FLRAA-Plattform: Osprey Nachfolger MV-75 heißt offiziell Cheyenne II
Die MV-75 Cheyenne II ist der offizielle Name des künftigen Future Long Range Assault Aircraft der U.S. Army und markiert den nächsten Schritt im FLRAA-Programm.
Die MV-75 von Bell Textrom wurde nun offiziell von der U.S.Army "Cheyenne II" getauft. Der Kippflügler ist der Nachfolger der V-22 "Osprey" von Bell-Boeing.Bell Textron
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Summary: Bell Textron und die U.S. Army haben am 15. April 2026 in Nashville die offizielle Bezeichnung MV-75 Cheyenne II bekanntgegeben. Der Name verweist auf die Cheyenne-Stämme, während das System für Reichweite, Geschwindigkeit, Letalität und Mehrrollenfähigkeit im FLRAA-Programm steht. Die Benennung erfolgt parallel zur beschleunigten Montage und Produktion auf dem Weg zum ersten Testflugzeug.
Bell Textron hat die offizielle Benennung der MV-75 als Cheyenne II bekanntgegeben. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, hat die U.S. Army damit die Bezeichnung des Future Long Range Assault Aircraft (FLRAA) offiziell festgelegt. Vorgestellt wurde die Namensgebung am 15. April 2026 in Nashville, Tennessee.
Bereits 2025 hatte die Army die Mission Design Series MV-75 veröffentlicht. Das Kürzel „MV“ steht dabei für ein Mehrzweckflugzeug mit vertikalem Start, die Zahl „75“ verweist auf das Gründungsjahr der U.S. Army 1775. Während die MDS-Bezeichnung den Ursprung der Army aufgreift, soll der Name Cheyenne II die Cheyenne Tribes würdigen, also zwei bundesstaatlich anerkannte Nationen: die Northern Cheyenne Tribe in Montana sowie die Cheyenne & Arapaho Tribes in Oklahoma.
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Warum heißt die Plattform MV-75 Cheyenne II?
Nach Unternehmensangaben folgt die U.S. Army damit ihrer Tradition, Luftfahrzeuge nach indigenen Gemeinschaften Nordamerikas zu benennen. Der Name soll das Erbe der Cheyenne-Stämme hervorheben und zugleich eine Verbindung zur früheren Vision der AH-56 Cheyenne herstellen.
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COL Jeffrey Poquette, Project Manager FLRAA, erklärt: „Mit der Benennung der MV-75 Cheyenne II ehren wir die nachhaltigen Beiträge des Cheyenne-Volkes zu unserer Nation – sowohl ihren herausragenden Dienst in Uniform als auch ihr Vermächtnis als standhafte Beschützer ihrer Lebensweise.“ Weiter heißt es: „Der Name spiegelt außerdem eine Verbindung zur kühnen Vision der AH-56 Cheyenne wider, während ‚II‘ eine neue Ära von Innovation und Leistungsfähigkeit kennzeichnet. Es ist ein Name, der einem unbeugsamen Kriegergeist Tribut zollt und einen entscheidenden Schritt nach vorn für die Heeresfliegerei signalisiert.“
Welche Fähigkeiten werden mit der MV-75 Cheyenne II verbunden?
In der Mitteilung wird die historische Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit der Cheyenne als Bezugspunkt für die neue Plattform beschrieben. Die MV-75 Cheyenne II stehe in ähnlicher Weise für Geschwindigkeit, Reichweite, Letalität und Anpassungsfähigkeit in unterschiedlichen Missionen.
Demnach soll die Plattform Kommandeuren schnelle Optionen bieten, Kampfkraft zu bündeln und zugleich die Gefährdung in umkämpften Umgebungen zu verringern. Hinzu kommt ein Modular Open Systems Approach, kurz MOSA. Dieser Ansatz soll sicherstellen, dass sich die Plattform mit den Anforderungen des modernen Gefechtsfelds weiterentwickeln kann.
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Auch das Thema Durchhaltefähigkeit hebt Bell hervor. Die MV-75 Cheyenne II soll der Army ermöglichen, über große Distanzen außerhalb besonders dichter Bedrohungsräume zu operieren. Laut Mitteilung wäre das eine Fähigkeit, die mit aktuellen Drehflüglern nicht verfügbar ist.
Was bedeutet die MV-75 Cheyenne II für das FLRAA-Programm?
Mit der neuen Bezeichnung verknüpft Bell zwei Gruppen von Kriegern: die U.S. Army und die Cheyenne-Stämme. Beide verbinde ein Erbe aus Können, Selbstvertrauen und Einsatzverpflichtung. Die MV-75 Cheyenne II solle diese Werte verkörpern und zum Mittelpunkt des langfristigen Luftsturmauftrags der Army werden.
Ryan Ehinger, Senior Vice President und Program Director FLRAA bei Bell, sagt dazu: „Bell ist stolz darauf, dass die MV-75 den Namen der Cheyenne-Stämme trägt, während wir die Heeresfliegerei revolutionieren. Das Erbe der Cheyenne steht für alles, was die MV-75 in den zukünftigen Kampf einbringen wird.“ Zudem erklärt er: „Dies ist ein bedeutender Meilenstein, der genau zu dem Zeitpunkt kommt, an dem wir Montage und Produktion beschleunigen, um die MV-75-Fähigkeit schneller an die Einsatzkräfte zu liefern.“
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Wie ist der aktuelle Stand bei der MV-75 Cheyenne II?
Bell und die Army liegen nach eigenen Angaben weiter im Zeitplan, während das Team auf die Auslieferung des ersten Testflugzeugs hinarbeitet. Die offizielle Namensgebung unterstreiche den gemeinsamen Willen, diese Fähigkeit der nächsten Generation in das Heer einzuführen.
In der Mitteilung wird die MV-75 Cheyenne II als transformierende Fähigkeit für die U.S. Army bezeichnet. Mit der nun erfolgten Benennung rücken Bell und die Army dem nächsten Schritt zur Einführung einer neuen Generation der Heeresfliegerei näher.
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Mit Material von Bell Textron
FAQ zur MV-75 Cheyenne II
• Was ist die MV-75 Cheyenne II? – Das Kippflügel-Flugzeug MV-75 Cheyenne II ist die offizielle Bezeichnung des Future Long Range Assault Aircraft der U.S. Army.
• Warum trägt die MV-75 Cheyenne II diesen Namen? – Der Name würdigt die Cheyenne-Stämme und knüpft zugleich an die AH-56 Cheyenne an.
• Wofür steht die Bezeichnung MV-75 Cheyenne II? – „MV“ steht für ein Mehrzweckflugzeug mit vertikalem Start, „75“ verweist auf das Gründungsjahr 1775 der U.S. Army.
• Welche Eigenschaften verbindet Bell mit der MV-75 Cheyenne II? – Genannt werden Geschwindigkeit, Reichweite, Letalität, Mehrrollenfähigkeit und ein Modular Open Systems Approach.
• Wie weit ist das Programm zur MV-75 Cheyenne II? – Bell und die Army arbeiten planmäßig auf die Auslieferung des ersten Testflugzeugs hin.