Yard Management entwickelt sich im DACH-Raum und den USA unterschiedlich. Eine Inform-Umfrage zeigt: Stabilität, Effizienz und Vernetzung prägen die Agenda.
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Eine Inform-Umfrage zeigt Unterschiede beim Yard Management zwischen DACH und USA bei Effizienz und Vernetzung.NAD SANG PAP - stock.adobe.com
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Summary: Inform hat 214 Fach- und Führungskräfte aus Logistik, Industrie und Handel im DACH-Raum und den USA befragt. Die Studie zeigt regionale Unterschiede bei Zielen, Hürden und Technologieanforderungen im Yard Management. Verspätungen und Störungen bleiben in beiden Märkten zentrale Herausforderungen.
Beim Yard Management verfolgen Unternehmen in der DACH-Region und in den USA unterschiedliche Schwerpunkte. Das zeigt eine internationale Umfrage des KI- und Optimierungsspezialisten Inform unter 214 Fach- und Führungskräften aus Logistik, Industrie und Handel.
Im DACH-Raum stehen stabile Abläufe und operative Effizienz im Vordergrund. Kein befragtes Unternehmen berichtet dort von durchgängig planmäßigen Anlieferungen. Mehr als die Hälfte verzeichnet Verzögerungen bei bis zu 50 Prozent der Transporte, 14 Prozent sogar darüber. In den USA fällt das Bild etwas stabiler aus: 44 Prozent der Unternehmen melden Verspätungen bei weniger als zehn Prozent der Ankünfte. Kein US-Unternehmen nennt einen Verspätungsanteil von mehr als 50 Prozent aller Lkw.
Bei den Ursachen für Verzögerungen zeigt sich ein gemeinsames Muster. Unerwartete Störungen im Ablauf zählen in beiden Regionen zu den größten Belastungsfaktoren und werden jeweils von 66 Prozent der Befragten genannt. Im DACH-Raum treten interne Engpässe stärker hervor. 64 Prozent der Befragten führen fehlende personelle oder technische Kapazitäten als Ursache an, in den USA sind es 45 Prozent. Unkoordinierte Lkw-Ankünfte bleiben ebenfalls relevant: 54 Prozent im DACH-Raum und 47 Prozent in den USA nennen diesen Punkt. Ungenaue oder fehlende Zeitfenster werden von 37 Prozent der Befragten in der DACH-Region und 43 Prozent in den USA genannt, überlastete Ladestellen von 35 beziehungsweise 42 Prozent.
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Welche Rolle spielt Software im Yard Management?
Die Digitalisierung schreitet in beiden Märkten voran. Im DACH-Raum setzen 59 Prozent der befragten Unternehmen bereits aktiv Yard-Management-Software ein, weitere sechs Prozent befinden sich in der Einführung. In den USA liegt der Anteil aktiver Nutzer mit 64 Prozent etwas höher. Zusätzlich planen dort zwölf Prozent die mittelfristige Einführung. Deutlicher unterscheiden sich die Hürden. In der DACH-Region bremsen vor allem fehlende interne Kapazitäten mit 48 Prozent sowie Integrationsfragen mit 27 Prozent. In den USA werden häufiger Budgetrestriktionen mit 47 Prozent, ein unklarer Business Case mit 39 Prozent und der organisatorische Einführungsaufwand mit 32 Prozent genannt.
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Yard Management soll Effizienz und Transparenz erhöhen
Im DACH-Raum dominiert die operative Effizienz. 77 Prozent der Befragten wollen Durchlauf- und Wartezeiten verkürzen, 51 Prozent den Lkw-Zulauf präziser steuern und 46 Prozent Personal sowie Ladestellen gleichmäßiger auslasten. In den USA ist das Zielbild breiter. Dort stehen bessere Planbarkeit des Zulaufs mit 70 Prozent, gleichmäßigere Ressourcenauslastung mit 64 Prozent, reduzierte Standgelder mit 62 Prozent sowie mehr Transparenz über Verkehre und Prozesse auf dem Gelände mit 59 Prozent weit oben auf der Agenda.
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Studienvergleich 1.Inform
Warum setzen US-Unternehmen stärker auf Vernetzung?
Bei den Anforderungen an moderne Yard-Management-Systeme rücken in den USA stärker vernetzte Steuerungsfunktionen in den Vordergrund. Fahrerkommunikation wird dort von 66 Prozent genannt, im DACH-Raum von 30 Prozent. Schnittstellen zu Telematik- und ETA-Plattformen erreichen 58 gegenüber 26 Prozent, die Abbildung von Trailer Yards 57 gegenüber 25 Prozent. Im DACH-Raum dominieren dagegen Funktionen, die den operativen Alltag direkt entlasten:
Studienvergleich 2.Inform
Die mobile Voranmeldung per App oder Web-App mit 65 Prozent, der Self-Check-in mit 63 Prozent und die Automatisierung von Abläufen mit 60 Prozent. Auch der Blick auf die nächsten fünf Jahre zeigt Unterschiede. US-Unternehmen priorisieren mobile Bedienbarkeit mit 77 Prozent, Cloud-Architekturen mit 75 Prozent, tiefe Systemintegration mit 73 Prozent , KI-basierte Optimierung mit 71 Prozent und Echtzeit-Tracking mit 70 Prozent. In der DACH-Region liegen die Werte niedriger: 61 Prozent nennen mobile Bedienbarkeit, 49 Prozent Integration, 46 Prozent Echtzeit-Tracking, 45 Prozent KI und 31 Prozent Cloud. „Unternehmen im DACH-Raum und den USA verfolgen unterschiedliche Entwicklungspfade, doch in beiden Märkten wächst die Bedeutung einer verlässlichen Steuerung des Yards“, sagt Oliver Graf, Produktmanager bei Inform. „Je dynamischer Anlieferungen, Ressourcen und operative Prioritäten werden, desto wichtiger ist ein gemeinsames Lagebild, das Orientierung schafft und belastbare Entscheidungen ermöglicht.“
Quelle: Inform
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FAQ zum Yard Management im internationalen Vergleich
1. Welche Unterschiede zeigt Yard Management zwischen DACH und den USA?
In DACH stehen stabile Abläufe und Effizienz im Vordergrund, in den USA stärker Vernetzung, Skalierbarkeit und Echtzeitsteuerung.
2. Welche Probleme bleiben beim Yard Management zentral?
Verspätete Anlieferungen, unerwartete Störungen im Ablauf und unkoordinierte Lkw-Ankünfte belasten Unternehmen in beiden Regionen.
3. Warum ist Yard Management im DACH-Raum besonders auf Effizienz ausgerichtet?
77 Prozent der Befragten wollen Durchlauf- und Wartezeiten verkürzen, 51 Prozent den Lkw-Zulauf präziser steuern.
4. Welche Rolle spielt Yard Management Software in den USA?
64 Prozent der befragten US-Unternehmen nutzen bereits aktiv eine Yard-Management-Software, weitere zwölf Prozent planen die Einführung.
5. Welche Technologien prägen Yard Management künftig?
Mobile Bedienbarkeit, Systemintegration, Echtzeit-Tracking, KI-basierte Optimierung und Cloud-Architekturen gewinnen an Bedeutung.