Maschinenbau-Gipfel: Podcast mit VDMA-Präsident Kawlath
China, KI, Standortdruck: Was den Maschinenbau jetzt beschäftigt
Der Maschinenbau steht unter Wettbewerbsdruck. VDMA-Präsident Bertram Kawlath spricht im Podcast über Standortbedingungen, China Speed, KI und die Aufgaben von Politik und Unternehmen.
Anja RingelAnjaRingelManaging editor and podcast host for 'Produktion'
Wie bleibt der Maschinenbau wettbewerbsfähig? VDMA-Präsident Bertram Kawlath und Chefin vom Dienst Anja Ringel sprechen im Podcast Industry Insights über China, KI, Standortpolitik und Resilienz.Salome Roessler/VDMA, Anna McMaster; Grafik: Claudia Weber
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VDMA-Präsident Bertram Kawlath spricht mit Produktion-Chefin vom Dienst Anja Ringel über die Lage des Maschinenbaus.
Das Gespräch fand anlässlich des Maschinenbau-Gipfels 2026 statt und ist in der neuen Folge von Industry Insights zu hören.
Kawlath fordert schnellere Verwaltungsentscheidungen, weniger Regulierung und wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen.
China Speed, geopolitische Verwerfungen und KI erhöhen den Handlungsdruck auf Politik und Unternehmen.
Der deutsche Maschinenbau steht unter Druck: Investitionen werden verschoben, geopolitische Konflikte erschweren das Exportgeschäft und Wettbewerber aus China drängen mit hoher Geschwindigkeit auf internationale Märkte. Für VDMA-Präsident Bertram Kawlath sind damit drei Themen gesetzt, die die Branche derzeit besonders beschäftigen: die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, der Umgang mit geopolitischen Verwerfungen und die Verbindung von KI und Maschinenbau.
Im Gespräch mit Anja Ringel anlässlich des Maschinenbau-Gipfels 2026 macht Kawlath in der neuen Folge von Industry Insights deutlich, wo er politischen Handlungsbedarf sieht. Unternehmen brauchen vor allem schnellere und verlässlichere Verwaltungsentscheidungen, weniger Regulierung und wettbewerbsfähigere Rahmenbedingungen, erklärt er. Dabei gehe es nicht allein um Deutschland: Standortpolitik muss aus seiner Sicht europäisch gedacht werden.
Was der Maschinenbau von China lernen kann
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Ein weiterer wichtiger Punkt für den Maschinenbau ist China. Das Land ist für die Branche Absatzmarkt und Wettbewerber zugleich. Kawlath beobachtet insbesondere eine deutlich gestiegene Innovationsgeschwindigkeit chinesischer Unternehmen. „China Speed“ wird damit auch zur Herausforderung für europäische Hersteller.
Er erklärt, dass nicht in jedem Markt technisch maximale Lösungen gefragt sind: Chinesische Anbieter hätten gelernt, sehr genau zu treffen, was für Kunden „good enough“ ist.
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Für exportorientierte Unternehmen stellt sich deshalb die Frage, wie sich Abhängigkeiten reduzieren lassen, ohne wichtige Märkte aufzugeben. Kawlath spricht im Podcast unter anderem über „local for local“, den Aufbau alternativer Absatzmärkte und die Bedeutung von Resilienz.
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KI: besser als ihr Ruf?
Beim Thema Künstliche Intelligenz widerspricht der VDMA-Präsident einem verbreiteten Eindruck. Die Branche sei „deutlich besser, als viele denken“. Nach seinen Angaben wenden mehr als 40 Prozent der VDMA-Unternehmen KI bereits in ihren Produkten an oder arbeiten daran. Gleichzeitig sieht Kawlath noch Potenzial bei der Geschwindigkeit, Skalierung und der Nutzung von KI-Modellen.
Trotz der Herausforderungen setzt der VDMA-Präsident auf einen selbstbewussten Blick auf die Branche. Sein Plädoyer ist allerdings kein Aufruf, die strukturellen Probleme kleinzureden. Vielmehr geht es um die Frage, was Politik und Unternehmen jeweils verändern müssen, damit der deutsche Maschinenbau international konkurrenzfähig bleibt.
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Wie Bertram Kawlath die Zukunft des Standorts Deutschland einschätzt, welche Strategie er im Umgang mit China für sinnvoll hält und warum KI für den Maschinenbau der kommenden fünf bis zehn Jahre entscheidend werden könnte, hören Sie in der neuen Folge von Industry Insights.
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