Identity Security: Deutsche Firmen stark betroffen
Identity Security rückt in Deutschland stärker in den Fokus: Laut Palo Alto Networks waren 80 Prozent der Unternehmen zuletzt mehrfach betroffen.
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Warum wird Identity Security kritischer? Palo Alto Networks zeigt steigende Risiken durch Maschinenidentitäten und KI-Agenten.ludariimago - stock.adobe.com
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Summary:
Palo Alto Networks hat kürzlich neue Ergebnisse des Identity Security Landscape Report 2026 veröffentlicht. In Deutschland übersteigen Maschinenidentitäten menschliche Identitäten im Verhältnis 109:1. Die Studie zeigt steigende Risiken durch KI-Agenten, Maschinenidentitäten und fragmentierte Identitätssysteme.
80 Prozent der deutschen Unternehmen waren in den vergangenen zwölf Monaten von mindestens drei erfolgreichen identitätsbezogenen Sicherheitsvorfällen betroffen. Das geht aus neuen Forschungsergebnissen hervor, die Palo Alto Networks veröffentlicht hat. Der Identity Security Landscape Report 2026 beschreibt eine wachsende Angriffsfläche, die durch agentische Identitäten zusätzlich verschärft wird.
Auf Unternehmensebene sind Identitätsbedrohungen damit keine Ausnahme mehr. In der EMEA-Region waren 91 Prozent der Unternehmen bereits von einem identitätsbezogenen Sicherheitsvorfall betroffen, in Deutschland sogar 93 Prozent. Sicherheitsverantwortliche räumen laut Studie ein, dass die Komplexität die vorhandenen Kontrollen übersteigt.
Maschinenidentitäten überholen menschliche Identitäten deutlich
Besonders auffällig ist das Verhältnis zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Identitäten. Maschinenidentitäten übersteigen menschliche Identitäten in Deutschland inzwischen im Verhältnis 109:1. Für die kommenden zwölf Monate erwarten Unternehmen weiteres Wachstum: 63 Prozent bei menschlichen Identitäten, 87 Prozent bei Maschinenidentitäten und 86 Prozent bei KI-Agenten. Als Haupttreiber nennt die Studie KI & LLMs mit 50 Prozent, Maschinenidentitäten wie IoT und Bots mit 40 Prozent sowie Unternehmenswachstum mit 36 Prozent. Damit unterscheidet sich Deutschland vom EMEA-Durchschnitt, wo die Einführung von Cloudlösungen mit 39 Prozent auf Platz drei der Wachstumsfaktoren liegt.
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Warum steigen die Risiken durch Identity Security?
Die digitale Expansion hat das Personalwachstum als zentralen Treiber neuer Identitäten längst überholt. Dadurch steigt der Druck auf Unternehmen, Transparenz, Kontrolle und Governance über ein komplexer werdendes Identitätsgefüge sicherzustellen. Hinzu kommen Automatisierungslücken. Die EMEA-Region ist weltweit am wenigsten auf die bevorstehende Verkürzung von Zertifikatslaufzeiten vorbereitet. 75 Prozent der Unternehmen automatisieren Erneuerung und Überwachung nicht vollständig in allen Zertifikatsumgebungen. Der erwartete finanzielle Schaden für ein Unternehmen in Deutschland beläuft sich auf 237.864 Euro und liegt damit über dem EMEA-Schnitt von 213.262 Euro.
KI-Agenten greifen auf Unternehmensdaten zu
In Deutschland haben fast 43 Prozent der KI-Agenten und 37 Prozent der Maschinenidentitäten Zugriff auf Unternehmensdaten. Dazu können potenziell sensible Informationen wie Finanzzahlen oder kritische Systeme gehören. Gleichzeitig werden Verhaltensüberwachung und Zugangsentzug nur von einer Minderheit der Unternehmen eingesetzt. Bei autonomen KI-Agenten liegen die Werte bei 41 Prozent beziehungsweise 35 Prozent , bei konversationellen KI-Agenten bei 38 Prozent beziehungsweise 30 Prozent und bei generativen KI-Agenten bei 32 Prozent beziehungsweise 38 Prozent.
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Was fragmentierte Systeme für die Reaktion bedeuten
Fragmentierte Identitätssysteme bremsen die Sicherheitsarbeit erheblich. 85 Prozent der Befragten in der EMEA-Region geben an, dass solche Systeme die Erkennung und Reaktion auf identitätsbezogene Bedrohungen verlangsamen oder behindern. Deutsche Unternehmen haben dadurch eine knapp zwölf Stunden längere Response Time. Fabian Hotarek, Director Solutions Engineering bei Palo Alto Networks, erläutert: „Die rasante Zunahme von Maschinenidentitäten stellt einen fundamentalen Wandel der Unternehmens-Angriffsfläche dar. KI-gesteuerte Identitäten werden im kommenden Jahr weiter wachsen – und die Komplexität, die damit einhergeht, übersteigt zunehmend das, was traditionelle Sicherheitskontrollen leisten können.“
Identity Security: Warum manuelle Prozesse nicht mehr ausreichen
80 Prozent der Unternehmen in Deutschland waren von mindestens drei erfolgreichen identitätsbezogenen Sicherheitsvorfällen betroffen. Dies macht deutlich: Manuelle Prozesse sind keine tragfähige Antwort mehr, erst recht nicht, wenn KI-Agenten auf immer sensiblere Daten zugreifen. Unternehmen müssen auf durchgängige Automatisierung und einheitliche Governance setzen – sonst werden die Risiken durch KI- und Maschinenidentitäten weiter eskalieren. Der Weg nach vorne ist klar: Maschinen- und KI-Identitäten dominieren Unternehmen zunehmend. Ein Verhältnis von 109:1 lässt sich nur mit einer plattformgestützten Strategie bewältigen, die sämtliche Identitäten – menschlich, maschinell oder agentenbasiert – einheitlich absichert.
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Quelle: Palo Alto Networks
FAQ zu Identity Security
1. Warum ist Identity Security in Deutschland relevant?
80 Prozent der deutschen Unternehmen waren in zwölf Monaten von mindestens drei erfolgreichen identitätsbezogenen Sicherheitsvorfällen betroffen.
2. Welche Rolle spielen Maschinenidentitäten für Identity Security?
Sie übersteigen menschliche Identitäten in Deutschland im Verhältnis 109:1.
3. Warum erhöhen KI-Agenten das Identity-Security-Risiko?
Fast 43 Prozent der KI-Agenten haben Zugriff auf Unternehmensdaten, darunter potenziell sensible Informationen.
4. Was bremst Identity Security in Unternehmen?
Fragmentierte Identitätssysteme verlangsamen oder behindern die Erkennung und Reaktion auf Bedrohungen.
5. Warum reichen manuelle Prozesse bei Identity Security nicht mehr aus?
Die Zahl von Maschinen- und KI-Identitäten wächst stark und überfordert klassische Sicherheitskontrollen.
6. Welche Bedeutung hat Automatisierung für Identity Security?
Sie hilft, Erneuerung, Überwachung und Zugriffskontrolle über verschiedene Identitätsumgebungen hinweg einheitlich zu steuern.
7. Wie lässt sich Identity Security bei KI- und Maschinenidentitäten verbessern?
Durch eine plattformgestützte Strategie, die menschliche, maschinelle und agentenbasierte Identitäten gemeinsam absichert.