Norma Group treibt strategische Neuausrichtung voran
Die Norma Group Neuausrichtung prägt das Geschäftsjahr 2025. Trotz rückläufiger Nachfrage erreicht das Unternehmen seine Prognose und stellt die Weichen für strukturelle Veränderungen.
Redaktion ProduktionRedaktionProduktion
Norma-Group-Zentrale in Maintal: Der Verbindungsspezialist fokussiert sich im Rahmen der Neuausrichtung 2025 auf Industry Applications sowie Mobility & New Energy.Norma Group
Anzeige
Summary: Die Norma Group schließt 2025 im Rahmen der
Prognose ab, bei sinkendem Umsatz und Ergebnis. In Maintal treibt das
Unternehmen die strategische Neuausrichtung mit Portfolioanpassungen und
Restrukturierungen voran. Ziel ist nachhaltiges Wachstum durch Effizienzsteigerung
und Fokussierung bis 2028.
Was kennzeichnet die Norma Group Neuausrichtung 2025?
Die Norma Group hat das Geschäftsjahr 2025 im Rahmen der
Prognose abgeschlossen und gleichzeitig einen zentralen Meilenstein ihrer
strategischen Neuausrichtung erreicht. In einem herausfordernden Marktumfeld mit rückläufiger
Nachfrage lagen Umsatz und Ergebnis unter dem Vorjahr. Der Konzernumsatz belief
sich auf 821,7 Mio EUR und lag damit 6,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Vorstandsvorsitzende Birgit Seeger erklärt: „2025 war für
die Norma Group der Beginn der Neuausrichtung. In einem anspruchsvollen
Marktumfeld haben wir unsere Prognose erfüllt und gleichzeitig mit dem Verkauf
des Wassergeschäfts die Grundlage für NewNorma gelegt.“
Anzeige
Wie entwickelte sich die Profitabilität?
Das bereinigte EBIT sank auf 6,3 Mio EUR. Die EBIT-Marge
lag bei 0,8 Prozent und damit am oberen Rand der Prognose. Belastend wirkten insbesondere geringere Volumina sowie
eine im Verhältnis zur Auslastung hohe Kostenbasis, vor allem im
Personalbereich. Einsparungen bei Material- und Energiekosten sowie
Kostendisziplin konnten diese Effekte nur teilweise kompensieren. Der operative Netto-Cashflow erreichte 95,8 Mio EUR und
unterstreicht die stabile Cash-Generierung trotz schwieriger Rahmenbedingungen.
Anzeige
Welche strukturellen Maßnahmen wurden umgesetzt?
Die Norma Group hat im Zuge der Neuausrichtung zentrale
strukturelle Maßnahmen eingeleitet. Dazu zählt der Verkauf des
Wassermanagement-Geschäfts sowie die Optimierung des globalen Footprints. In Asien-Pazifik wurden Produktionsstandorte in China
gebündelt und Distributionsstrukturen in Australien konsolidiert. In Amerika
wird die Produktion für Metallkomponenten in Mexiko an einem Standort
zusammengeführt. Auch in Deutschland wurden Maßnahmen umgesetzt: An den
Standorten Maintal und Marsberg wurde ein Freiwilligenprogramm vereinbart.
Insgesamt sollen bis 2028 weltweit 400 Stellen abgebaut werden. Das Unternehmen plant jährliche Einsparungen von bis zu
42 Mio EUR gegenüber der Kostenbasis 2024.
Wie entwickeln sich die Geschäftsbereiche?
Die Norma Group fokussiert sich künftig auf die Bereiche
Industry Applications sowie Mobility & New Energy. Während Industry Applications durch Neuzuordnungen
nominal um 8,3 Prozent zulegte, zeigte sich bereinigt ein Rückgang. Im Segment
Mobility & New Energy sank der Umsatz um 12,2 Prozent auf 570,0 Mio EUR. Regional entwickelte sich das Geschäft unterschiedlich:
In EMEA lag der Umsatz bei 438,3 Mio EUR (-6,5 Prozent), in Amerika bei 258,7 Mio.
EUR (-7,5 Prozent) und in Asien-Pazifik bei 124,6 Mio. EUR (-6,4 Prozent). Haupttreiber waren geringere Abrufe von
Fahrzeugherstellern sowie eine schwache Nachfrage im Industriesektor.
Anzeige
Was bedeutet die Kapitalstrategie für die Norma Group
Neuausrichtung?
Sie wollen mehr über die Veranstaltung Digitale Fabrik wissen? Klicken Sie hier!
Im Zuge der Neuausrichtung hat das Unternehmen auch seine
Kapitalstruktur angepasst. Ein Aktienrückkaufprogramm über rund 10 Prozent des
Grundkapitals wurde erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden rund 52,9 Mio EUR an Aktionäre
zurückgeführt. Perspektivisch ist eine Kapitalherabsetzung geplant. Insgesamt
sollen bis zu 260 Mio EUR aus dem Verkauf des Wassergeschäfts ausgeschüttet
werden. Parallel dazu schlägt das Unternehmen eine Dividende von
0,14 EUR je Aktie vor.
Welche Rolle spielt die Transformation bis 2028?
Mit „NewNorma“ richtet sich das Unternehmen strategisch
neu aus und fokussiert sich auf Verbindungslösungen. Die Roadmap sieht vor:
2026 als Jahr des Neustarts,
2027 mit Fokus auf operative Verbesserung,
ab 2028 beschleunigtes Wachstum. Für 2026 erwartet die Norma Group ein Umsatzwachstum von
0 bis 2 Prozent sowie eine EBIT-Marge von 2 bis 4 Prozent. CEO Birgit Seeger betont: „2026 steht für uns im Zeichen
des Reset in einem weiterhin herausfordernden Umfeld. Dennoch trauen wir uns im
laufenden Geschäftsjahr bei einem moderaten Umsatzwachstum eine deutliche
Verbesserung der Profitabilität zu.“
Anzeige
Wer verantwortet die Finanzstrategie künftig?
Im Zuge der Transformation kommt es auch zu personellen
Veränderungen. Annette Stieve gibt ihre Funktion als CFO ab. Okan Celiker übernimmt kommissarisch die Rolle und bringt
Erfahrung aus verschiedenen Managementpositionen innerhalb des Unternehmens
mit.
FAQ – Norma Group Neuausrichtung
Was umfasst die Norma Group Neuausrichtung? – Die
Neuausrichtung beinhaltet Portfolioanpassungen, Restrukturierung,
Kostensenkungen und Fokus auf Kernsegmente.
Warum ist die Norma Group Neuausrichtung notwendig? –
Rückläufige Nachfrage und schwache Märkte erfordern strukturelle Anpassungen
zur Sicherung der Profitabilität.
Welche Ziele verfolgt die Norma Group Neuausrichtung? –
Ziel ist nachhaltiges Wachstum, höhere Effizienz und verbesserte Ertragskraft
bis 2028.
Wie wirkt sich die Norma Group Neuausrichtung
finanziell aus? – Kurzfristig sinken Umsatz und Ergebnis, langfristig sollen
Margen und Cashflow steigen.
Welche Rolle spielt die Norma Group Neuausrichtung für
die Produktion? – Die Produktionsstruktur wird durch Standortoptimierungen und
Effizienzmaßnahmen gezielt verbessert.