KI auf dem Shopfloor ist bei Mapal kein isoliertes Digitalprojekt mehr, sondern rückt als Teil der Wertschöpfung in den Fokus. CIO Dr. Erwin Schuster im Video-Interview.
Wie etabliert Mapal KI auf dem Shopfloor? Darüber sprechen Erwin Schuster und Anja Ringel im Video-Interview.Mapal, Anna McMaster; Grafik: Jürgen Claus
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Summary: Mapal hat die Experimentierphase bei KI verlassen und integriert Anwendungen direkt in Produktionsprozesse. Wie CIO Dr. Erwin Schuster erklärt, stehen Struktur, Daten und konkrete Use Cases im Mittelpunkt. Ziel ist eine messbare Wertschöpfung statt isolierter Pilotprojekte.
Bei Mapal ist Künstliche Intelligenz auf dem Shopfloor
längst kein reines Digitalprojekt mehr. Beim Präzisionswerkzeughersteller rückt
die konkrete in den Vordergrund. Denn: Mapal hat die klassische
Experimentierphase bereits hinter sich gelassen. „Wir befinden uns bei Mapal
auf einem Weg und sind garantiert noch nicht am Ziel“, sagt Chief Information
Officer Dr. Erwin Schuster. KI sei kein Projekt mit definiertem Endpunkt,
sondern ein kontinuierlicher Lernprozess.
In den vergangenen Jahren wurde demnach viel ausprobiert. Nicht
alles war erfolgreich: „Dabei gab es auch Ansätze nach dem Prinzip ‚Fail and
Execute‘, die wir schlichtweg noch einmal neu aufrollen.“ Entscheidend sei nun
der Perspektivwechsel, so Schuster. Das heißt: Weg von isolierten Tests, hin zu
strukturierten, geschäftsrelevanten Anwendungen.
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Im Fokus steht dabei die Integration direkt in die Prozesse.
KI soll nicht nebenherlaufen, sondern dort wirken, wo Wertschöpfung entsteht – auf
dem Shopfloor.
Eine der größten Herausforderungen ist dabei KI-Projekte so
aufzusetzen, dass sie nicht an der Praxis vorbeigehen. Für Schuster ist die
Antwort klar: über Prozesse.
Entsprechend hat Mapal seine Organisation neu ausgerichtet.
Statt zentraler KI-Initiativen arbeiten heute Teams direkt in den jeweiligen
Produktionsprozessen. Die Teams identifizieren dabei konkrete Anwendungsfälle und
sollen deren Nutzen messbar machen.
Um KI strukturiert einzusetzen, setzt Mapal auf eine eigene
Plattform: den „Mapal AI Agent“ – kurz MAIA. In der Forschung und Entwicklung
ist MAIA bereits im Einsatz. Was früher als klassische Wissensdatenbank
organisiert war, funktioniert heute als interaktiver Chat-Companion. Auch im
Patentwesen unterstützt die Plattform.
Welche Herausforderungen es gibt und welche Arten von KI‑Anwendungen
im industriellen Mittelstand am schnellsten skalierbar sind, erfahren Sie im
Video-Interview:
FAQ: KI auf dem Shopfloor
• Was bedeutet KI auf dem Shopfloor bei Mapal? – KI wird direkt in Produktionsprozesse integriert und als Teil der Wertschöpfung eingesetzt.
• Warum setzt Mapal bei KI auf dem Shopfloor auf Prozesse? – Prozesse bilden die Grundlage, um praxisnahe Anwendungsfälle zu identifizieren und deren Nutzen messbar zu machen.
• Welche Daten sind für KI auf dem Shopfloor relevant? – Unterschieden wird zwischen Maschinen- und Sensordaten, Prozessdaten sowie Unterstützungsdaten für Werker.
• Welche Rolle spielt MAIA für KI auf dem Shopfloor? – MAIA dient als Plattform für konkrete Anwendungen, etwa in Forschung, Entwicklung und im Patentwesen.
• Wie hat sich KI auf dem Shopfloor bei Mapal entwickelt? – Der Fokus hat sich von Experimenten hin zu strukturierten, geschäftsrelevanten Anwendungen verschoben.