilem Ausblick der Creditreform Rating AG.
„Gerade in wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Zeiten zeigt sich, wie wichtig eine solide finanzielle Aufstellung ist, um nachhaltiges und profitables Wachstum abzusichern beziehungsweise überhaupt erst zu ermöglichen. Das haben wir 2025 erneut bewiesen“, so Christian Dummler, Geschäftsführer und CFO der Zeppelin Gruppe.
2025 stand zugleich im Zeichen operativer und struktureller Veränderungen. In diesem Zuge bündelte Zeppelin die bislang fünf Strategischen Geschäftseinheiten zu vier Bereichen: Construction Industry & Mining, Rental, Power Systems und Plant Engineering. Der neue Zuschnitt soll klarere Verantwortlichkeiten schaffen, die Kundenorientierung stärken und die Ausrichtung auf Effizienz unterstützen.
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Wie entwickelten sich die Geschäftseinheiten?
In der wirtschaftlichen Rückschau zeigt sich laut Mitteilung ein differenziertes Bild. Construction Industry & Mining profitierte insbesondere von einer höchsterfolgreichen bauma 2025 sowie von der erweiterten internationalen Aufstellung. Dadurch konnte die Geschäftseinheit ihre Marktposition weiter festigen und ausbauen.
Die SGE Rental behauptete sich in einem insgesamt herausfordernden Marktumfeld und setzte Akzente bei nachhaltigen Lösungen, Baulogistik und Digitalisierung. Power Systems entwickelte sich weiterhin dynamisch, getragen von einer hohen Nachfrage nach Energie-, Antriebs- und Serviceleistungen. Plant Engineering nutzte das Jahr zur Effizienzsteigerung, Fokussierung und organisatorischen Weiterentwicklung in einem weiterhin sehr anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld.
Beim Blick nach vorn richtet die Zeppelin Gruppe den Fokus auf die kommenden Jahre. Grundlage dafür ist nach Unternehmensangaben ein auf mehrere Megatrends ausgerichtetes Portfolio. In diesem Rahmen baut Zeppelin unter anderem die Aktivitäten im Bereich Sicherheit und Verteidigung aus. Eine leistungsfähige Infrastruktur und resiliente Energieversorgung gewinnen dabei europaweit an Bedeutung.
Parallel dazu treibt das Unternehmen die eigene Transformation weiter voran. Im Mittelpunkt stehen eine weiterentwickelte Organisationsstruktur sowie harmonisierte Prozesse, Daten und Systeme. Das Transformationsprogramm soll Zeppelin langfristig als Lösungsanbieter, Arbeitgeber und Partner in wachstumsrelevanten Märkten noch besser positionieren.
„Für 2026 liegt unser Fokus klar auf der konsequenten Realisierung von Synergien, der abschließenden Integration der zugekauften PEPP Group und profitablem Wachstum. Unser Anspruch ist es, aus Marktchancen nachhaltige Wertschöpfung zu machen – für unsere Kunden, für unsere Partner und für die langfristige Stärke von Zeppelin“, erläutert Matthias Benz. „Zugleich zeigten sich in den ersten Monaten dieses Jahres große geopolitische und weltwirtschaftliche Herausforderungen. Dennoch sollte Zeppelin auch in 2026 auf Wachstumskurs bleiben, sofern sich keine noch größeren Verwerfungen auftun.“
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Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Simon Blümcke verweist auf die Ausgangslage des Unternehmens. „2025 hat gezeigt, dass die Zeppelin Gruppe verantwortungsvoll, stabil und zukunftsorientiert geführt wird. Die wirtschaftliche Solidität, die klare strategische Ausrichtung und das hohe Engagement der Mitarbeitenden bilden eine starke Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.“
Mit Material der Zeppelin Gruppe
FAQ zur Zeppelin Gruppe
• Was meldet die Zeppelin Gruppe für 2025? – Die Zeppelin Gruppe berichtet für 2025 über 4,4 Mrd. EUR Umsatz, rund 135 Mio. EUR Ergebnis vor Steuern und 410 Mio. EUR operativen Cashflow.
• Warum ist die PEPP Group für die Zeppelin Gruppe wichtig? – Die Akquisition erweitert Vertrieb und Service von Caterpillar Produkten in den Niederlanden und Norwegen und stärkt die Präsenz der Zeppelin Gruppe in Europa.
• Wie ordnet die Zeppelin Gruppe ihre Geschäftseinheiten neu? – Die Zeppelin Gruppe hat die bisherigen fünf Strategischen Geschäftseinheiten auf vier Bereiche gebündelt: Construction Industry & Mining, Rental, Power Systems und Plant Engineering.
• Was plant die Zeppelin Gruppe für 2026? – Die Zeppelin Gruppe fokussiert sich auf Synergien, die Integration der PEPP Group und profitables Wachstum. Bei voller Konsolidierung rechnet das Unternehmen mit rund 5 Mrd. EUR Umsatz.