Große Fabrikhalle

Wie auch Sie mit maßgeschneidertem Performance Management Ihre Produktionskapazität um mehr als 50 Prozent steigern können und welche Hebel Sie dabei ansetzen sollten, lesen Sie im Beitrag. Bild: Pixabay/frei

| von Fernando Cruzado, ROI-Efeso

Dieses Fallbeispiel für operative Exzellenz lässt aufhorchen! Ein Hersteller von Polymeren will seine Produktionskapazitäten um mehr als 50 Prozent steigern. Er weiß: Dafür muss er seine Organisation entsprechend neu aufstellen. Gesagt, getan: Experten der Unternehmens-Beratung ROI-Efeso rollen mit dem Unternehmen das Organisationsdesign komplett neu auf. Um Prozesse zu verbessern, führen die Berater bei ihrem Kunden ein integriertes Prozess- und Performance-Management-System mit Problemlösungslogik ein und wenden das Schumacher-Modell an. Was das beinhaltet und wie das Team im Performance Management Schritt für Schritt für ihr ehrgeiziges Ziel vorging, zeigen wir Ihnen im folgenden Fallbeispiel:

Die Fakten zum Fallbeispiel in Kürze: Warum ein Performance-Management-System?

Ausgangslage:

  • Eine Produktionserweiterung machte eine Neuausrichtung der Unternehmens-Organisation notwendig
  • Komplexitätszuwachs durch neue Arbeitsabläufe

Vorgehensweise und Zielvereinbarung:

  • Performance-Bewertung bei Personal, Prozessen und Organisationsdesign
  • Performance-Management-System zur strukturierten Problemlösung

Lösungsansatz:

  • Schumacher-Modell mit klaren Implementierungsschritten
  • Installation eines Change Agent als Ansprechpartner für künftige Herausforderungen und Ziele

Performance Management: Diese Fragen sollten Sie sich stellen

Ein Unternehmen aus der Spezialchemie versorgt unter anderem die Automobil- und Elektroindustrie mit Polymeren und will deren Verfügbarkeit und Liefersicherheit langfristig sicherstellen. Mit dem Ziel, die Gesamtkapazität der bestehenden Produktion um mehr als 50 Prozent zu steigern, investierte es in einen neuen Anlagenkomplex. Dies führte zu zahlreichen Veränderungen: Um die Komplexität der neuen Arbeitsabläufe schnell zu beherrschen und immer weiter zu reduzieren, bewertete das Unternehmen sein Organisationsdesign neu.

Der Lösungsansatz von ROI-Efeso: ein neues Performance Management. Ein Projektteam nahm sich in den ersten zwei Pilotphasen vor, einerseits das Steuerungssystem und andererseits die Kernprozesse zu stabilisieren. Die Neuausrichtung der Steuerung konzentrierte sich auf folgende Fragen: Welche Kennzahlen werden von wem in welcher Art genutzt? Wie wird ein stringenter Informationsfluss gewährleistet?

Durch Coachings und Sitzungsregeln verkürzten sich die morgendlichen Meetings auf die Hälfte der Zeit. In der Prozessverbesserung ließen sich ebenfalls rasch Erfolge erzielen. So konnten etwa über das breite Ausrollen von strukturierten Problemlösungs-Techniken Prozessprobleme nachhaltig gelöst werden. Doch mit der Investition in einen neuen Anlagekomplex ging auch die Reorganisation der Technik, Labore und interner Strukturen einher. Um dieses Organisationsdesign systematisch anzugehen, nutzte ROI-Efeso das Schumacher-System.

3 Führungs-Tipps für Ihr nachhaltiges Performance Management

  • Form follows function! Konzentrieren Sie sich nach diesem Leitmotiv auf ein durchgängiges Design von der Geschäftsanforderung bis hin zur Funktionsbeschreibung und einem Qualifikationsplan.
  • Verstehen Sie Veränderungsängste und bauen Sie diese ab! Das funktioniert, indem ein Schwerpunkt des Projektes darin liegt, mögliche Widerstände im Unternehmen und deren Ursachen nachzuvollziehen und gezielte Maßnahmen zur Schaffung von Akzeptanz vorzusehen.
  • Basisdemokratische Entscheidungen überfordern die Organisation! Performance Management benötigt ein Steuerungsteam mit Distanz zum Tagesgeschäft. Gestalten Sie das Management mit ausgewählten Mitgliedern der Organisation – und sorgen Sie für ausreichend Zeit und Distanz, um eine fokussierte Umsetzung zu erreichen.

Was das Schumacher-Modell für das Organisationsdesign bedeutet

Das Schumacher-System beinhaltet sieben Schritte, die alle auf das Ziel eines erfolgreichen Organisationsdesigns ausgerichtet sind: Angefangen bei der Zielvereinbarung und den Design-Prinzipien sowie der Auswahl der Szenarien, werden anschließend in einem funktionalen Organigramm fünf bis sechs Verantwortlichkeiten einer jeden Funktion festgehalten. Der vierte Schritt sieht eine RACI-Matrix vor. Aus dieser geht hervor, wer wofür verantwortlich ist. Sind die Aufgaben, Rollen und Beteiligte zugewiesen, wird anhand des personellen Organigramms ein Qualifikations- und Umsetzungsplan erstellt. Der letzte Schritt legt dann dar, wie die Koordination und Kooperation der Teams funktionieren soll.

Das Schumacher-System zeigt sieben Schritte
Das Schumacher-Modell im Überblick. Grafik: ROI-Efeso

So auch im Falle des Spezialchemie-Unternehmens: In der nächsten Projektphase verwertete das Projektteam schließlich die Erfahrungen aus der Pilotphase auch anderweitig. Es wurde ein sogenannter Change Agent eingesetzt. Indem dieser interne Schulungen und Trainings on the Job durchlief, konnte er sich gezielt auf seine neue Rolle vorbereiten. Zweck dieses horizontalen Rollouts war es, neuen Herausforderungen in der Organisation auch künftig mit gezieltem Performance Management und hoher Qualität zu begegnen.

Was ist operative Exzellenz?

Operative Exzellenz (Operational Excellence/OPEX) bedeutet, Strukturen, Prozesse und Verhaltensweisen entlang der Wertschöpfungskette mit dem Ziel auszurichten, dass eine lernende und sich kontinuierlich verbessernde Organisation entsteht, deren Fokus auf einer hocheffizienten Umsetzung der Kunden-Anforderungen liegt. Die Performance-Management-Strategie von ROI-Efeso sorgt für eine strukturierte Vorgehensweise bei Redesign und Implementierung einer neuen Organisation. Mehr Informationen gibt es HIER.


Autor und Performance-Management-Experte zu diesem Beitrag ist Fernando Cruzado von ROI-Efeso. Sie erreichen Fernando für Rückfragen unter: fernando.cruzado@efeso.com

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